Zwischen Hamburg und Douala

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„Kolonialismus? Das ist doch längst vorbei."

In vielen europäischen Gesellschaften findet die eigene koloniale Vergangenheit wenig Beachtung. Dabei ist der Kolonialismus bis heute spürbar, nicht nur in Übersee! Hier setzen wir an: Wir wollen junge Menschen aus verschiedenen Kulturen durch das Interesse an der gemeinsamen Geschichte zusammenbringen und sie darin unterstützen, als Weltbürger:innen ein friedvolles Morgen zu denken und aktiv zu gestalten

Das Geld benötigen wir, um die vielfältigen Produkte, die kamerunische Schüler:innen, unterstützt von Lehrer:innen ohne Grenzen, auf einer Forschungsreise gesammelt haben, in eine Ausstellung nach Hamburg (MARKK) zu bekommen. Ausgangspunkt des Projekts ist dabei die deutsch-kamerunische Vergangenheit sowie die Frage, wie nationenübergreifendes Erinnern gelingen und als Basis eines gleichberechtigten Miteinanders etabliert werden kann. 

Dafür haben kamerunische Schüler:innen entlang einer ehemaligen deutsch-kolonialen Bahnstrecke lokale Formen des Erinnerns aufgespürt und durch Fotos, Videos und autobiografische Selbstzeugnisse dokumentiert. Im Fokus standen dabei die noch heute sichtbaren Spuren der deutschen Kolonialzeit, wie etwa das Schienennetz oder repräsentative Bahnhofsgebäude. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit solche Überreste einer abgeschlossen geglaubten Vergangenheit auch heute das Denken und Handeln von Menschen in ehemals kolonialisierten bzw. kolonisierenden Gesellschaften beeinflussen. Die Eindrücke und Ergebnisse der Schüler:innen zeichnen dabei eindrucksvoll das Bild eines Landes, welches auch 2023 durch vielfältige und gewaltsame Konflikte geprägt ist, deren Ursprung in der kolonialen Fremdherrschaft wurzelt.

Nun wollen wir den nächsten Schritt gehen: Wir brauchen EURE/IHRE UNTERSTÜTZUNG, damit die Produkte der Reise medial und didaktisch aufbereitet und im Sommer 2023 im Hamburger Museum am Rothenbaum, Kulturen und Künste der Welt (MARKK) präsentiert werden können. Unter Mitwirkung von Lehrkräften kooperierender Schulen werden parallel Materialien in Französisch, Englisch und Deutsch erstellt, auf welche Lehrkräfte und Schüler:innen in der kritischen Auseinandersetzung mit dem (Post-)Kolonialismus zurückgreifen können.

Dadurch soll ein Beitrag zu einer gemeinsamen und grenzüberschreitenden Erinnerungskultur geleistet und das Thema des (Post-)Kolonialismus stärker in den gesellschaftlichen sowie lehrplanbezogenen Fokus gerückt werden. 

Analog zur Reise der Schüler:innen aus Kamerun wollen Hamburger Schüler:innen unter dem Motto „Decolonize yourself!“ Orte mit kolonialgeschichtlichem Hintergrund in Hamburg aufsuchen und diese durch multimediale Formate neu kartografieren, bespielen und postkolonial dekonstruieren, beispielsweise in Form von Trommel-Performances, welche die historische Bedeutung antikolonialen Protests durch Musik aufgreifen. Frei nach dem Motto: Drumming for a common future!

Kommt in die Ausstellung und überzeugt Euch von dem, was Ihr möglich gemacht habt!



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