Ich weiß leider nicht genau, wo ich anfangen soll um meine Verzweiflung Nachdruck zu verleihen, aber ich muss sagen, ich bin am Ende meiner Kräfte.
Es ist nicht so einfach darüber zu reden und das auch relativ kurz zu fassen, damit andere nicht irgendwann aufgeben, das zu lesen.
Sagen wir es mal so, ich bin drauf und dran einfach zu sagen, es reicht, ich kann nicht mehr und mich vor einen Zug zu werfen, weil eine Waffe kann ich mir auch nicht leisten, dann denke ich aber, das nützt ja auch nichts, Partner und Kind lasse ich damit im Stich und sie erben all die Sorgen von mir, das will ich natürlich auch nicht.
Ich versuche mich kurz fassen.
Hi, mein Name ist Jenny, ich bin 43 Jahre alt, Mutter eines fast 21-jährigen Sohnes und ich habe Schulden. Schulden, die mir über den Kopf gewachsen sind und die mich verzweifeln lassen.
Bis vor 11 Jahren war ich alleinerziehend, es war schwierig, mein Sohn hatte diverse Probleme und für mich war es schwer, damit umzugehen, Fuss zu fassen und zurecht zu kommen, allein. Große Stützen waren meine Eltern, meine Mutter zog weg, als ich 12 war, ich lebte seit dem bei meinem Papa. Er versuchte immer mir alles zu geben, leider war es immer schwierig, wir hatten nie groß Geld, wir kamen irgendwie zurecht, meine Mutter lebte in Saus und Braus, Unterhalt zahlte sie nie. Sie erpresste meinen Vater als er nach Unterhalt fragte. Er war Alkoholiker, aber er vernachlässigte mich nie, der Kühlschrank war immer voll, ich hatte genug zu essen, ordentliche Kleidung, wenn ich das damals gewusst hätte, hätte ich ihn nicht klein beigeben lassen, aber nunja, er hat eben keinen bekommen, aus Angst sie würde mich weg holen.
Meine Schwester hatte zu dem Zeitpunkt einen Typen, der mich missbrauchte, mein Vater war arbeiten, sie auch, ich kam von der Schule, irgendwann dachte ich , das sei normal, dass der mich anfasste, an mir rum machte und Co, aber auch irgendwann empfand ich das nicht mehr als normal, sondern als ekelhaft, das kann doch nicht normal sein? ich vertraute mich meiner besten freundin, die mir sagte, dass sei nicht normal, weg von dem. Ich sagte es meiner Schwester, sie glaubte mir nicht, natürlich nicht, sie mochte mich nie, ich war die kleine und sie nicht mehr Nummer 1 bei den Eltern, das lies sie mich immer spüren, viele Jahre habe ich das ertragen, als ich dann 15 war, traute ich mich und sagte es meinem Vater, er glaubte mir erst nicht. Der Typ beklaute meinen Vater und ich bekam die Prügel, der Typ war ein richtig mieses Vieh und ich wünschte, ich wäre damals so stark gewesen eher was zu sagen, aber nein, das traute ich mich nie und ertrug das eben lange Zeit, bis, wie gesagt, ich das meiner Schwester und meinem Vater sagte. Sie glaubte mir nicht, sagte ich ja schon, er erst auch nicht, bis ich dann auf unserer Videokamera Aufnahmen fand, wie der Typ UNS alle auf der Toilette filmte! Ich habe mir nie was dabei gedacht, wenn ich sagte, ich gehe baden und er noch mal auf Toilette wollte, ich war als Kind lange baden weil ich gerne bücher las, auf den Videos war zu sehen, dass er da dann die Kamera aus machte!! Als mein Papa dann die Videos sah, schmiss er den Typen sofort raus, ich sagte ihm damals, "Glaubst du mir endlich?" aber meine Schwester, statt die Videos anzuschauen und ihrer Schwester zu glauben, ging sie mit, was für eine dumme Person sie damals war und immer noch ist.
Danach war es einfacher für mich, ich konnte wieder nach Hause, ohne Angst zu haben allein mit dem zu sein, ohne Angst zu haben, er würde mich in sein Zimmer zu locken mit falschen Aussagen ... endlich ging es bergauf. Ich ging von der Schule ab und besuchte das BVJ, dort bekam ich aus anderen Gründen keinen Abschluss und ich musste in einer näheren Stadt den Abschluss nachholen, das tat ich erfolgreich, er war auch eigentlich sehr leicht, Hauptschule eben. Danach ging es gleich in die Ausbildung zur Verkäuferin, diesen Abschluss bekam ich nach 2 Jahren auch, sogar so gut, dass ich das dritte Jahr als Kauffrau im Einzelhandel hinten dran hing und den Realschulabschluss dazu bekam. Einige Monate nach Ende meiner Ausbildung wurde ich schwanger, ich bekam meinen Sohn, sein Vater war nie wirklich Thema, Alkohol, Drogen all das waren ihm wichtiger und ich entschloss mich, das allein hin zu kriegen, mein Papa sagte mir damals, das kriegen wir hin und ich muss sagen, jetzt über 20 Jahre später kann ich sagen, ja das haben wir, mit vielen Tränen und vielen gerissenen Geduldsfäden, aber ja das haben wir.
2014 nahm ich einen Kredit auf, damit ich die angesammelten Schulden abstottern konnte.
2015 lernte ich meinen jetzigen Partner kennen.
2016 erkrankte mein Papa an Darmkrebs, 2017 schlief er für immer ein, bis dahin habe ich nie damit gerechnet, das mein starker Papa einfach nicht mehr da sein könnte, aber so war es. Als er zum letzten Mal ins Krankenhaus kam, ergötzte sich der Mann meiner Mutter mit dem Gedanken, dass die Ersatzteile die mein Papa sammelte, dann ihm gehörten, ein Schlag ins Gesicht. Ich habe meinen Papa gepflegt, bis zum Ende, dank eines befreundeten Pflegedienstes und meinem Partner konnte ich dies tun und dann kommen die, die sich nie um ihn geschert haben und wollen sich alles unter den Nagel reißen? Nein, das fällt aus.
Mein Papa verstarb, ich nahm einen neuen Kredit auf, damit ich das geliehene Geld für die Beerdigung und die Kosten des Grabes zurück zu zahlen (Der Mann meiner Mutter lieh es mir). Ich nahm sein Erbe (Mein Elternhaus) an und für lebte mit der Trauer vor mich hin. Mein Sohn wurde älter, die Wünsche stiegen, das Geld blieb wenig.
Corona kam, das Geld wurde weniger, das Kind kam ins Homeschooling, ich war im Homeoffice, der Partner in Kurzarbeit. Wir nahmen zusammen einen Kredit auf, in den alle Karten, Schulden und Co landeten, Corona war eine harte Zeit, ... möchte ich nicht wieder haben.
Anfang 2023 bekam mein Partner die Diagnose Krebs, ein weiterer Schlag ins Gesicht für uns. Mein Sohn drehte völlig durch, nun mittlerweile fast 18 sorgte er dafür, dass die Familie, die seit dem Tod meines Vaters eh schon schwankte komplett auseinander riss. Als mein Partner Chemotherapie bekam, sorgte ich dafür, dass er zu Hause sich wohl fühlen konnte, mit Vollzeitjob gar nicht so einfach, darum bat ich das Kind mir mehr im Haushalt zu helfen. Ab seinem 14. Lebensjahr hatte er die einfache Aufgabe immer mal (meistens vergas er es) die Spülmaschine auszuräumen. Das war so die Regel in meinem Haushalt. Ich bat ihn also ein wenig mehr zu helfen, damit wir alle 3 soweit die Zeit mit den Chemotherapien gut überstehen, Müll raus bringen, Spülmaschine ausräumen, so kleine Dinge eben. Er hatte seit Ende 22 eine Ausbildung, da die Kosten in der Zeit auch explodierten und wir eben kein volles Einkommen mehr hatten, sagte ich, er könne von seinem Ausbildungsgehalt 100€ pro Monat für die Nebenkosten beitragen (wir hatten uns gedacht, wir legen das zur Seite und wenn er dann fertig mit der Ausbildung ist und er aus zieht, können wir ihn das so zurück geben, quasi als Startguthaben), dies tat er einmal, um es dann doch wieder zurück zu wollen, weil er so doof war und damit seine Freunde erkaufen wollte. Was wir damals noch nicht wussten, zu meiner Mutter, seiner Oma, erzählte er es anders herum. Er erzählte unter anderem, er müsse den ganzen Haushalt schmeißen, weil wir keine Lust dazu hätten, und er müsse sein ganzes Ausbildungsgeld an uns abdrücken... all das erfuhren wir, als er dann Mitte 24 auszog, zu meiner Mutter.
Im Juli 24 bekam ich von meiner Mutter eine Email, warum ich noch mit ihm zusammen sei, er sei der Grund warum das alles so abläuft und der Wortlaut, wo ich mir wirklich dachte, die Dame hat richtig einem am Zünder Schuld sei "Sein chemieverseuchtes Gehirn" bezogen auf die Chemotherapien, die er durch machte. Ich dachte wirklich, ich lese nicht richtig (falls den einer sehen möchte, kann er diese Email gerne haben). Also mal im Ernst, mein Partner, hat der Dame nie etwas getan, er hat nur eben nicht nach ihr getanzt, noch nie, und das ist das, was der Frau noch nie passte. Als mein Kind auszog, hat die Dame sich wiedermal an mir ausgetobt und versucht mich ohne Ende zu beleidigen, wie gesagt, wir wussten ja noch nicht, was das Kind alles so erzählt hat, mein Partner verwies sie mit erhobenen Finger der Wohnung und was erzählt sie überall rum, an die, die es wissen wollten, mein Partner wollte sie schlagen! Ich bin bei einem Alkoholiker aufgewachsen, ich sehe meiner Mutter sehr ähnlich, ich wurde von meinem Vater, früher oft geschlagen und sie erzählt so einen Müll, sogar so, dass alle "Freunde", die sie kennen uns mich, das glauben und den Kontakt zu mir abbrechen? Was soll der Mist, warum spinnt die Frau so rum? Ich habe es damals nicht verstanden, erst 2025, bei einem Gespräch mit meinem Sohn und einer Freundin von mir kam raus, was das Kind alles rumgesponnen hatte! Er hatte es nicht verkraftet nicht mehr der wichtigste im Haus zu sein! Und darum zerstört man eine Familie, jedenfalls für ihn. Nun mittlerweile ist mein Partner wieder gesund, Remission nennt man das ja, und das Kind macht wieder eine Ausbildung nur eben nicht hier, ich habe keine Familie mehr, ich lebe damit, auch wenn es oft weh tut, vorallem die Gedanken an meinen Papa, er war nie perfekt, das war ich auch nie, aber dennoch, hat er die ganzen Jahre, die er mich so behandelte mit meinem Sohn wieder gut gemacht, er war ein super Opa, immer für das Kind da und er dankt das alles so einem?! Das schmerzt, 18 Jahre aufgezogen und er erzählt überall die Lügen, das ist wirklich mies.
Ich habe nicht mal mehr die Möglichkeit alles auf einmal umzuschulden, meine Schufa ist nach unten gesackt, weil ich meine Kreditkarte nicht zahlen konnte, leider, mehrmals schrieb ich der Kreditkartenfirma, dass sie die Rate senken sollen, aber es kam keine Reaktion, erst das Inkasso meldete sich und akzeptierte die, allerdings ist dies auch nicht so, wie ich hoffte, die scheinen es falsch zu berechnen :(
Die ganzen Jahre habe ich diesen Kummer mit Einkaufen, kaufen, essen und lesen versucht zu kompensieren, ich weiß, dass das keine Lösung ist.
2022 habe ich meinen Job gewechselt, gleich am Anfang zeigte mir eine Chefin von mir, dass sie mich nicht leiden kann, aber hey, das ist auf Arbeit nicht wichtig, wenn sie mich als Person nicht mag, leider wurde daraus aber dass sie die letzten 2 Jahre bis Ende 25 richtiges Mobbing gegen mich bestritt, was darin endete, dass ich als einzige auf der Arbeit keine "Leistungsprämie" bekam, die 3 Jahre voher gabs diese immer, aber leider war derjenige, der dies vor ihr machte, nicht mehr da, Ende 25 eben machte das sie und prombt bekam ich nichts, nicht nur das, auch kostete die Dame mich meinen Zweitjob, Lügen erzählen, mit Kollegen weiter rum spinnen und dieser Job fällt weg, wieder etwas, was ich nicht mehr kompensieren kann. Dieser Zweitjob war super für ansparen der Kosten für mein Auto gedacht, mein Auto ist nun 12 Jahre alt und kriegt einige Wehwehchen, ... ich habe nun die Konsequenz gezogen und verlasse dieses Unternehmen Ende März 26, ich halte diese Lügen und dieses immer anschreien nicht mehr und für mich ist es einfach nichts, dauerhaft angeschrien zu werden, für Sachen, die man nicht gemacht hat oder dafür nichts kann... der erste Schritt für den Neuanfang ist getan.
Nun ja, so nun hoffe ich ja inständig, dass es hier Menschen gibt, die es etwas verstehen können, wie ich mich fühle. Und mir helfen, endlich wieder nach vorne Blicken zu können?! Gibt es hier welche?
Wenn es nur 1000 Personen sind, die je 1€ spenden kann ich schon fast das Auto reparieren lassen und habe dann eine Sorge weniger. Das klingt doch eigentlich ganz gut, oder? Aber wer hilft mir schon?
Ich weiß mir wirklich nicht mehr zu helfen, ich hatte eigentlich gedacht, es wird mal besser und das Leben schöner, aber bis jetzt merke ich davon nichts.
ich bin nicht wichtig, ich bin niemand besonderes, ich bin einfach nur eine Frau, die am Ende ihrer Kräfte ist und bald aufgibt....