Hallo,
mein Name ist Melanie, ich bin 31 Jahre alt, Mama von zwei wundervollen Kindern – Max (9) und Amelie (geb. am 18. Juli 2023). Gemeinsam mit meinem Partner Axel (33) gehen wir seit acht Jahren durchs Leben. Wir sind keine Familie, die sich über materiellen Reichtum definiert – aber wir haben uns, und das war immer unser größtes Glück.
Unser Sohn Max stammt aus einer früheren Beziehung, doch er sieht in Axel seinen Papa – und genau so leben wir das auch. Und im Juli 2023 kam unsere gemeinsame Tochter Amelie zur Welt. Ein Wunschkind. Ein absoluter Höhepunkt in unserem Leben.
Doch seit Amelies Geburt hat sich alles verändert. Immer wieder medizinische Auffälligkeiten, Krankenhausaufenthalte, schlaflose Nächte voller Sorgen. Zuletzt der Verdacht: Angelman-Syndrom. Eine seltene genetische Erkrankung, die Amelies Leben – und unseres – ganz anders verlaufen lassen wird, als wir es je erträumt hatten. Ende des Monats erwarten wir die endgültige Diagnose.
Die Ungewissheit hat Spuren hinterlassen. Axel, sonst der Fels in der Brandung, verlor seine Arbeit und kämpft nun mit psychischen Belastungen, für die er dringend therapeutische Hilfe braucht – doch Wartezeiten sind lang. Ich selbst kann ebenfalls nicht arbeiten, weil ich für die Kinder da sein muss – und für Axel.
Max, unser Großer, ist so tapfer. Er sagt: „Meine Schwester ist nicht behindert – sie ist besonders.“ Und das ist unser Leitsatz geworden. Doch wir spüren, wie auch er unter der ständigen Anspannung leidet. Unsere Familie steht auf der Kippe – nicht, weil wir uns nicht lieben, sondern weil wir erschöpft sind.
Wir haben keine finanziellen Rücklagen. Aktuell halten uns Freunde über Wasser – vor allem unser bester Freund und Amelies Patenonkel. Doch das können und wollen wir nicht ewig so hinnehmen.
Unser größter Wunsch?
Einmal mit den Kindern an die Ostsee. Nur wir vier. Zehn Tage Kraft tanken, einmal das Meer sehen, den Wind spüren, lachen, Sandburgen bauen – zusammen als Familie. Zeit, um zu verarbeiten, durchzuatmen, neue Energie zu schöpfen für das, was noch kommt.
Und wenn möglich – einen Teil der Schulden beim Patenonkel zurückzahlen, der immer da ist, uns so oft finanziell hilft, obwohl er selbst nicht so viel hat.
Es gibt für uns keinen anderen Weg als diesen Aufruf. Kein Geld vom Amt, keine Familie im Rücken, keine Rücklagen. Nur die Hoffnung, dass vielleicht Menschen da draußen verstehen, was so ein kleiner Urlaub bedeuten kann: Nicht Luxus. Sondern Überleben.
Wenn ihr uns helft, helft ihr nicht nur uns. Ihr schenkt Max eine unvergessliche Erinnerung, ihr schenkt Axel einen kleinen Funken Hoffnung, ihr schenkt mir das Gefühl, nicht allein zu sein. Und Amelie? Ihr schenkt ihr zehn Tage, in denen sie einfach nur geliebt wird – nicht untersucht, nicht behandelt, nicht als „die Behinderte Schwester“ angeschaut wird.
Jeder Euro zählt.
Danke, dass ihr uns zuhört. Und vielleicht ein Stück Hoffnung schenkt.
Von Herzen,
Melanie, Axel, Max und Amelie