Seit vielen Jahren begleite ich als Ergotherapeutin eine Klientin, die aufgrund frühster Gewalterfahrung unter einer PTBS und Dissoziativen Identitätsstörung leidet. Vor 8 Jahren wurde die Idee, dann die Entscheidung in einer Hilfeplankonferenz getroffen, dass ein Assistenzhund eine sinnvolle, unterstützende Anschaffung wäre, um ihr die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wieder zu ermöglichen und ihr in ihrer Wohnung die Sicherheit zu geben, dass sie durch einen speziell für ihre Bedürfnisse ausgebildeten Assistenzhund Hilfe zu jeder Tages- und Nachtzeit erfahren kann. Mit ihrem hart ersparten Geld konnte sie sich ihre Hündin kaufen. Für die Ausbildung des Hundes wurde das persönliche Budget über die Wiedereingliederungshilfe beantragt, so wie es in dem Hilfeplangespräch damals vorgeschlagen wurde. Diese lehnte den Antrag ab und leitete es an die Krankenkasse mit der Begründung, es handle sich um ein Hilfsmittel, weiter. So begann ein 8 jähriger Rechtsstreit über die Frage der Kostenübernahme!!!! Vor 3 Jahren erging vor dem Sozialgericht in Hannover das Urteil, dass die Krankenkasse aufkommen müsse. Diese legte Revision ein, und heute erging vor dem Landessozialgericht in Celle das Urteil, dass die Krankenkasse nicht dazu zu verurteilen ist. Nach 8 Jahren Kampf, unglaublichen psychischen Belastungen, steht meine Klientin heute vor dem Ergebnis, dass die potenziellen Kostenträger aus der Verantwortung sind, diese nicht zahlen müssen. Dank des Fonds in Berlin und einzelner Stiftungen, die meine Klientin vor 8 Jahren mobilisiert hatte, um ihr das Geld für die Ausbildung vorzustrecken, konnte sie ihre Hündin zur Assistenzhündin ausbilden. Sie hat sich den ganzen haarsträubenden Darstellungen und Begründungen der Nichtzuständigkeit beider potenzieller Kostenträger stets ausgeliefert und gestellt. Sie musste immer wieder ihre Lebensgeschichte aufwühlen, die maximal psychisch belastend für sie war und ist. Dank ihrer tollen Arbeit mit ihrer Assistenzhündin hat sie sich so positiv entwickeln können. Es gab keine Krankenhausaufenthalte mehr, sie begann Außenkontakte über andere Hundehalter zu knüpfen, kann mittlerweile alleine mit ihrer Assistenzhündin sich draußen aufhalten, einkaufen gehen, an öffentlichen Aktivitäten teilnehmen. Ihre Lebensqualität hat sooooo zugenommen. Ich möchte sie für ihr Durchhaltevermögen, ihre aufgebrachte Kraft, ihren Glauben an Gerechtigkeit belohnen und ihr ermöglichen, einen Traum umzusetzen: sie wünscht sich so sehr, ein Mal im Leben mit ihrer Hündin für 1 Woche ans Meer fahren zu können. Ihre Hündin ist mittlerweile 10 Jahre alt - also fast in Hunde-Teilzeitrente. Ich würde ihr so gerne zu Weihnachten ihren Wunsch erfüllen.
Daher bitte ich Sie herzlich um Spenden, damit sie diese wertvolle Auszeit erleben kann. Jede Unterstützung zählt und wird direkt dazu beitragen, ihr Wohlbefinden, ihre Sicherheit und ihre Lebensfreude weiter zu stärken.
Vielen Dank für Ihre Großzügigkeit und Ihr Vertrauen in ihr Durchhaltevermögen und ihre Gerechtigkeitsgeschichte.