Ich habe Antje und Detlef vor ca. 18 Monaten kennengelernt, ein Paar, das vom Schicksal schwer geprüft ist und deren Leben und ihr Umgang miteinander mich sehr beeindruckt hat. Dabei wechseln sich ungläubiges Staunen und grenzenlose Wut regelmäßig ab.
Antje hat seit einigen Jahren (2001) insgesamt 4 Krebserkrankungen und diverse Operationen überstanden. In dieser schweren Zeit, in der sie dem Tode manchmal näher war als dem Leben, stand Detlef fest und liebevoll an ihrer Seite, obwohl die beiden zu dieser Zeit noch nicht verheiratet waren.
Nach einem schweren Motorradunfall (insgesamt 11 Rippenbrüche), von dem er einigermaßen genesen war, erlitt Detlef dann 2018 einen Schlaganfall. Kaum davon erholt, folgte 2019 ein Herzinfarkt mit Herzstillstand und Wiederbelebung mit schwerwiegenden Folgen. Der lange Weg zurück ins Leben begann und Detlef wird seitdem aufopferungsvoll von seiner Frau gepflegt.
Leider haben die Beiden dann feststellen müssen, dass man mit Pflegestufe 5 in unserem Land so gut wie keine Aussicht auf Unterstützung hat, wenn man nicht gerade Heinz Hönig heißt. Bis heute ist es ein ständiger Kampf um Heil- und Hilfsmittel, Rehamaßnahmen und Physiotherapie, der sogar zu einem ganzseitigen Bericht in der BILD führte. Aktuell warten die Beiden auf einen neuen, etwas größeren Rollstuhl, da Detlef in dem Jetzigen nicht mehr längere Zeit sitzen kann und somit keine längeren Unternehmungen möglich sind. Von einem elektrischen Rollstuhl wollen wir noch gar nicht reden, warum aber vorab privat 450 € an den Hersteller überwiesen werden sollen, erklärt sich mir nicht. Privat wird auch ein Physiotherapeut bezahlt, der 2x monatlich mit Detlef draußen an einem Gehwagen trainiert. Kosten pro Training 150 €, somit sind auch nicht mehr als 2 Einheiten im Monat möglich um größere Fortschritte zu machen. Für größere Freizeitaktivitäten, die zu mehr Lebensqualität führen, sind eh keine finanziellen Mittel vorhanden.
Die Rücklagen sind demnächst aufgebraucht und wie es dann weitergeht, steht in den Sternen. Ich weiß auch nicht, welches Spendenziel ich hier angeben soll, wenn ich allerdings davon ausgehe, dass der Physiotherapeut einmal die Woche mit Detlef trainieren sollte (je Einheit 150 €) und ein Rollstuhl angeschafft werden sollte, der Antje ohne große körperliche Anstrengungen ermöglicht mit ihrem Mann Freizeitaktivitäten zu starten (wer weiß, wie lange sie ohne Hilfsmittel körperlich dazu noch in der Lage ist), dann hilft jeder Betrag – groß oder klein – den Beiden das Schicksal leichter zu ertragen und etwas Lebensfreude zurückzubringen. Detlef selbst hat das Ziel ausgegeben im Sommer möglichst lange bei Treffen durchzuhalten und im Rollstuhl sitzen zu können. Jeder Euro hilft dabei, ihn diesem Ziel näherzubringen und die Lebensqualität zu steigern. Auf Krankenkassen und Pflegeversicherung kann man dabei leider nicht zählen.
Ich würde den Beiden gerne helfen das Leben angenehmer zu gestalten, kann aber finanziell nur wenig unterstützen und bin dementsprechend für jede noch so kleine Spende dankbar, die an Detlef und Antje weitergeleitet wird. Sie wissen bisher von dieser Aktion nichts (für mich ist es auch die erste Erfahrung) und sollen überrascht werden.
Heiner Imbeck