Mein Name ist Vivien, ich bin 21 Jahre alt, und mein größter Traum ist es, Medizin in Südkorea zu studieren. Ich war bereits fünfmal dort und habe mich in das Land, die Kultur und die Menschen verliebt. Dieses Ziel gibt mir Kraft – es ist meine mentale Stütze.
Doch mein Weg bis hierhin war alles andere als einfach. Zwischen meinem 9. und 12. Lebensjahr wurde ich mehrfach von einer Person aus meinem Umfeld vergewaltigt. Diese traumatischen Erlebnisse haben mein Leben auf den Kopf gestellt. Ich fühlte mich wertlos, zerbrochen – bis zu dem Punkt, an dem ich keinen Ausweg mehr sah. Mit 16 wollte ich von einer Brücke springen. Doch bevor es zu spät war, kam ich in die Uniklinik und wurde stationär behandelt. Es war ein schwerer Weg, nicht nur für mich, sondern auch für meine Eltern, die hilflos zusehen mussten, wie ihre Tochter immer mehr zerbrach.
Mit 18 musste ich erneut in die Klinik, weil die Last der Vergangenheit mich wieder einholte. Ich konnte nicht mehr – weder mental noch körperlich. Wegen meiner psychischen Probleme musste ich ein Jahr in der Schule aussetzen, was mich zusätzlich zurückwarf. Meine Eltern hatten Angst, mich endgültig zu verlieren. Sie taten alles, was in ihrer Macht stand, um mir ein wenig Hoffnung zurückzugeben. Zu meinem 18. Geburtstag ermöglichten sie mir mit aller Kraft einen Urlaub in Südkorea. Es sollte nur eine Ablenkung sein, doch für mich wurde es ein Wendepunkt.
In Korea habe ich das Leben wieder lieben gelernt. Ich habe wundervolle Menschen kennengelernt, mich frei gefühlt – zum ersten Mal seit Jahren. Dieses Land hat mir eine neue Perspektive gegeben, eine Zukunft, die ich mir selbst kaum mehr vorstellen konnte.
Seitdem halte ich an meinem Traum fest: Ich will Medizin studieren – nicht nur für mich, sondern auch, um anderen Menschen zu helfen. Mein Ehrenamt beim Deutschen Roten Kreuz, das ich seit 15 Jahren mit Herzblut ausübe, hat mir gezeigt, dass Helfen meine Berufung ist. Ich bin Sanitäterin, und genau das hat meine Begeisterung für die Medizin entfacht.
Doch meine Familie kann mich finanziell nicht unterstützen. Meine Eltern und meine Schwester arbeiten hart, aber als Schlosser und Rettungssanitäter reicht es einfach nicht für ein Studium im Ausland. Ich selbst arbeite, seit ich 16 bin – in der Kinderbetreuung, bei McDonald’s und in der Industrie. Trotzdem bleibt mein Traum unerreichbar, wenn ich keine Unterstützung finde.
Um meinem Ziel näher zu kommen, werde ich ein Auslandsjahr in Pennsylvania über den internationalen Bundesfreiwilligendienst machen.Der von dem Bund bezahlt wird und das so ähnlich ist wie ein FSJ. Doch mein Herz schlägt für Südkorea. Ich weiß, dass mein Studium dort nicht nur mein Leben, sondern auch das vieler anderer Menschen verändern kann.
Deshalb bitte ich um deine Hilfe. Jeder Beitrag bringt mich meinem Traum näher – einem Studium, das mir nicht nur eine Zukunft gibt, sondern auch anderen Menschen Hoffnung schenken kann.🙏