Ihr da draußen! Ich hoffe, dass ihr viele seid, die über die Notlage dieses jungen Manns von der Atlantikküste hier lesen und auch auf eure Art und Weise betroffen seid, vielleicht ähnlich wie es mir seit etlichen Tagen geht. Ich kämpfe hier um diesen Mann.Seine Eltern gaben ihm im fernen Afrika den schönen Namen Theophilus, was so viel wie "GOTTES FREUND" oder "VON GOTT. GELIEBT " bedeutet. Er ist ein ausgesprochen gottesfürchtiger, gläubiger Mensch. Dennoch, oder wer weiß warum, was sein Gott mit ihm vor hat, ist er sehr sehr schwer erkrankt. Für mich ist er mein Intensiv-Lernpartner zum Lernen, Üben und Festigen der englischen Sprache. Wir haben uns auf Umwegen über eine community einer Sprachlernapp kennengelernt und tauschen uns über ein Jahr lang aus und erfreuen uns am gegenseitigen Zuwachs unserer Sprachkenntnisse, was schon fast zur täglichen Übung geworden ist. Umso beunruhigender war es für mich, als es eine totale Funkstille gab. Große, lang andauernde Internetschwankungen bin ich ja schon gewohnt gewesen, aber gar nichts? Nach zwei Tagen erfuhr ich mit schwacher Stimme, für kurze Zeit seine Kraft zusammennehmend, dass er sehr schwer an MALARIA erkrankt ist. Dass er sich kaum auf den Beinen halten kann, mehrfach ins Krankenhaus gefahren wurde um Injektionen zu erhalten und Medikamente kaufen musste, bzw. ersteinmal erhielt, um sich zu behandeln.. Ich hoffte so sehr für ihn, dass alles gut anschlägt und sein Zustand sich bessern möge. Mein Bangen um ihn war begründet. Ich hatte mich vorher mit Malaria nie beschäftigt und war also ganz blauäugig was diese Krankheit betraf. Die Lebensgefährlichkeit ist bis heute nicht von der Hand zu weisen. Es gibt ja auch verschiedene Erreger, die z.B. unterschiedliche Organe schädigen, undzwar immer dann wenn nicht, oder auch viel zu spät medikamentös behandelt wird. Also eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung. Und da setzt für so viele afrikanische Menschen natürlich ein Riesenproblem ein. In seiner Heimat ist der größte Teil der Bevölkerung sehr sehr arm, es herrscht eine wahnsinnige Inflation usw. und es mangelt an vielem, so auch an einem gut entwickelten Krankenversicherungssystem oder bezahlbarem Gesundheitssystem. Bezahlbar, ist gemeint, weil alle Kosten, zum Beispiel für Medikamente oder Behandlungen von privat getragen werden müssen. Der bittere Satz: " Wer nicht bezahlen kann, stirbt halt!" , vielleicht klingt er zunächst übertrieben, ist er aber leider in diesem Land nicht. Aber zurück zu Theophilus, unserem Freund Gottes, was hat das mit ihm zu tun? Was geschah denn weiter?! Wenige Tage später, ich wusste dass eine Besserung noch nicht eingetreten war, eher Verschlechterung, gab es wieder ein langes Bangen voller Ungewissheit. Der Grund war, dass er durch seine anhaltende schwere Schwächung nicht in der Lage war, eine Zweiterkrankung abzuwehren. Es kam Typhus hinzu, der auch unbedingt medikamentös behandelt werden muss und ebenso sehr bedrohlich ist. Vielleicht hört es sich jetzt schon komisch an, aber es gab tatsächlich ein drittes Mal als ich Tage so beunruhigt war und das Gefühl hatte, es ist etwas Schlimmes passiert. Die Bestätigung kam durch einen Videoanruf aus dem Zimmer des Krankenhauses, in das er als Notfall gebracht wurde. Zum Sprechen war er vor Schwäche gar nicht in der Lage. Zeigte mir mit dem Handy in zittrigen Händen alles drumherum, die Betten, den angeschlossenen Tropf, die Flaschen daneben, die die nächsten sein würden. Da musste er nichts mehr sagen, der Ernst der Lage ist klar.Heute war der erste Tag an dem er in der Lage war, wenn auch nur ganz kurz, mir zu schreiben, dass es ein kleines bisschen geht. Und so wird er doch hoffentlich ausgeheilt das Krankenhaus bald wieder verlassen können und sich zu Hause weiter kurieren müssen. EIGENTLICH ein Grund zur Freude. Doch leider nicht so wie wünschenswert , für den jungen Mann. Denn ihn plagt die Sorge wie er die Medikamente, die Behandlungen und den Aufenthalt im Krankenhaus bezahlen soll. Am Entlassungstag muss er bezahlen können. Da er jetzt schon eine Zeit nicht mehr arbeiten konnte ist sowieso die Grundlage für den Lebensunterhalt sehr stark eingeschränkt. In dieser Situation bat er mich um Hilfe. Da ich aus meinem geringen Einkommen heraus nur minimal und vor allem nicht so schnell helfen kann, bitte ich euch FÜR. THEOPHILUS einen Beitrag zu spenden, sei er noch so klein, es wird so dankbar und demütig empfangen werden. Theophilus könnte weiter Medikamente einnehmen und sich vor Folgeschäden schützen, die eintreten können, wenn er nicht vollständig auskuriert wird. Ich wünsche mir so sehr, dass er wieder ganz gesund mit mir weiter lernen könnte. Sein English ist phantastisch, er ist klug, hatte eine sehr gute Schulbildung genossen, da es seinen mittlerweile sehr alten Eltern sehr wichtig war ihm das zu ermöglichen. Jetzt liegt er ausgeliefert im Krankenhaus, obwohl er es eigentlich ist, der sich wünschte anderen zu helfen. Seine ganzen Anstrengungen zielen darauf ab, nach Deutschland kommen zu können um eine Ausbildung im gesundheitlichen Bereich abzuschließen und sich mit seiner Arbeit in unserem Land fleißig einzubringen. Bitte helft, dass Theophilus wieder richtig gesund wird und er weiter seinen Lebenstraum verwirklichen kann. Mir fällt aus tiefstem Herzen ein, wie schön es wäre EINEM FREUND GOTTES geholfen zu haben und ihn unter uns zu erwarten, auch wenn es Zukunftsmusik ist! ( jedoch wohl die schönste Melodie zum Gesundwerden und Kraftschöpfen. Vielen vielen Dank, auch fürs Durchhalten einen so langen Antrag zu lesen. Es ist das Bangen, das Ringen nach einer Lösung und die Sorge um einen liebevollen Menschen, was mich dazu bringt so weit auszuholen, im Hoffen euch zu gewinnen. So ergriffen wie ich von dem Schicksal bin, sind kurze konzentrierte Texte nicht meine Sache.
Ich versichere euch der unendlichen Dankbarkeit und Demut! GOD BLESS YOU!!
Pauline S.