Hallo zusammen,
unser schokobrauner Labrador Ede ist seit nun 11 Jahren das schmusigste Mitglied in der Familie, der für alle gleichermaßen mit seiner Zuneigung da ist. Als Therapiehund ausgebildet begleitete er sein erstes Herrchen liebevoll auf seinem letzten Weg und hat seinem Frauchen und den Kindern mit seiner ruhigen Art viel Kraft geschenkt. In der Sterbebegleitung hat er mit genau diesen Eigenschaften auch weiteren Menschen eine schöne Zeit gegeben.
Sein Frauchen hat er durch eine Krebserkrankung begleitet und man möchte es neben den Ärzten auch ihm zusprechen, dass die Krankheit besiegt wurde. So ist er durch dick und dünn mit der Familie gegangen, während er immer gesund und munter blieb.
Vor kurzem änderte sich dies aber schlagartig. Erste hatte er nur Durchfall, wie es hin und wieder mal vorkommt und wir versuchten diesen wie sonst auch mit Schonkost in den Griff zu bekommen. Das schien auch erst zu gelingen, aber zwei Tage später rührte er sein Futter nicht mehr an, begann zu spucken und trank wie ein Loch. Wir fuhren direkt zum Tierarzt, der zum Glück an jenem Samstag noch Sprechstunde hatte. Dieser stellte neben seiner Schlappheit auch eine Unregelmäßigkeit des Herzschlages fest. Er riet uns direkt zur nächstgelegenen Tierklinik zu fahren, die über einen 24-Stunden-Notdienst verfügte.
Gesagt, getan. In der Tierklinik wurde der geschwächte Ede erst einmal geröntgt, ein großes Blutbild erstellt und ein Ultraschall durchgeführt. Anschließend bekam er eine Infusion und Kontrastmittel und es wurde ein weiteres Mal geröntgt. Da auch dort die Unregelmäßigkeit des Herzschlages festgestellt wurde, wurde zusätzlich ein Herz-Ultraschall vollzogen.
Ede war mittlerweile so erledigt, dass er nur noch mit einem Rollwagen von Raum zu Raum transportiert werden konnte. Die Ergebnisse aus der Blutuntersuchung waren nicht eindeutig, aber aufgrund der übrigen Symptome bestand der Verdacht, dass er sich vergiftet hatte. Um ihn besser beobachten und im Notfall schneller reagieren zu können, wurde festgelegt, dass Ede die Nacht in der Tierklinik verbringen sollte. Mit Sorge um Ede ließen wir die Profis machen und stimmten schweren Herzens zu. Insbesondere, da der große Braune sonst immer ganz nah bei uns übernachtet, aber wir sahen auch keine sinnvolle Alternative.
Am nächsten Tag wurden das Röntgen und das große Blutbild wiederholt, um mögliche Veränderungen festzustellen. Zum Glück gab es keine Unregelmäßigkeiten aus den Nachuntersuchungen und so bekamen wir gegen Abend endlich den erlösenden Anruf, dass Ede wieder nach Hause darf.
Als wir ihn abholten, begrüßte er uns freudig und wir erhielten neben dem genesenen Ede, der wohl doch nur einen Magen-Darm-Infekt hatte, auch die Vorankündigung, dass die Rechnung für die Aufwendungen der letzten 24 Stunden ca. 3.500 Euro betragen wird.
Das war letzten Sonntag und seitdem sind wir froh, dass die Rechnung noch nicht eingetroffen ist, da wir alleine diesen Betrag nicht stemmen können.
Mit jeder kleinen und großen Spende, mit der Ihr uns unterstützt, nehmt ihr uns den Druck von den Schultern.
Vielen Lieben Dank von Ede und uns