Schwenkers Traum von Malle“
Alle nannten ihn nur „Schwenker“.
Nicht weil er komisch lief,
sondern weil er am Grill stand wie ein König.
Wenn Tim den Schwenker aufbaute, roch das ganze Viertel nach Sommer.
Doch diesen Frühling roch es anders.
Still.
Leer.
Wie sein Konto.
Tim – der Schwenker – hatte einen Traum:
Einmal mit seinen Jungs nach Mallorca.
Nur eine Woche.
Nur Sonne, Bier und Lachen.
Mehr wollte er gar nicht.
Die Jungs waren sofort dabei.
„Ey Schwenker, dieses Jahr machen wir’s! Ballermann ruft!“
Er grinste, nickte, hob die Faust.
Doch innerlich spürte er es schon:
Er würde es sich nicht leisten können.
Der Job in der Werkstatt war auf Teilzeit gekürzt worden.
Miete fraß fast alles.
Vom Schwenken allein konnte er nicht leben.
Und Malle? Malle rückte jeden Tag ein Stück weiter weg.
Abends saß er in seinem kleinen Zimmer.
Bier warm. Kopf voll.
Er starrte auf den Gruppennamen im Chat:
„Malle mit Schwenker 2025“
Ironie.
Alle wollten ihn dabei haben –
aber niemand wusste,
dass Schwenker selbst nicht wusste, wie.
Er schrieb:
„Muss gucken, ob’s klappt…“