Vor kurzem wurde bei mir eine chronische u. schmerzhafte Erkrankung diagnostiziert, das Lipödem. Der Verlauf ist individuell aber immer progredient, d.h. fortschreitend und nicht umkehrbar.
Symptome bei einer chronischen Fettverteilungsstörung sind:
- Ungleiche Körperproportionen
- Blaue Flecken treten schnell und leicht auf
- Berührungsempfindlichkeit: Berührungs- und Druckschmerz
- Anzeichen der Haut: Spannungsgefühl, wellige Haut mit Knötchenbildung unter der Hautschicht
- Symmetrische Volumenzunahme: relativ spontane "unerklärliche" Zunahme z.B. an beiden Beinen
Es ist kein"angefressenes Fett", sondern sind entartete Fettzellen, die auch bei Diäten bestehen bleiben. Es passiert gar nicht so selten, dass Betroffene in die Magersucht rutschen, sich aber nur der Oberkörper optisch verändert und der Unterkörper massig bleibt. Durch regelmäßige Manuelle Lymphdrainage, intensive Hautpflege, Bewegung und ganzjährigem Tragen von Flachstrickkompression (16/7) kann der Verlauf etwas gehemmt werden, aber all diese Maßnahmen fordern viel Zeit und extremes Selbstmanagement. Und natürlich macht diese Erkrankung sehr viel mit der Psyche, da sie so viele Bereiche des Lebens beeinflusst! Wenn ich mir also ein Leben mit fortschreitenden Schmerzen, vielen Schmerzmitteln, zunehmender Fettleibigkeit, Unbeweglichkeit, Ängsten, Isolation, Ausgrenzung, körperlichen Folgeschäden, Arbeitsunfähigkeit etc. nicht vorstellen kann und will, gibt es nur noch eine OP als Ausweg. Meist werden mehrere Eingriffe benötigt, da der Körper zu große Fettverluste nicht verträgt.
Der gemeinsame Bundesausschuss hat eine laufende Studie beauftragt für den Nutzen der Liposuktion als Kassenleistung. Z.Zt. übernimmt die Krankenkasse die Eingriffe erst im letzten Stadium. Da bin ich noch nicht und will es auch nie sein. Hierbei habe ich eine Option und will sie nutzen. Allerdings entstehen enorme Kosten, ich hoffe daher auf Unterstützung der Menge und freue mich über jede Spende.
Danke vorab,
Simone