Hallo an alle lieben Unterstützerinnen und Unterstützer,
es fällt mir unendlich schwer, diesen Schritt zu gehen und öffentlich um Hilfe zu bitten. Als Pflegekraft bin ich es gewohnt, diejenige zu sein, die stark ist, die anpackt und die für andere da ist. Doch heute stehe ich an einem Punkt, an dem ich es alleine nicht mehr schaffe. Ich muss lernen, selbst um Hilfe zu bitten.
Mein Name ist Lea, ich bin 27 Jahre alt und arbeite mit ganzem Herzen in der Altenpflege. Ich liebe meinen Beruf und die Menschen, die ich täglich begleiten darf. Doch genau dieser Alltag, der meine Erfüllung ist, bricht mir gesundheitlich gerade das Genick.
Ich leide an einem chronischen Lymph- und Lipödem im Stadium 2.
Wenn das Leben schrumpft: Alltag unter Dauerschmerz
Ein Lipödem ist keine Frage des Gewichts oder der Disziplin – es ist eine fortschreitende, unheilbare Gewebeerkrankung, die massive Schmerzen verursacht. Seit langer Zeit mache ich diszipliniert alle konservativen Therapien, trage flachgestrickte Kompressionskleidung und gehe zur Lymphdrainage. Doch die bittere Realität ist: Die Therapien bringen leider überhaupt nichts. Es wird trotzdem von Woche zu Woche schlimmer.
Ein aktueller Termin am 15.07. in der LipoClinic in Mülheim hat mir nun traurige Gewissheit gegeben: Das Lipödem wurde dort nun auch offiziell in den Armen festgestellt. Die Erkrankung betrifft mittlerweile also meinen gesamten Körper.
Mein Arbeitsalltag in der Pflege ist körperlich extrem hart. Das stundenlange Stehen, Gehen und Heben ist ohne starke Schmerzmittel schon lange nicht mehr zu bewältigen. Doch der Horror hört nach der Arbeit nicht auf. Schon ganz alltägliche Dinge wie Treppensteigen oder das Laufen an einer Steigung kosten mich unfassbare Überwindung und Kraft.
Diese Krankheit raubt mir nicht nur die Kraft für den Beruf, sondern nimmt mir auch Stück für Stück mein ganzes Leben. Ich habe lange Zeit leidenschaftlich Kampfsport gemacht – ein wichtiger Ausgleich für mich, den ich komplett aufgeben musste, weil mein Körper es einfach nicht mehr zulässt.
Auch mein Sozialleben leidet massiv: Ich muss unendlich viele Freizeitaktivitäten und Verabredungen mit Freunden absagen, weil die Schmerzen und die Erschöpfung am Ende des Tages unerträglich sind.
Nach dem Feierabend bleibt mir oft nur noch das Hochlegen der Beine und ein brennender, schwerer Druckschmerz in den Beinen und Armen.
Die Operationen: Meine einzige Chance
Die einzige Möglichkeit, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, das krankhafte Gewebe dauerhaft zu entfernen und die Schmerzen zu stoppen, ist eine operative Liposuktion. Diese Eingriffe sind für mich kein kosmetischer Wunsch, sondern eine absolute medizinische Notwendigkeit, um meinen Beruf überhaupt weiter ausüben und wieder am Leben teilhaben zu können.
Die Untersuchung in Mülheim hat gezeigt, wie ausgeprägt der Befund ist: Ich benötige insgesamt 4 Operationen, um sowohl meine Beine als auch meine Arme von dem krankhaften Gewebe zu befreien. Jede einzelne dieser Operationen ist zwingend notwendig – es gibt leider keinen anderen Weg, um die Schmerzen dauerhaft zu stoppen.
Und hier liegt das große Problem: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten im Stadium 2 in der Regel nicht. Ich muss die enormen Operationskosten für alle vier Eingriffe komplett selbst tragen. Als junge Pflegekraft ist es mir schlichtweg unmöglich, diese Summe allein anzusparen – erst recht nicht in der Geschwindigkeit, in der die Krankheit fortschreitet.
Warum ich eure Hilfe brauche
Mit diesen Operationen bekomme ich nicht nur meinen Körper und ein schmerzfreies Leben zurück, sondern auch meine Zukunft. Ich möchte wieder ohne Tränen Treppen steigen, mich frei bewegen und noch sehr viele Jahre für die Menschen da sein können, die meine Pflege brauchen. Aber dafür muss ich jetzt zuerst gesund werden.
Ich danke jedem Einzelnen von euch von ganzem Herzen. Jedes Teilen dieses Beitrags und jeder noch so kleine Euro bringt mich einem normalen, schmerzfreien Leben ein Stück näher.
Vielen Dank für eure Empathie, eure Unterstützung und eure Menschlichkeit!
In tiefer Dankbarkeit,
Lea