Lucky's Geschichte
Lucky's Leben begann ziemlich holprig, als er mit ca. 6 Wochen auf einem einsamen Feldweg in den Bergen Nordmazedoniens ausgesetzt wurde. Wie lange er es dort ganz alleine aushalten musste, wissen wir nicht, aber er war ziemlich zerzaust und wackelig auf den Beinen.
Gefunden hat ihn mein Freund Philipp, der zusammen mit zwei weiteren Freunden auf einer langen Fahrradreise durch die Gegend war. Zum Glück bemerkte er im Vorbeifahren, wie das kleine Wollknäuel sich erschrak und quietschend im Gebüsch verschwand.
Aufgrund seines jungen Alters und schlechten Zustands war schnell klar, dass Lucky alleine nicht überleben konnte. Spätestens als er sich zwischen Philipp's Füßen zusammenrollte und einschlief war klar, dass man den kleinen Mann nicht einfach zurücklassen kann.
Lokale Hilfe zu organisieren war deutlich schwerer als gedacht, denn Lucky hat durch eine angeborene Fehlbildung an seiner linken Vorderpfote eine leichte Gehbehinderung, mit der er seinen Alltag meistern muss. Die kontaktierten Hilfsorganisationen hatten weder Platz noch finanzielle Mittel um sich um ihn zu kümmern.
Lucky wäre aber nicht Lucky, wenn er nicht seinem Namen alle Ehre machen würde und per Zufall wurden seine Retter mit Lucky im Gepäck von einer Dame angesprochen, die eine private Tierschützerin namens Neli kannte, die sich um lokale Findlinge kümmert.
Eigentlich hatte Neli mit 13 Hunden, um die sie sich in einigen von ihr angemieteten Gärten kümmert, keinen Platz mehr, aber zum Glück hat sie Lucky dann doch noch aufgenommen. Die Vorraussetzung war aber, dass Lucky nur bis zum Ende des Sommers bleiben konnte. Im Herbst wird es zu kalt in den Gärten und sie muss alle Hunde zu sich ins Haus nehmen. Unter der Vorraussetzung, dass sich bis dahin ein Zuhause für Lucky findet, erklärte sie sich bereit, sich um die nötigen Impfungen und Dokumente zu kümmern.
Lucky's Weg in ein neues Zuhause
Nun gestaltete sich die Suche nach einem Zuhause für Lucky leider schwieriger, da es nicht soooo viele Menschen gibt, die sich bereit erklären einen Hirtenhund-Mischlings-Welpen mit Körperbehinderung und unbekanntem Charakter und Endgröße bei sich aufzunehmen.
Ich nahm Lucky mit Philipp's Hilfe als "Pflegestelle" auf, während wir uns weiter umhörten und versuchten, ein passendes Zuhause für ihn zu finden: Ländlich, ruhig, wenig Besuch, mit großem umzäunten Grundstück, was man sich halt so wünscht für einen Hund mit Herdenschutz-Genetik.
Lucky hingegen begann schon nach kurzer Zeit seinen eigenen kleinen Plan zu schmieden, und zwar wie er uns wohl doch noch überzeugen könnte, dass das Leben in einer Haus-WG in der Vorstadt für ihn auch ganz gut passt und er all seine Hunde- und Menschenfreunde hier auch so wahnsinnig lieb hat, dass er eigentlich garnicht mehr weg will.
Da Lucky bekanntermaßen eine Menge Glück im Leben hat, ging sein Plan natürlich auf.
Darum geht's hier:
Nun zum eigentlichen Punkt: Lucky benutzt seine fehlgewachsene Pfote schon immer auf weichem Grund mit. Wir haben ihm von Anfang an kleine Schienen und Stützverbände gebastelt, so dass er mehr oder weniger bequem auf 4 Pfoten laufen konnte und Lucky hat es von Beginn an geliebt. Leider muss man für diese Schienen seine fehlgewachsene Pfote mit "einbinden" und das drückt natürlich. Je größer und schwerer er wurde, desto schwieriger wurde es, ihn vor Druckstellen zu bewahren. Es war schnell klar, dass er wenn er ausgewachsen ist eine richtige Prothese braucht.
Zur Zeit läuft er auf hartem Untergrund auf 3 Beinen, und das ist sowohl sehr anstrengend für ihn als auch enorm belastend für seine restlichen Gelenke und den gesamten Bewegungsapparat. An warmen Tagen braucht er oft alle paar Meter eine Pause.
Ich würde mir für Lucky nichts mehr wünschen, als endlich wie andere Hunde neben uns durchs Leben gehen zu können und nach Herzenslust mit seinen Freunden im Park spielen zu können, ohne andauernd abgehängt zu werden. Oft muss er Zuhause bleiben wenn wir unterwegs sind, weil ihm selbst kurze Fußwege zu weit sind, obwohl er doch so gerne mitkommen könnte.
Kostenkalkulation
Da ich zur Zeit noch Studentin bin und Philipp in beruflicher Weiterbildung, sind die Kosten hierfür für uns alleine schwer zu stemmen. Wir sind also dankbar für jede Spende, egal wie hoch die Summe ist!
Das Spendenziel habe ich folgendermaßen überschlagen:
- Prothese zur Erstversorgung: 400 Euro
- Entgültige Prothese: 600 Euro
- Physiotherapie: 500 Euro
Abzüglich bereits gesammelter Spenden: 800 Euro
Insgesamt benötigen wir also noch ca. 700 Euro
Jeglicher Überschuss an Spenden nachdem die Kosten für alles festliegen wird gespendet werden an:
- Neli und ihre Findlings-Hunde in Bitola, Nord-Mazedonien.
- Larissa Wenner, meine Tierorthopädie-Technikerin, die sich neben ihrer Selbstständigkeit ehrenamtlich im eigenen Garten um kranke und verletzte Tauben kümmert und diese bis zur "Auswilderung" begleitet.