Hallo, ich bin 19 Jahre alt und wurde Opfer eines Online‑Betrugs. Am 15.09.2025 habe ich 1.250 € für eine Grafikkarte überwiesen – Geld, für das ich lange gespart hatte. Der Verkäufer verschwand mit dem Betrag.
Die Kommunikation lief nach dem ersten Kontakt fast vollständig über WhatsApp weiter. Erst neulich habe ich herausgefunden, dass der Betrüger tatsächlich über mehrere gehackte Kleinanzeigen‑Profile aktiv ist. Die Anzeigen hatten fast wortgleiche Beschreibungen – genau das hat mich stutzig gemacht und erkennen lassen, dass es sich immer wieder um denselben Täter handeln könnte. Zusätzlich schickte er mir sogar einen Personalausweis als angeblichen „Datenabgleich“ zur Rechnung – dieser stellte sich später als gestohlen heraus.
Als ich nachfragte, kamen immer neue Ausreden:
• Mein Geld sei angeblich „nicht angekommen“ und würde automatisch zurücküberwiesen. • Er schrieb sogar, dass es vielleicht daran liege, dass meine Bank die Zahlung am Wochenende noch nicht bearbeitet habe. Da es sich aber um eine Echtzeitüberweisung handelte, war diese Ausrede völlig unglaubwürdig – das Geld war längst auf seinem Konto. • Ich solle noch einmal 50 % des Kaufpreises überweisen, damit die Grafikkarte sofort verschickt wird. • Wegen eines angeblichen Einzahlungslimits schickte er mir weitere Kontonummern. • Schließlich sprach er von einer „Rückabwicklung“, die angeblich schon laufe – aber natürlich kam nie etwas zurück.
Später, als ich wegen meiner wachsenden Zweifel noch einmal nach zusätzlichen Bildern gefragt habe, begann er immer mehr zu verzögern: erst hieß es „sobald ich zuhause bin“, dann „gleich später“. Schließlich kam die Ausrede, dass die angebliche Verkäuferin im Krankenhaus liege und ein Bekannter gerade ihr Handy benutze. Kurz darauf wurde ich auf meinem eigenen Handy blockiert. Als ich ihn dann über ein anderes Handy erneut anschrieb, bekam ich die Nachricht, dass „permanente eingehende Nachrichten unpassend“ seien.
Über eine andere Person haben wir schließlich bestätigt, dass es tatsächlich derselbe Betrüger wieder ist. Diese Person hat ihn extra angeschrieben, um es zu überprüfen – und dann kam die Überraschung: auf der neuen Rechnung stand derselbe Name wie bei mir, nur mit einer anderen Adresse.
Zusätzlich habe ich den Namen aus dem Personalausweis bei Facebook eingegeben. Dort habe ich die echte Frau gefunden – sie bestätigte mir, dass ihr Ausweis gestohlen wurde und sie ihn verloren hatte. Damit war endgültig klar, dass ihre Identität missbraucht wurde und es sich um Betrug handelt.
Ich habe Anzeige bei der Polizei erstattet und alle Beweise gesichert. Trotzdem ist mein gesamtes Erspartes weg – Geld, das für mich in meiner Situation sehr wichtig war.
Wofür die Spenden verwendet werden
Jede Spende hilft mir, diesen Verlust auszugleichen und wieder auf die Beine zu kommen.
Vielen Dank an alle, die mich unterstützen – sei es mit einer Spende oder indem ihr meine Geschichte teilt.