Jeder Euro zählt!
Status Quo:
Das Cannabisgesetz ist erst einige Wochen alt, und schon sehen wir die gesellschaftlichen und politischen Probleme, dessen Ursprung sich jedoch nicht aus dem Cannabisgesetz als Solches, sondern insbesondere aus der jahrzehntenlang gepredigten Verbotspolitik ableiten lässt. Noch immer bedient sich die bayerische Politik an Phrasen wie "Keine Macht den Drogen", noch immer ist aus der Gesellschaft Sätze wie "Weg mit der Einstiegsdroge" zu hören, noch immer werden Cannabiskonsumenten und Konsumentinnen gesetzlich ausgegrenzt, auch wenn das Cannabisgesetz im Vergleich zum Betäubungsmittelgesetz ein Meilenstein ist. Insbesondere Bayern versucht mit allen Mitteln, Cannabiskonsumenten und Konsumentinnen zu verfolgen, dafür setzt Bayern eine Menge Energie, Personal und vorallem Steuergelder ein. Allein die Cannabis-Kontrolleinheit ist ein Millionenprojekt, wie die bayerische Gesundheitsministerin Fr. Judith Gerlach MdL verlauten ließ. Keine 2 Monate nach Inkrafttreten des Cannabisgesetzes geht Bayern wieder einen eigenen Weg, zum Beispiel mit eigene Gesetze, wie dem "Bayerischen Cannabisfolgenbegrenzungsgesetz", welches aktuell im Landtag erarbeitet und weiter die unnötige Stigmatisierung durchsetzen wird, sofern das Gesetz durchgeht, wovon aktuell auszugehen ist. Als stärkste bayerische Partei bekommt die CSU für derartige Aktionen nämlich einiges an Zustimmung aus der CSU Wählerschaft. Woran das liegt?
Die Ursache:
Die größte Ursache für die große gesellschaftliche Zustimmung der CSU Verbotspolitik, ist die Desinformation. Der Glaube, Cannabis sei was teuflisches. Der Glaube, Cannabis sei eine Droge, die sich irgendwo zwischen Meth, Heroin und Crack einreiht. Allerdings auch der Glaube, mit Verbote wird der Konsum reduziert und der Glaube, Verbote sorgen dafür, dass es für Konsumenten, Konsumentinnen und Gesellschaft sicherer wird. All diese Glauben sind erwiesenermaßen IRRGLAUBEN! Ja, Cannabis ist kein Brokkoli. In der Tat hat es gute Gründe, warum Minderjährige die Finger von lassen sollen, warum der Konsum von Cannabis nichts für jeden ist und warum Prävention und Gesundheitsschutz im Bezug auf Cannabiskonsum wichtig sind. Cannabis ist jedoch keine Nuklearwaffe, einige Lebensmitteln sind schädlicher als Cannabis, man denke nur an Zucker. Würde die CSU deswegen Schokobons und Nutella verbieten? Wohl kaum, obwohl gezielt Kinder angesprochen und in eine Zuckersucht getrieben werden, obwohl hier diverse Langzeitschäden verursacht werden und nicht umsonst Adipositas und Diabetes mellitus Typ 2 zu den Volkskrankheiten schlecht hin gehören. Vielmehr setzt man hier auf Aufklärung und Eigenverantwortung. Man denke an Bier, eine Droge, die von der CSU gerne beworben wird. Jährlich sterben allein in Deutschland Personen im hohen 2 stelligen Tausenderbereich, nur aufgrund der Folgen von Alkoholkonsum. Würde sich die bayerische Regierung für ein Abgabeverbot von alkoholischen Getränken wie Bier für Minderjährige einsetzen und den Ausschank von alkoholischen Getränken in Wirtshäuser verbieten? Wohl kaum, immerhin ist Bier nicht nur ein bayerisches Kulturgut, sondern auch offiziell als Grundnahrungsmittel deklariert. Man denke an Tabak: Würde man eine Allgemeinverfügung erlassen, welche den Tabakkonsum auf Volksfesten verbietet, da Minderjährige den Rauch einatmen könnten? Mir ist derartiges zumindest nicht bekannt.. Bei Cannabis allerdings wird rein aus ideologischen Gründen, also fernab der wissenschaftlichen Evidenz aus Bayern Sachen auf den Weg gebracht, die Cannabiskonsumenten und Konsumentinnen entgegen zu Zucker, Kaffee, Bier oder Tabakkonsumenten und Konsumentinnen maßgeblich stigmatisieren und oft mit populistische Phrasen an die Wählerschaft "verkauft" werden. So zeichnet die CSU (genauso wie die CDU und AfD) bewusst ein Bild der Gefahr, ein Bild von Christiane F., ein Bild von Untergangsszenarien, wenn es um Cannabis geht. "Wir werden bei uns keine Drogen dulden!", heißt es oft, mit der Maßkrug in der Hand. Cannabis ist an sich allerdings weder eine Einstiegsdroge, noch geht eine nennenswerte Gefahr der tödlichen Überdosierung von Cannabis aus.
Lösungsansatz:
Ein Herrn Söder oder eine Frau Gerlach überzeugen, dass ihre Politik schon lange gescheitert ist, da es mit dem Cannabisverbot weder sicherer wurde, noch der Konsum zurück gegangen ist? Ein Ding der Unmöglichkeit..
Die Gesellschaft gezielt ansprechen und auf die Missstände der bayerischen Cannabispolitik hinweisen, dabei anstatt auf populistische Phrasen, sich an evidenzbasierte Fakten orientieren? Schon besser!
Durch größer organisierte Aktionen an der Teilhabe der öffentlichen Meinungsbildung mitwirken, der Gesellschaft zeigen, dass Cannabiskonsumenten und Konsumentinnen an sich keine sonderliche Gefahr darstellen und, dass Konsumentinnen und Konsumenten sich sogar kulturell einbringen können? Perfekt!
O'baud is!
O'baud is!, ein bewusst an dem Slogan der Bierkultur "O'zapft is!" angelehnter, leicht provokativ ausgerichteter Name.
Konzept:
O'baud is!-Veranstaltungen dienen der Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung zur Cannabislegalisierung und Cannabiskonsum. Rechtlich gesehen, handelt es sich hierbei um geschützte Versammlungen nach dem bayerischen Versammlungsgesetz (BayVersG) und Artikel 8 des Grundgesetzes (GG).
Die nun geplante Aktion "O'baud is! - Es bewegt sich", soll eine größer organisierte Veranstaltung werden, mit den ein oder anderen bekannten Redner und Künstler, mit eine ordentlichen Bühne, mit ordentliche Technik, mit Finanzierung der Anreise und Unterbringung weit angereiste Redner, Rednerinnen und Künstler und dafür dann auch mit ordentliche Reichweite.
Ziel ist, die Rottaler Bevölkerung zum einen über die desaströse Cannabispolitik der CSU aufzuklären, Ängste zu nehmen, Mythen aufzuklären und letzten Endes gemeinsam gegen den Prohibitionsirrsinn der bayerischen CSU zu kämpfen.
Die Aktion wird sich auch für einsetzen, dass Rottal-Inn, bzw. einer der Städte von Rottal-Inn sich als Säule 2 Modellregion bewirbt.
All dies kostet Geld und ist ein immenser Zeitaufwand. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich spendenbasiert, was bedeutet: Um so mehr Spenden, um so größer kann die Aktion geplant werden, eine mehrtägige Aktion in verschiedenen Städten und Gemeinden von Rottal-Inn ist per se nicht ausgeschlossen.
Für Unternehmen-Sponsoring bin ich grundsätzlich offen. Sollte die Veranstaltung z.B. aus Gründen mangelnder Finanzierung nicht stattfinden können, werden Spender wieder ausgezahlt.
Hanfige Grüße
Ortwin Salzmann, verantwortlich als Veranstalter und Versammlungsleiter.