Von jetzt auf gleich heimatlos ...
So erging es meinen Hunden und mir 2,5 Wochen vor Cubas Geburtstermin.
Plötzliche Trennung , sofortiger Auszug aus dem Haus und die verzweifelte Frage:wohin jetzt nur??? sind eine denkbar schlechte Kombination für zwei 2 Hündinnen , eine davon tragend, und ihr Frauchen .
Von jetzt auf gleich standen wir vor dem so-gut-wie-nichts . Nicht nur, dass wir keine Bleibe mehr hatten , sämtliches Equipment das man für die Welpenaufzucht benötigt , war zwar vorhanden , stand durch die Trennung aber nicht mehr zur Verfügung. Waschmaschine , Trockner, zig Utensilien für die Geburt , Welpenspielzeug usw mussten neu angeschafft werden . Zum Glück zum größten Teil gebraucht , trotzdem reduzierten die Anschaffungskosten empfindlich mein zurückgelegtes Budget.
Schon nach einigen Tagen fand sich durch die Hilfe vieler lieber Menschen eine schöne Wohnung für uns , wo die Welpen vernünftig aufwachsen können . Jetzt kam noch die Miete dazu . Wir zogen ein und fühlten uns schnell heimisch und konnten etwas zur Ruhe kommen .
Allerdings gab es dann Komplikationen bei der Geburt . Die ersten Welpen sind noch auf natürlichem Wege gekommen ,doch dann ging es lange nicht mehr weiter und ich bin mit Cuba zu unserem Tierarzt gefahren . Der schickte uns umgehend in die Tierklinik , wo weitere Untersuchungen gemacht wurden . Ein Welpe versperrte unglücklich den Geburtskanal, ohne Kaiserschnitt hatten Cuba und die ungeborenen Welpen keine Chance.
Leider war dieser Welpe schon tot und der andere war durch die Narkose sehr mitgenommen. Gegen 24 .00 bekam ich ihn in meine Hand , schön mollig mit einem Wärmekissen eingepackt . Immer wieder habe ich ihn abgerubbelt um den Kreislauf in Schwung zu bringen , aber nichts half . Schon ziemlich kalt und und schlaff lag er in meiner Hand und wollte einfach nicht wach werden .
Aber aufgeben zählt ja bekanntlich nicht , ich wickelte ihn mit einem seiner Brüder in ein Handtuch und legte alle in ihren Korb . Cuba war zum Glück auch wieder fit und wir konnten wieder nach Hause .
Zuhause ging es unter die Wärmelampe und er wurde mit Ziegenmilch aus der Spritze gefüttert . Und siehe da , langsam kehrten seine Lebensgeister zurück. Heute sind die Welpen 4 Tage alt und mein Sorgenkind ist genauso stark und vital wie seine Brüder . Der erste an der Milchbar und der lauteste wenn es nicht schnell genug geht 😂. Dieser Wurf ist mein A-wurf und ich finde mein Kleeblatt so wundervoll und entzückend und kann mich gar nicht satt sehen an ihnen .
Cuba hat sich sehr gut vom KS erholt und ist eine fürsorgliche und instinktsichere Mutter, nicht immer selbstverständlich für Hündinnen mit dem ersten Wurf .
Eigentlich müsste ich glücklich und zufrieden sein, wenn es diese verfluchten Kosten für den KS nicht geben würde . Ein Teil ist schon bezahlt, aber der größte Teil ist noch offen und ich kann die Kosten nicht alleine wuppen . Ich bin für jede noch so kleine Hilfe und Unterstützung dankbar und wünsche mir , dass der ein oder andere Betrag gespendet wird .