Hallo Ihr da draußen im glücklichen Leben.
Ich hätte nie geglaubt, einmal in dieser Situation um Hilfe zu bitten. Seit nun über 14.700 Tage leide ich unter zunehmenden Schmerzen am Trigeminusnerv auf der gesamten rechten Kopfhälfte, verstärkt durch starke Kiefergelenkschmerzen.
Ich hatte einen Traumjob in der Fischereiforschung in einem gemeinnützigen Verein. Habe nicht viel verdient, aber ich hatte eine Arbeit, die ich auch in meiner Freizeit gemacht hätte. Problem war eben nur, dass ich keine großen Rücklagen für die Rente machen konnte. Mein Plan war, mit Eintritt in die Rente 2021 nebenberuflich in diesen Job weiterzuarbeiten. Doch ein böser Weißer Hautkrebstumor im Gesicht, der sich an den Nervensträngen ausbreitet, machte mir einen Strich durch die Rechnung.
Eine am 8.12.2021 durchgeführte Hautverschiebung, um die entfernte Hautschädigung von 10 cm in der Länge zu schließen, hat mein Leben einen tiefen Einschlag gegeben. OP lief schief, es folgte eine Not-OP. Danach wurde ich ins künstliche Koma gelegt. Aus dem Koma erwacht, wurde eine Lungenentzündung, eine Lungenembolie und Trombosen in den Beinen diagnostiziert. Noch am Krankenbett wurde mir gesagt, dass ich Weihnachten 2021 möglicherweise nicht mehr erleben werde. Das gleiche wurde mir schon einmal provezeit, als ich 2004 an Lymphdrüsenkrebs erkrankt war. Gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin habe ich es geschafft, dem Krebs ein Schnäppchen zu schlagen. Aber es war ein harter Kampf. Das Leben ging weiter, aber immer begleitet von dieser schrecklichen Krankheit und die Angst vor demTod.
Aber, nun zurück. Es war eine schreckliche Nachricht für die Familie, aber ich habe Weihnachten erlebt. Nur die, durch die OP aufgetretenen Fehler, mein Trigeminusnerv wurde an 3 Ästen beschädigt, ein Kaumuskel wurde entfernt und Knochenstücke aus den Schädelknochen entnommen, Auge kann nicht mehr selbstständig ganz schließen, ließen die Schmerzen immer heftiger werden, was man auf den weißen Hautkrebs zurückführte. Es folgte eine Bestrahlung über 30 Tage. Seit dem plagen mich neben den Nervenschmerzen Verbrennungen auf der gesamten Haut und im Mund und auf einer geschwollenen Zunge. Nach der Bestrahlung wurden im MRT Raumerweiterungen unter der Haut und um den Hauptstrang des Trigeminusnerv sichtbar. Schmerzen zunehmend. Es folgte eine Immuntherapie über ein Jahr. Die Schmerzen hat sie mir auch nicht genommen. So bin ich jetzt als Paliativpatient eingestuft, weil es keine Therapien mehr für mich gibt. Mittlerweile werde ich psychologisch betreut, weil mich der tägliche Schmerz, der wie Folter ist, meine Psyche zerstört.
Meine Nerven sind am Ende. Kann kaum noch soziale Kontakte pflegen. Meine Enkelkinder können nur kurz zu Besuch kommen, da ich nicht die Kraft aufbringen kann, für längere Besuche. Körperlich könnte ich Bäume ausreißen, wenn mein Gesicht nucht diesen unerträglichen Schmerz entwickeln würde. Ich werde schon über drei Jahre von einem Schmerzarzt begleitet, aber Medikamente schlagen nicht an. Bin mitlerweile bei Cannabisprodukte gelandet, aber die helfen nur einen kurzen Moment. Wenn die Wirkung nachlässt, kommt der Schmerz geballt zurück. Mein bzw. unser Leben ist einsam geworden, wir schaffen es kaum noch unseren Alltag zu meistern. Wir sind gefangen in unserer Situation. Können keine größeren Reisen unternehmen, da mein Auge zu stark belastet wird, durch OP- Schädigung. Meine Lebensgefährtin ist mittlerweile auch schon 76 Jahre alt und hat mächtige Probleme mit ihrem Rücken. Sie ist es aber, die mir mein Leben noch lebenswert macht. Ohne sie, hätte ich nicht die Kraft den Alltag zu meistern.
Nun mein eigentliche Bitte. Der Vorspann war sicherlich etwas lang, aber es ist nur ein Auszug von dem, was wir durchgemacht haben.
Bedingt durch eine Kündigung unseres Miethauses nach drei Jahren, mussten wir in kurzer Zeit ein neues Domizil finden. Es war eine stressvolle Zeit, bis wir in ein Haus ziehen konnten, das aber auf einem 800 qm großen Grundstück steht. Das war vor 13 Jahren. Wir haben gerne hier gewohnt, da wir gerne im Garten arbeiten. Jetzt ist die Zeit gekommen, dass wir es nicht mehr ohne fremde Hilfe schaffen, in jeglicher Hinsicht, Haus- und Gartenpflege, Einkauf, Arztbesuche usw.
Wenn es ganz schlimm kommt, werden wir in naher Zukunft von diesem Mietshaus Abschied nehmen müssen. Aber dazu fehlt uns nicht nur das Geld sondern auch die Kraft. Vielleicht gibt es aber auch Spezialärzte in großen Städten, die mir Erleichterung verschaffen können. Aber auch das braucht finanzielle Stärke, die wir allein durch unsere Renten nicht aufbringen können und unsere Rücklagen reichen nicht aus. Dazu kommt meine ständige Todesangst, mit der ich immer wieder von den Ärzte unter Druck gesetzt wurde. Was wird, wenn meine Lebensgefährtin allein bleibt.
Geld macht sicherlich nicht immer glücklich, aber in unserer derzeitigen Situation würdet Ihr uns mit Eurer Spende von vielen Ängsten befreien und helfen, wieder Optimusmus für unsere Zukunft aufzubauen. Ich bin dankbar für jede kleine Spende.
DANKE!