Hallo liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
ein Schicksalsschlag, der ein Leben verändert, ist steinig und schwer. Die ganze Welt bricht zusammen. Man muss von vorne beginnen und alles neu lernen. Alles, was eine Armlänge entfernt ist, scheint unerreichbar. Die Zukunft ist ungewiss. Und dennoch kämpft man sich – trotz aller Umstände – zurück ins Leben.
Einige trifft das Leben eben härter.
Was ist passiert:
Am 15.01.2021 war ich nach einem Arbeitstag (ca. 40 km Fahrt) auf dem Heimweg, als ich zusammenbrach. Im Krankenhaus wurde ein Tumor (Raumforderung) am Kleinhirn entdeckt. Kein Arzt traute sich zunächst an die komplizierte Operation heran, da der Tumor von Nerven umwickelt war. Zum Glück war er gutartig, sodass keine anschließende Bestrahlung nötig war – dennoch musste er entfernt werden, da er anderen Zellen Platz und Nährstoffe nahm.
Ich wurde per Hubschrauber in eine Uniklinik verlegt. Dort wagte ein Arzt die schwierige Operation. In einer achtstündigen OP wurde der Tumor abgesaugt. Dabei wurde jedoch ein Nerv berührt, und wie bei einem Kurzschluss erlitt ich einen Schlaganfall. Der Tumor konnte nicht vollständig entfernt werden – ein winziger Rest blieb an der Wirbelsäule zurück, da man aus Angst vor einer Querschnittslähmung kein weiteres Risiko eingehen wollte.
Zusätzlich erkrankte ich an Corona. Die Lunge war betroffen, ich bekam Fieber und kaum Luft. In der Uniklinik wurde ein Luftröhrenschnitt durchgeführt. Um das Fieber zu senken, versetzte man mich in ein künstliches Koma. Ich wurde künstlich ernährt.
Insgesamt war ich ein Jahr in der Klinik. Ich durfte nicht essen, trinken oder sprechen. Sprechen war nur über einen speziellen Aufsatz an der Trachealkanüle möglich - einer Art Röhre.
Die Folgen des Schlaganfalls waren dramatisch:
- Doppelbilder (jedes Auge erzeugt ein eigenes Bild), korrigiert durch eine spezielle Prismabrille
-Schwere Gleichgewichtsstörungen - ich kann nicht laufen und kippe nach 3-5 Schritten um
- Diabetes Typ II (vorher nicht vorhanden), begünstigt durch eine Schilddrüsenunterfunktion
- Schluckstörungen
- Inkontinenz
- Luftröhrenschnitt (Tracheotomie)
Jeden Tag muss ich kämpfen und neuen Mut fassen, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Schreiben konnte ich bereits wieder lernen. Um deutlich sprechen zu können, übe ich noch. Das Laufen wird noch Zeit brauchen - es ist ein langer Weg. Das Sehen wird sich vermutlich nicht mehr verbessern. Das Schlucken ist schon besser geworden. Der Blutzucker wird mit Insulin stabil gehalten (zweimal täglich). Zusätzlich erhalte ich täglich eine Thrombosespritze gegen Blutgerinnsel.
Ärzte und Therapeuten hatten sich geirrt. Sie sagten, ich würde nie wieder so werden wie zuvor. Damals konnte ich nur meine rechte Hand bewegen, wog lediglich 37 kg und konnte meinen Kopf nicht halten. Heute, fünf Jahre später, bin ich beweglich und kann meinen Kopf aufrecht bringen
- nur gehen kann ich noch nicht.
Nun geht es darum, geeignete Therapien und Kuren zu finden, um meinen Zustand weiter zu verbessern und das Laufen wieder zu erlernen. Einige Ärzte und Therapeuten hatten mich bereits aufgegeben, doch mir wurde eine zweite Chance geschenkt. Jetzt, mit 38 Jahren, heißt es, die besten Therapien zu finden, die mir ermöglichen, wieder laufen zu lernen.
Leider hat die Krankenkasse einen E-Rollstuhl abgelehnt, ebenso wurde die Logopädie (Sprachtherapie) eingestellt. Es fallen ständig Kosten an – auch viele kleine Dinge. So kann mein Blutzucker nur alle zwei Tage gemessen werden, da es nicht genug Teststreifen gibt von der Krankenkasse.
Einer regulären Arbeit kann ich aktuell nicht nachgehen. Mein Zustand erlaubt es nicht. Meinen Lebensunterhalt bestreite ich größtenteils aus Ersparnissen – diese gehen nun zu Ende.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar für Ihre Hilfe und Unterstützung.
Fassen Sie sich ein Herz und helfen Sie mit, damit finanzielle Sorgen nicht zusätzlich zur Belastung werden.
Ihre Spende ermöglicht notwendige Rehabilitationsmaßnahmen und die Anschaffung von Hilfsmitteln, die meinen Alltag erleichtern.
Jede Unterstützung hilft, meine Genesung zu sichern.
Bitte teilen Sie diesen Aufruf oder erzählen Sie anderen davon.
Bleiben Sie gesund.
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Update:
Dankbarkeit lässt sich kaum in Worte fassen.
Viele zweifelten zunächst an der Echtheit – diesen Menschen möchte ich das Video ans Herz legen.
Durch eure Großzügigkeit konnte bereits viel erreicht werden:
- Wiederaufnahme der Logopädie (Sprachtherapie)
- Anschaffung eines E-Rollstuhls zur Unterstützung bei Arztbesuchen (bergiges Gelände im Harzvorland)
- Kauf eines Ellipsentrainers zum Muskelaufbau und Gleichgewichtstraining
- Reparatur der Prismabrille, neue Folie
Danke von Herzen an alle, die geholfen haben.