Seit Jahren unterstütze ich ehrenamtlich einen jungen Mann aus Eritrea, der 2016 als Flüchtling nach Deutschland gekommen ist. Er bemüht sich redlich um Arbeit oder Ausbildung. In der Vergangenheit hat er lediglich Jobs gehabt, die zeitlich befristet waren ( solange ein Zuschuss zum Lohn gezahlt wurde, also 3 Monate). Wir haben uns gemeinsam um eine Ausbildungsstelle bemüht, jedoch ohne Erfolg. Ursprünglich hatte er die Ausbildung zum Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik begonnen, diese wurde ihm allerdings nach nur 3 Monaten gekündigt. Dies wahrscheinlich deshalb, weil er zu schlecht Deutsch sprach und sein Lehrherr die Sorge hatte, dass er in der Berufsschule nicht mitkommt. Daraufhin hat er sich auf seinen Hosenboden gesetzt und immerhin das Sprachniveau B1 erlangt. An einem B2-Sprachkurs hat er auch teilgenommen, nur hat er die Abschlussprüfung nicht bestanden. Ein paar Pünktchen haben zum Erfolg gefehlt.
Momentan bemühen wir uns gemeinsam darum, ihn in die Ausbildung zum Pflegefachmann zu bringen. Wir haben mittlerweile 3 Adresse kontaktiert, einerseits das Klinikum Bielefeld, andererseits die Stiftung Bethel in Bielefeld. Heute kam noch "Diakonis" in Detmold dazu.
Um auf Dauer in einem solchen Job tätig werden zu können benötigt er den Führerschein. Diesen hat er bereits begonnen und steht kurz vor der Theorieprüfung.
Leider kostet in Deutschland ein Führerschein viel Geld, wir rechnen mit ungefähr 2500.- €. Bisher konnte ich ihm viel ermöglichen, nur sind meine Ressourcen endlich. Ich besitze nicht viel Geld, und das, was ich besitze, habe ich bisher gerne in ihn investiert. Jetzt ist es aber soweit, dass ich um Unterstützung von dritter Seite bitten muss.