Ich erinnere mich noch an den Tag, an dem meine Eltern mich rausgeschmissen haben. Die Tür ist einfach hinter mir zugefallen, als wäre ich nichts mehr wert. Seitdem habe ich kein Zuhause mehr. Während andere nach Hause gehen, wenn es kalt wird oder wenn sie müde sind, laufe ich einfach weiter, weil ich keinen Ort habe, an den ich zurück kann.
Ich schlafe dort, wo gerade Platz ist. Manchmal auf einer Bank, manchmal irgendwo, wo mich hoffentlich niemand wegschickt. Die Nächte sind lang und kalt, und oft liege ich wach und frage mich, warum mein eigenes Zuhause plötzlich nicht mehr mein Zuhause sein durfte.
Tagsüber sammle ich Pfandflaschen und spare jeden einzelnen Cent. Für viele Menschen sind ein paar Münzen nichts Besonderes. Für mich sind sie alles. Ich zähle sie immer wieder und stelle mir vor, wie es wäre, irgendwann genug zu haben.
Mein größter Traum ist nicht groß oder besonders. Ich wünsche mir nur eine kleine Wohnung. Ein Zimmer, ein Bett und eine Tür, die ich hinter mir schließen kann. Einen Ort, an dem ich sicher bin und nicht mehr Angst haben muss, wieder weggeschickt zu werden.
Es ist schwer, und manchmal fühle ich mich sehr allein. Aber ich versuche trotzdem weiterzumachen. Weil ich hoffe, dass es irgendwann besser wird und dass ich eines Tages wirklich sagen kann: Das hier ist mein Zuhause.