Hallo zusammen, mein Name ist Steffi, 45 Jahre. Ich bin verheiratet und Herzensmama von 2 ganz besonderen Schätzen. (9 und 12 Jahre)❤️, unseren Pflegekindern.Die Beiden bereichern unser Leben jeden Tag, stellen uns aber aufgrund ihrer erlebten Traumata und nachträglich diagnostizierten Behinderungen vor massive Aufgaben. Im März 2025 stellte man bei mir einen massiven Krebsbefall des Darms fest . Von jetzt auf gleich wurden wir aus unserem ohnehin schon schwierigen Alltag gerissen. Der Befund war massiv, es mussten OPs stattfinden, viele Organe entfernt und eine Chemo durchgeführt worden. Nichts ist mehr wie es war. Lange Krankenhausaufenthalte mit Isolation. Die Belastung meines Mannes, der jede Minute für mich da war, gleichzeitig aber die alleinige Betreuung der Kinder und seinen Vollzeitjob zu stemmen hatte. Das Schlimmste für uns alle: Die immer wieder großen Rückschläge. Jede Kontrolle brachte neue Metastasen an Lunge, Bauchdecke sowie einigen Lymphknoten. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch ein absoluter Marathon. Dazu die Angst der Kinder, schon wieder jemanden verlieren zu müssen, nachdem sie ja bereits ihre Herkunfts Familien verlassen mussten. Finanziell ist meine Erkrankung eine kaum zu bewältigende Herausforderung. Mein Verdienst fällt durch Krankheit und Dienstausfall komplett weg. Mein Mann hat über 9 Monate hinweg ständig unbezahlten Urlaub nehmen müssen, um die Betreuung der Kinder zu übernehmen. Eine Fremdbetreuung hätte sie in dieser emotional herausfordernden Situation komplett überfordert und zu Retraumatisierung geführt. Dazu die pflegebedürftige Schwiegermutter die auch auf allen Ebenen unsere Unterstützung benötigt. Unsere Ersparnisse sind zu einem großen Teil inzwischen aufgebraucht.Ich kämpfe hart, um den Kindern einen strukturierten Alltag zu ermöglichen, ihnen die Angst zu nehmen, mit ihnen schöne gemeinsame Stunden zu verbringen, auch wenn ich manchmal nicht weiß wie ich vor Schmerzen und Erschöpfung überhaupt noch weitermachen soll . Aber für meine Familie, die mich in der schwersten Zeit so unterstützt hat möchte ich einfach da sein. Meiner positiven Lebens Einstellung konnte der Krebs zum Glück nichts anhaben, die lasse ich mir nicht nehmen. Aber oft fehlt dennoch die Kraft und Energie.Mein absolut grösster Wunsch ist es, mit meiner Familie eine Kreuzfahrt zu machen, um endlich abschalten zu können, umsorgt zu werden, einfach nur Zeit zu haben für meine Kinder, ohne den Druck zu haben, etwas leisten zu müssen. Meine Angst ist riesig, dass die Zeit nicht mehr reicht, um es noch gemeinsam zu erleben, oder es aufgrund der Pflegebedürftigkeit nicht mehr zu schaffen. Daher würde ich es am liebsten ganz bald umsetzen, denn im Moment geht es mir zumindest rein körperlich so gut, dass ich es mir zutrauen würde. Ich danke jedem Einzelnen dafür, dass ihr euch die Zeit genommen habt, meine Geschichte zu lesen. Das ist nicht selbstverständlich und ist für mich ein großer Schritt in Richtung Normalität. Jeder noch so kleine Betrag hilft mir, meinem Herzenswunsch näher zu kommen. ❤️Danke danke danke ❤️
Mein materieller Wunsch klingt seltsam inmitten von Beiträgen, in denen Menschen z.B. um Unterstützung bitten für verstorbene Angehörige. Ich habe lange nicht den Mut gehabt, selber einen Beitrag zu erstellen, weil es mir falsch vorkam, weil ich immer alles ohne Hilfe schaffen möchte, weil ich mich nicht für bedürftig genug hielt. Jetzt habe ich mich getraut, denn ich lebe, ich lebe jetzt und möchte keine Sekunde mehr verlieren