Am 21. Dezember 2023 erlitt Hendrik eine schwere Hirnblutung. Als er schon bereits im Koma lag, erlitt er am 27. Dezember die 2. Hirnblutung. Es folgte eine lange Zeit von Hoffen und Bangen. Hendrik hat diese überlebt, aber mit schweren körperlichen und geistigen Einschränkungen.
Nach der Zeit im Krankenhaus folgte noch eine lange Reha. Im Juli 2024 wurde das erste Mal über eine Entlassung nachgedacht. Für uns als Familie stand schnell fest: Hendrik kommt in kein Pflegeheim, sondern er kommt nach Hause.
Wir suchten nach einem Intensivpflegedienst, der für die 1zu1-Pflege zu Hause zu ständig sein sollte. Dieser war schnell gefunden, jedoch musste noch ein Pflegeteam zusammengestellt werden.
In der Zwischenzeit ist Hendrik Anfang September 2024 in die Intensivpflege-WG nach Dresden gezogen. Nach einigen Monaten haben wir erfahren, dass der Pflegedienst die Suche nach einem Pflegeteam eingestellt hat. Es kam zu der Aussage: "Hendrik hat sich in Dresden gut eingelebt. Am besten er bleibt da". Das war natürlich nicht das, was wir wollten.
Also begannen wir wieder von vorne, nach einem Pflegedienst zu suchen. Ein paar Telefonate später, war der neue Pflegedienst gefunden. Ab Juni 2025 gibt es auch das Pflegeteam für die Intensivpflege zu Hause.
Wir dachten, wir haben es endlich geschafft. Jetzt der nächste Schock: der erste Pflegedienst hat uns verschwiegen, dass die WG bereits als sein zu Hause gilt und ein weiterer Transport nicht von der Kranken- oder Pflegekasse übernommen wird.
Da Hendrik halbseitig gelähmt ist, über eine Magensonde versorgt wird, eine Trachealkanüle hat, abgesaugt und teilweise mit Sauerstoff versorgt werden muss, kommt nur ein Transport mit dem KTW und fachkundigem Personal in Frage.
Die Kosten für die 215 km von Dresden nach Calbe müssen von uns selber getragen werden. Auch nach vielen und langen Gesprächen mit der Kranken- und Pflegekasse, da er Pflegegrad 5 hat, führte kein Weg zur Kostenübernahme.
Wir möchten Hendrik seinen Wunsch erfüllen und ihn nach Hause holen. Wir haben als Familie lange überlegt, ob wir diesen Schritt gehen, aber die hohen Kosten für den Transport erschlagen uns.
Wir sind über jede noch so kleine Hilfe sehr dankbar.