Die „starke Strahlefrau“ braucht nun selbst Hilfe!
Für eine Sozialarbeiterin mit Behinderung und ADHS
… damit die Rente zum Leben reicht.
Ich kann nicht mehr!
… drehe jeden Pfennig um,
gebe trotzdem meine Energie und Zeit für meine Arbeit.
Sozialarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, ist die Arbeit, die ich liebe und gerne mache.
Ich kenne und kann ihre Probleme nachfühlen, weil ich sie selbst hatte.
Ich erlebe viel Dank und Zufriedenheit und bin so froh, jeden einzelnen Weg verbessern zu können und gute Momente zu schaffen.
Dafür gebe ich alles, doch für mehr und mich selbst reicht die Kraft nicht.
Ich brauche längere Pausen, den Feierabend, um wieder durchzustarten zu können.
Wie kam es dazu?
Meine psychisch kranke Mutter, ich war später Halbweise und jüngstes von 4 Kindern. Sie hat sich das Leben genommen, trotzdem ich sie versucht habe die Jahre davor zu unterstützen.
Damals war ich 9 Jahre alt und habe sie als Letzte gesehen und gesprochen.
Dazu das unbewusste Gefühl
„Ich bin schuld“, „Ich habe einen Fehler gemacht, so dass sie sich gegen das Leben und ihre Kinder entschieden hat“.
Gegen Depressionen und dem Wunsch eines Elternteils, dem Leben ein Ende zu setzen ist man jedoch als Kind machtlos, Das weiß ich heute.
Heute weiß ich auch, dass ich meine Veranlagung von ihr geerbt habe, stemme mich aber mit aller Kraft dagegen, aufzugeben.
Die Hilfssysteme der DDR waren nicht so ausgereift wie heute.
Psychisch kranke wurden am liebsten "versteckt".
Zudem war unsere Familie politisch verfolgt und ist am Ende daran zerbrochen.
Seit ich 16 Jahre alt bin, arbeite ich, habe Schulabschlüsse nachgeholt, studiert und alles auch mit Nebenjobs finanziert.
Ich gebe immer mein Bestes, doch ich kann nicht mehr und muss früher in Rente/ Erwerbsunfähigkeitsrente, da mich Schmerz und Erschöpfung dazu zwingen.
Es ist mein größter Wunsch, endlich zur Ruhe zu kommen, Zeit und Schutz für mich zu haben, weiterhin für Kinder und Jugendliche da zu sein, doch nicht mehr zu „müssen“.
Meine kleine Wohnung, die ich mir nach Scheidung von meinem damaligen Ehemann finanziert habe und auch auf dem kleinen Auto mit dem ich zur Arbeit fahre und in dem ich im Urlaub schlafe, sind noch Schulden.
„Geldausgeben“ ist mir schon lange nicht mehr möglich.
Wandern ist mein liebstes Hobby.
Mit der Tilgung der insgesamt 55.000 € Restschulden, würde eine Erwerbsunfähigkeitsrente, bis zur regulären Rente und zum einfachen Leben reichen.
„Mehr sparen“ oder tilgen kann ich nicht, da ich aus den gesundheitlichen Gründen nur noch 30 Stunden arbeiten kann.
Ich bin schwerbehindert, mit einem Grad der Behinderung von 60 Prozent.
Doch man sieht es mir nicht an, für alle bin ich die „starke Strahlefrau“.
Kaum einer weiß davon.
Seit 2018 weiß ich nun, warum ich selbst oft depressive Phasen hatte, jedoch nicht aufhören kann, mit vollem Einsatz für andere da zu sein.
Eine, erst im Erwachsenenalter diagnostizierte und seit Kindheitsalter bestehende ADHS macht mich stressanfälliger und doch kann ich dem Drang, anderen zu helfen, nicht widerstehen. (sehr typisch für ADHS, wie ich aus der Selbsthilfegruppe weiß)
Zwei Reha-Kuren wegen Burnout hatte ich schon.
Durch die Reizfilterschwäche (Fachleute, Autisten und andere ADHS-ler wissen was ich meine) prasseln alle Eindrücke und Ereignisse extra stark auf mich ein.
Das Gefühl der Überforderung in allen Lebensbereichen ist an der Tagesordnung.
Dazu schweres Asthma, ein kaputter Rücken, Halswirbel, Kiefergelenke, Hand- und Ellenbogengelenke, sowie eine chronische Somatisierungsstörung.
Dazu zwei OP's 2022 und 2023 im Unterleib wegen Myomen, die noch da sind. Und die Wechseljahre geben dem Hormon- und Beschwerdecocktail den Rest.
Das heißt, der Körper und die Nerven, streiken ständig an irgendeiner Stelle.
Wenn Ihr mir mit einer kleinen Spende helfen würdet, früher die notwendigen Hilfen und die Ämter anzusteuern zu können, wäre ich Euch unendlich dankbar!
Mit besten Grüßen und vielem Dank aus vollem Herzen ❤️