Hallo zusammen, ich bin 24 Jahre alt, und dies ist einer der schwersten Schritte, die ich je gehen musste: um Hilfe zu bitten. Doch ich weiß nicht mehr weiter. Mein Leben war von Anfang an eine Herausforderung, und ich habe mein Bestes gegeben, gegen alle Widrigkeiten anzukämpfen.
Ich bin bei meiner Mama aufgewachsen, meinen Vater habe ich nie kennengelernt. Er hat uns verlassen, bevor ich geboren wurde, und meine Mutter hat diese schwere Zeit nicht verkraftet. Sie erlitt starke Depressionen, die sie auch körperlich krank machten. Als ich 18 wurde, brach meine kleine Welt endgültig zusammen: Meine Mutter wurde in eine Klinik eingewiesen, und ich stand plötzlich ganz allein da – ohne Geschwister, ohne Familie, ohne Halt.
Von einem Tag auf den anderen war ich obdachlos und musste auf der Straße schlafen. Dennoch habe ich nie aufgegeben. Schon in meiner Kindheit habe ich Zeitungen ausgetragen, um Geld zu verdienen. Auch während dieser schwierigen Zeit hielt ich an meinem Ziel fest, mein Abitur zu machen, und habe zusätzlich in einem Restaurant gekellnert, um mich über Wasser zu halten. Mit 20 Jahren konnte ich endlich meine erste eigene Wohnung beziehen. Doch das, was eigentlich ein Neuanfang sein sollte, wurde zum Albtraum.
Ich wollte ein Zuhause schaffen und habe all mein erspartes Geld in Möbel investiert. Einige Möbelstücke und auch ein neues iPhone habe ich auf Ratenzahlung gekauft. Anfangs lief alles gut – bis die Corona-Krise kam. Das Restaurant, in dem ich gearbeitet habe, wurde geschlossen, und ich verlor meinen Job. Von diesem Moment an ging es bergab: Ich konnte meine Raten nicht mehr zahlen, lebte von Hartz 4 und kämpfte gleichzeitig mit Depressionen und Panikattacken. Mein Abitur musste ich abbrechen, obwohl ich so weit gekommen war.
Seit 2021 erhalte ich täglich Briefe von Amtsgerichten aus ganz Deutschland. Es fühlt sich an, als würde ich unter einem Berg aus Schulden begraben werden. Selbst als ich von Mai 2022 bis April 2024 als Personal Trainer gearbeitet habe, reichte mein Gehalt nicht aus, um die Raten zu begleichen. Ich musste Miete zahlen und hatte ein P-Konto, was mir zusätzlich das Leben erschwert hat.
Im April 2024 war ich gezwungen, aufgrund meiner psychischen Gesundheit meinen Job aufzugeben. Seitdem bin ich in meinem Zimmer gefangen – allein mit meinen Gedanken, meinen Schulden, meinen Depressionen und meiner Angst vor der Zukunft. Ich kann nicht einmal mehr meinen Briefkasten öffnen, weil ich es nicht ertrage, noch mehr Mahnungen zu sehen. Meine Wohnung ist fast leer, weil ich fast alles verkaufen musste, um irgendwie zu überleben. Für Essen reicht mein Geld nur für die ersten zwei Wochen im Monat. Danach versuche ich, irgendwie durchzukommen.
Ich habe niemanden in meinem Umfeld, der mich finanziell unterstützen kann. Der Gedanke, auf mich allein gestellt zu sein, macht die Situation noch schwieriger. Ein Bekannter hat mir geraten, einen Spendenaufruf zu starten, und auch wenn es mir unglaublich schwerfällt, hoffe ich, dass es Menschen gibt, die mir helfen können.
Jeder einzelne Cent, jede noch so kleine Unterstützung bedeutet für mich die Welt. Ich möchte meine Schulden abbezahlen, ein normales Leben führen und wieder Hoffnung schöpfen. Ich verspreche, dass ich jedem einzelnen Spender aus tiefstem Herzen dankbar bin und mich, wenn möglich, persönlich bedanken werde.
Bitte helft mir, mein Leben wieder aufzubauen. Ich habe den Kampfgeist, aber mir fehlen die Mittel, um aus dieser Situation herauszukommen.
Von Herzen danke ich euch