Wir, Schüler und Eltern der Klasse 9a eines Gymnasiums im Münsterland, möchten unserem Mitschüler Elias und seiner Mutter helfen, damit er endlich wieder zur Schule kommen kann.
Vor ein paar Tagen haben wir in unserer WhatsApp-Gruppe Heikes Hilferuf erhalten, der uns tief erschüttert hat. Da wir es selbst nicht besser beschreiben können, möchten wir ihn hier veröffentlichen (natürlich mit ihrer Genehmigung):
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Hallo zusammen,
da sich einige sicherlich fragen, was aus Elias geworden ist und warum er seit November nicht mehr zur Schule kommt, möchte ich euch von unserer Situation berichten und gleichzeitig um Hilfe bitten. Es fällt mir nicht leicht das hier zu schreiben.
Elias ist im November an COVID-19 erkrankt und seitdem nicht mehr genesen. Er hat ein schweres Post Covid Syndrom entwickelt. D.h. er hat ein Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) mit einer Belastungsintoleranz (Anstrengung verschlechtert alles), schwere Durchblutungsstörungen, kognitive Einschränkungen, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Luftnot, Schwindel, Kreislaufprobleme, Schlafstörungen, etc. Er kann fast nur liegen, kaum stehen und max 300 m laufen. An manchen Tagen reicht seine Kraft noch nicht mal zum Duschen.
Dazu kommt, dass ich selbst genauso schwer betroffen bin und ihn kaum versorgen kann. Ich liege seit Juni letzten Jahres, bin arbeitsunfähig und kann den Alltag nicht ohne Hilfe bewältigen.
Hilfe oder Kostenübernahme von Seiten der Krankenkasse gibt es keine. Sämtliche Diagnostik und Therapieversuche müssen selbst getragen werden, da es sich um eine neue, nicht anerkannte Erkrankung handelt für die es keine evidenzbasierte Behandlung gibt.
Bisher haben wir alle unsere Ersparnisse dafür ausgeben überhaupt eine Diagnose zu bekommen und ansatzweise zu verstehen, was in unserem Körper gerade schief läuft. Viele verschiedene Therapieansätze haben wir mit mehr oder weniger Erfolg ausprobiert. Die Medikamente, die etwas helfen die Symptomatik auszuhalten kosten allein mehrere hunderte Euro im Monat. Dazu kommen Sauerstofftherapie u.v.m.
Wir versuchen alles, um wenigstens Elias zu helfen, damit er irgendwann mal wieder ein halbwegs normales Leben führen kann.
Unsere letzte Hoffnung ist ein spezielles Blutwäscheverfahren. Durch großes Glück haben wir einen Termin bei einer Ärztin bekommen, die aus dem Fernsehen bekannt ist und bereit ist, auch Kinder/Jugendliche damit zu behandeln. Leider nehmen viele Ärzte diese Erkrankung nicht ernst oder trauen sich nicht Kinder zu behandeln. In der letzten Woche waren Elias und ich beide bei dieser Ärztin in Bayern zur Behandlung und das Ergebnis ist sehr vielversprechend. Es hat uns beide einen Schritt nach vorne gebracht. Eigentlich wären noch 2-4 weitere Sitzungen notwendig, doch die sind für uns nicht finanzierbar. Eine Blutwäsche kostet zwischen 1500 und 2800€ pro Behandlung und Person (je nach notwendigem Verfahren und Filter), zzgl Unterkunft vor Ort und Anfahrt.
Da wir wirklich verzweifelt sind und von keiner offiziellen Stelle Hilfe bekommen, würden wir gerne versuchen für Elias eine Art Spendenaktion zu starten, um die wirklich wichtige Blutwäsche durchführen lassen zu können. Uns fehlt dafür jedoch die Kraft und Energie. Vielleicht hat jemand von euch eine Idee, wie man diese verwirklichen könnte. Vielleicht über die Klassengemeinschaft/Schule?
Wer sich nicht angesprochen fühlt, kann diesen Betrag gerne ignorieren. Wir haben nur so lange versucht alles selbst zu stemmen bis gar nichts mehr geht.
Vielen Dank allein fürs Lesen.
Liebe Grüße, Heike und Elias und der Rest der Familie
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Wir würden uns soooo sehr über jede einzelne Spende freuen, damit die Familie ihre Therapie finanzieren kann und wir Elias endlich in der Schule wiedersehen.
Vielen lieben Dank an jeden Spender
Die Schüler und Eltern der Klasse 9a