Mein Name ist Ebrahim Elia, ich bin 38 Jahre alt.
Im August 2012 kam ich alleine nach Deutschland. Ich hatte keine Verwandten hier, meine Familie und meine Eltern lebten damals noch in Syrien.
Schon am ersten Tag in Deutschland wollte ich arbeiten und auf eigenen Beinen stehen.
Ich meldete mich in einer Sprachschule an, lernte Deutsch und arbeitete parallel als Friseur, meinem erlernten Beruf. Ich verdiente nur den Mindestlohn, doch jeden Euro, den ich sparen konnte, schickte ich meiner Familie, denn sie lebten in extremer Armut.
Nach einigen Jahren harter Arbeit schaffte ich es, meine Familie nach Deutschland zu holen. Meine Lebenssituation verbesserte sich – sowohl finanziell als auch seelisch.
Ich lebte mit meiner damaligen Partnerin zusammen, und 2018 wurde meine Tochter geboren, was mein größtes Glück ist.
Mein großer Traum war es immer, selbstständig zu arbeiten.
Im April 2019 erfüllte ich mir diesen Traum und eröffnete meinen eigenen Friseursalon. Anfangs lief alles gut. Dann kam Corona – ich verlor sehr viel, konnte mich aber mit großer Mühe wieder stabilisieren. Danach ging es mir finanziell wieder relativ gut.
Im Jahr 2023, nach fünf Jahren Selbstständigkeit, wollte ich mich verbessern und zog mit meinem Geschäft in eine größere Gegend.
Leider war das die größte und schlimmste Fehlentscheidung meines Lebens.
Ich nahm Kredite auf, lieh mir Geld von Freunden und eröffnete einen zweiten, sehr schönen Salon – voller Hoffnung und Optimismus.
Doch alles entwickelte sich negativ, besonders nachdem ich meinen ersten Salon schließen musste.
Die Schulden häuften sich:
beim Finanzamt
beim Steuerberater
bei Banken und privaten Krediten
bei der Krankenkasse
Ich beantragte Hilfe beim Jobcenter, doch diese wurde nur für maximal 6 Monate bewilligt, und leider war die Betreuung sehr schwierig.
Das größte Problem ist:
Ich möchte den Salon verkaufen und schließen, aber der Vermieter verweigert die Vertragsauflösung.
Der Mietvertrag läuft 6 Jahre, und eine Kündigung ist nur bei Insolvenz oder Tod möglich.
Ein Anwalt bestätigte mir, dass es sehr schwer ist, aus diesem Vertrag herauszukommen.
Ich möchte keine Insolvenz anmelden, da ich nach der Gewerbeabmeldung jede ehrliche Arbeit annehmen will, um wieder neu zu beginnen.
Doch im Moment bin ich völlig überfordert:
hohe Schulden
mehrere Pfändungen
enorme psychische Belastung
Ich stehe mit dem Rücken zur Wand.
Deshalb bitte ich heute zum ersten Mal in meinem Leben um Hilfe.
Jede Unterstützung – egal wie klein – gibt mir Hoffnung, meine Schulden zu reduzieren, wieder Luft zu holen und einen Neuanfang zu schaffen.
Von Herzen danke ich jedem Menschen, der meine Geschichte liest, teilt oder mich unterstützt.
🙏
Ebrahim Elia