Die Leidensgeschichte von unserer guten Freundin Michaela, 54 Jahre alt beginnt mit einer schweren Epstein-Barr-Virusinfektion als sie 16 Jahre alt ist. Michaela musste sich trotz Fieber und starken Krankheitssymptomen um die Versorgung und Unterstützung ihrer krebskranken Mutter kümmern, die Schule musste auch noch nebenbei von ihr bewältigt werden. Leider war Michaela in dieser schweren Zeit ganz auf sich allein gestellt, die Eltern waren seit Jahren geschieden, anderweitige familiäre Unterstützung gab es nicht. Kurz nach ihrem 18. Geburtstag hat Michaelas Mutter den Kampf gegen den Krebs verloren. Ein Jahr später erkrankte Michaela dann an Neuroborreliose durch einen Zeckenstich, doch leider haben Ärzte die Diagnose erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung gestellt. Es folgten diverse intravenöse Behandlungen mit sehr starken Antibiotika, die wiederum zu starken Nebenwirkungen geführt haben. Michaela musste die Gallenblase entfernt werden, in der Folge kam es zu einer Blasenlähmung mit beginnendem Darmverschluss. Aufgrund einer Blutgerinnungsstörung kam es zu 2 Lungenembolien. Durch die diversen Antibiotika wurde der Darm stark geschädigt und so kam es im weiteren Verlauf zu diversen Nahrungsmittelunverträglichkeiten. In der Charite wurde erst viele Jahre später die Diagnose ME/CFS gestellt, eine schwere, komplexe, chronische Multisystemerkrankung, die bei vielen Ärzten, Institutionen, etc. noch unzureichend bekannt ist und deren Lebensqualität meist schlechter ist als bei Multiple Sklerose, Schlaganfall- oder Lungenkrebspatienten, so die Studie der Aalborg Universität aus 2015. Bei Erwachsenen bleibt ME/CFS meistens lebenslang bestehen, über 80% entwickeln eine Begleiterkrankung, die laut einigen Studien mit einer Verschlechterung des Gesundheitszustands in Verbindung steht.
Bei Michaela besteht eine ausgeprägte Fatigue, die sich durch Ausruhen nicht bessert sowie eine Belastungsintoleranz (PEM); hierunter versteht man eine Verschlechterung der Beschwerden nach oft geringer körperlicher oder geistiger Anstrengung (z.B. nach dem Duschen oder lesen eines Buchs). Diese PEM kann zu tage- oder wochenlang anhalten und zu einer dauerhaften Verschlechterung des Allgemeinzustands führen. Leider hat das fehlende Wissen der Ärzte, die Michaela betreuen, dazu geführt, dass sich Michaela das Wissen selbst aneignen musste, um zu überleben. Dies hat leider dazu geführt, dass sich der Zustand von Michaela, trotz des Wegfalls ihres Berufs aufgrund einer Verrentung (sie hat Tumorpatienten psychologisch begleitet) und der damit verbundenen Stressoren, kontinuierlich verschlechtert hat. Es kamen 3 Autoimmunerkrankungen (Colitis, Psoriasis Arthritis) hinzu, ferner kam es zu gehäuften Infektionen (Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung, Lungenentzündung, Gürtelrose) und zu Reaktivierungen aus der Gruppe der Herpesviren, starker Migräne, Schlafstörungen, Gelenkschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisstörugen sowie zu einer Schilddrüsenunterfunktion und Entgiftungsstörungen des Körpers aufgrund eines Gendefekts. Michaela hat eine Pflegestufe und ist unbefristet zu 90% schwerbehindert. Seit 10 Monaten kann sie die Wohnung nur noch zu Arztterminen verlassen.
Trotz aller Widrigkeiten in ihrem Leben hat Michaela es geschafft, sich nicht unterkriegen zu lassen, sie hat das Abitur gemacht, hat studiert und hat viele Jahre in der Onkologie gearbeitet. In der Freizeit und an den Wochenenden konnte Michaela nicht wie andere Menschen in ihrem Alter Dinge tun, die ihr Spass machen, sondern sie musste sich erholen, da die Arbeitswoche so kraftraubend war, um den Anstrengungen des Alltags wieder halbwegs gewachsen zu sein.
Michaela ist leider nun am Ende ihrer körperlichen und mentalen Ressourcen angekommen, sie wurde von einer Ärztin als „internistischer Totalschaden“ bezeichnet, die Ärzte wissen nicht mehr weiter. Ferner droht noch eine Räumungsklage wegen Eigenbedarf. Michaela kann diese kräftezehrenden Strapazen neben ihrer schweren Erkrankung und den völlig überforderten und hilflosen Ärzten inzwischen weder körperlich noch emotional bewältigen.
Aus diesem Grund haben wir uns als Freunde von Michaela entschlossen, einen Aufruf zu machen, um für die finanzielle Unterstützung zu sorgen, die hierfür benötigt wird. Das Geld wird für einen Arzt, der nur privat abrechnet benötigt, ferner für anfallende umfangreiche Laborkosten, diverse Nahrungsergänzungsmittel (Michaela verträgt leider inzwischen nur noch sehr wenig Lebensmittel und ist deshalb untergewichtig), biologische Ernährung, eine Ayurvedabehandlung über einige Monate in einer Spezialklinik, um Michaela wieder zu einem würdevollen und lebenswertem Leben zu verhelfen und somit ihr weiteres Überleben zu sichern.
Vor dieser Lebensleistung die Michaela bis zum jetzigen Zeitpunkt erbracht hat, haben wir als ihre Freunde tiefen Respekt, wir wären wohl schon viel früher am Leben verzweifelt und hätten aufgegeben.
Bitte teilt diesen Aufruf und lasst uns wenigstens Michaelas finanzielle Not lindern!
Wir sind für jede Spende unendlich dankbar .
Danke für eure Unterstützung
Silvia