Meine Tochter Steffi ist 34 Jahre alt und hat jeglichen Mut am Leben verloren. Steffi ist 2016 an einer schweren Epilepsie erkrankt die sich im Laufe der Jahre extrem verschlechtert hat. Seit letztem Jahr verschlechterte sich ihr gesundheitliches Befinden sichtlich immer mehr. Die vielen unterschiedlichen Tabletten, die bereits ausprobiert wurden, haben nach kurzer Zeit ihre Wirkung wieder verloren oder verursachten enorme Nebenwirkungen, sodass die Tabletten wieder abgesetzt wurden. Nach 2 hintereinander folgenden Video - EEG - Monitoring und einem invasiven Video - EEG - Monitoring (dabei wurden ihr für 10 Tage 9 Elektroden tief ins Gehirn eingepflanzt) kamen die Ärzte zu dem Entschluss, dass eine Resektion der betroffenen Herde nicht möglich sei weil der Eingriff zu gefährlich wäre. Einer der Anfallsherde sitzt direkt am Sehnerv. Dadurch hat sie in der rechten Gesichtshälfte einen sogenannten Gesichtsfeldausfall. Sie kann deshalb mit dem rechten Auge nur noch die Hälfte in ihr Sichtfeld aufnehmen. Im Oktober 2021 wurde ihr ein Vagusnervstimulator implantiert in der Hoffnung, dass die Anfälle reduziert und leichter würden. Leider war das nicht der Fall, es hat sich dadurch alles verschlechtert. Im Mai 2022 hat man dann den Stimulator wieder operativ entfernt. Beim Entfernen des Stimulators wurde ihr linker Stimmbandnerv beschädigt. Das hat zufolge, dass sie seitdem eine Stimmbandlähmung hat. Als Steffi noch gesund war, wurde sie von ihren Kollegen und Kolleginnen immer als Duracell Häschen bezeichnet, weil sie immer wie ein Wirbelwind durch das Geschäft flitzte und jetzt ist sie durch ihre schwere Krankheit zum Pflegefall geworden. Sie muss 24 Stunden am Tag von mir gepflegt und betreut werden, dadurch kann ich aktuell am Berufsleben nicht mehr teilnehmen. Steffi kann nicht mehr allein gelassen werden und sie kann auch das Haus nicht mehr alleine verlassen, weil die Gefahr einen Anfall zu bekommen zu groß ist und sie, ohne von uns gestützt zu werden, nicht mehr alleine laufen kann. In der Schweiz habe ich jetzt eine Spezialklinik gefunden, die ihr Anhand eines Tiefenhirnstimulator helfen könnten die Häufigkeit und Stärke der Anfälle zu reduzieren. Die Erfolgsaussichten liegen bei diesem Eingriff zwischen 50% und 70%. Da diese Methode hier in Deutschland nur an wenigen Kliniken praktiziert wird und der Eingriff von jeder Klinik abgelehnt wurde weil zu viele Herde bestehen, bleibt uns keine andere Möglichkeit als die Klinik in der Schweiz zu wählen. Das ist eine sehr kostspielige Angelegenheit ( die Kosten für diese Behandlung liegen weit über 40 000,- € ), dies ist für uns Eltern nicht zu stemmen. Leider wird sich unsere Krankenkasse an den Kosten nicht beteiligen, da die Klinik in der Schweiz ist. Steffi hat sich mittlerweile schon aufgegeben und auch keine Kraft mehr um weiter zu kämpfen. Sie möchte so gern noch für ihre 2 Hunde und ihre kleine Nichte da sein aber leider schwinden ihre Kräfte immer mehr. Ihre Hunde sind ihr Leben und das einzige was ihr geblieben ist. Sämtliche Freunde haben sich von ihr abgewandt. Das ist für sie und für uns Eltern sehr traurig. Ihre Hunde sind das einzige wofür sie noch kämpft. Es wäre so schön wenn man ihr noch für ein paar Jahre die Chance geben würde noch etwas zu erleben und vor allem,wieder am Leben teilhaben zu können.
Es würde uns Eltern und ganz besonders Steffi sehr freuen wenn ich mit meinem Aufruf noch weiterhin ein paar Herzen berühren würde. Das würde Steffi wieder ein bisschen Lebensfreude und Hoffnung zurück geben.
Herzliches Dankeschön all denjenigen die bereits gespendet haben und denjenigen, die noch spenden werden und Steffi damit ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern.
Sibylle Ratzer