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Cleo und Sammy Man hat nur eine Gesundheit


Unsere Geschichte … Ich hoffe ihr habt etwas Zeit mitgebracht? Es ist mir wichtig euch so viele Informationen wie möglich mitzugeben. :-) 


Wenn das Schicksal erstmal zuschlägt, dann oftmals mit voller Wucht. Denn wer liebt, der leidet - und für meine Tiere würde ich einfach alles tun. Sie tun dasselbe für mich. ❤️

Ich möchte mich gerne vorstellen und dann auch etwas zu den zwei Patienten sagen. 

Mein Name ist Julia, ich bin 30 Jahre jung, arbeite in Vollzeit als Bürokauffrau und bin „Mutter“ von 4 Katzen die alle von klein auf bei mir Leben. Drei davon, sehr ihr auf dem Bild! Links (schwarz weiß) Patientin 1 – Cleo, 13 Jahre alt mit ihrer Tochter Mia (die kleine Glückskatze – inzwischen 3 Jahre alt), und rechts Patientin 2: Sammy, 11 Jahre alt. Dazu kommt noch ein Kater, er wird im Dezember 6 und ist der Vater von Mia. (Mia und Milow – der Vater – sind inzwischen auch längst kastriert). 

Gerne möchte ich euch erzählen, wieso das Jahr 2021 es bisher nicht wirklich gut mit uns meinte. Alles begann im Frühjahr mit einer riesigen, extrem schnell wachsenden „Blase“ an Sammys Unterbauch. Als wir diese entdeckten riefen wir sofort beim Tierarzt an und vereinbarten einen Termin. Beim Termin stand schnell fest, die Haut am Unterbauch ist hauchdünn und die Blase mit klarer Flüssigkeit droht jeden Moment zu platzen – OP Termin. 

2 Tage später war es auch schon soweit. Die Katze wurde nüchtern abgegeben damit die Blase geöffnet werden kann. Die Flüssigkeit musste raus und die Haut musste genäht werden.

Als Sie offen auf dem OP Tisch lag, fand man mehrere Knoten. Alle Knoten bzw. Gewebeveränderungen wurden entfernt und eingeschickt. Ansonsten ging es der Katze aber den Umständen entsprechend (das Foto war kurz nach der OP, man sieht auch die Wunde am Bauch noch relativ gut.). Zwei der Gewebeveränderungen waren bösartig (Mammatumor - Gesäugeleistentumor). Zum Glück hat nichts gestreut, aber dennoch zog das Ganze einen riesigen Rattenschwanz nach sich (bis heute). Für uns galt „beobachten“. Wenn sich wieder etwas entwickelt, muss neu geprüft werden. Operieren? Entnahme von Proben um zu testen? So oder so, wir müssten wieder zum Tierarzt. 

Natürlich ist wieder eine Verwachsung spürbar – Rückschlag. Vor 5 Wochen waren wir dort. Der nächste Termin steht in den Startlöchern. Die Verwachsung wächst und die Lymphflüssigkeit läuft auch weiterhin unter die Haut des Unterbauchs. 

(Nach der OP gab es außerdem Schwierigkeiten beim Fäden ziehen bzw. besser gesagt mit der Wundheilung. Der Unterbauch mit der Hauchdünnen Haut, wuchs nicht mehr richtig zusammen. Die Katze musste 3x nach genäht werden bis es endlich verheilte).


In wenigen Wochen haben wir den Folgetermin wo höchstwahrscheinlich ein neuer OP Termin vereinbart werden wird. 


Als wäre das nicht genug, hat meine andere Seniorin und Seelenkatze Cleo fast zeitgleich zum ersten Tierarzt Termin mit Sammy angefangen gesundheitliche Probleme zu bekommen. Ich hatte das Gefühl Sie nimmt zunehmend ab, Sie fing an sich den Bauch kahl zu lecken, trank immer mehr, fraß immer weniger. Auch hier haben wir einen Termin beim Arzt vereinbart – lieber früher als später. 


Sie wirkte soweit fit, man hat Ihr Cortison gespritzt – dies sollte 2 -3 Wochen Entzündungen hemmen/blocken und damit die Ursache fürs Lecken eingrenzen. Ist es Marotte? Oder wirklich ein Schmerz / Juckreiz ? Als ich ansprach, dass die Katze auch körperlich abbaute, wurde das ein wenig belächelt. „Sie ist halt schlank“. (Aber dennoch – das war der erste Moment wo mir auffiel, dass die Katze körperlich abbaut. Dies bestätigte sich im weiteren Verlauf auch. Sie war nie groß oder dick, aber so dünn war Sie ebenfalls nie).
Nach 14 Tagen – Kontrolltermin. Alles gut, das Lecken hat am Tag der Cortisonspritze umgehend aufgehört und nach dem Kontrolltermin Zuhause direkt wieder angefangen. Die Verzweiflung war definitiv da. 

Der Bauch konnte sich in den 14 Tagen jedoch ein wenig erholen. Das Lecken wurde weniger und beschränkte sich nun „nur noch“ auf die zwei unteren Zitzen. Um die Katze nicht unnötig zum Arzt zu zerren und um auch beobachten zu können „wie verhält Sie sich“ - habe ich nun knapp 6 Wochen analytisch alles aufgeschrieben, telefonisch Rücksprache mit dem Tierarzt gehalten und mich gekümmert wie eine Irre.


Das Lecken hörte weiterhin nicht auf, Sie fing mit der Zeit an immer weniger zu fressen und baute weiter ab – nach Anraten des Tierarztes sind wir also wieder hingefahren. Er hat sich den Bauch erneut angesehen, Blut abgenommen und die Werte geprüft. Aufgefallen ist ein viel zu hoher Zuckerwert und ein leicht schwankender Nieren- und Harnstoffwert. Außerdem wurde auf FIP getestet – negativ. Uff! Gott sei Dank!

Die Nieren und Harnstoffwerte war aber auf das schlechte Essverhalten zurückzuführen. Man ging also erstmal von Diabetes aus, forschte aber trotzdem, weiter nach anderen Ursachen. Da die Katze nicht nüchtern war bei der ersten Blutabnahme (Freitags) sind wir Montag direkt wieder hin und haben die Blutwerte erneut nüchtern getestet. Weiterhin erhöhter Zuckerwert (jedoch nichtmehr so schlimm wie Freitags), und weiterhin die Nierenproblematik wegen des Hungerzustands. Inzwischen hat die Katze fast garnichts mehr selbstständig gefressen. Sie schmiss alles wieder aus dem Maul und zeigte ein Verhalten, dass man als Schmerz interpretieren könnte. Aber was weiß ich schon, ich bin ja kein Arzt. 


Daraufhin sah er ihr ins Maul und stellte Zahnstein und eine rechtsseitige schlimmere Zahnfleischentzündung fest. Es wurde FORL vermutet (geröntgt wurde jedoch nicht). Da die Katze sich entsprechend verhielt, Futter immer nach links schob beim Essen und wir sonst kaum eine Spur hatten, riet der Tierarzt an den Zahn oben rechts zu ziehen, und den Zahnstein zu entfernen. Dann wäre die Zahnproblematik zumindest behoben und konnte ausgeschlossen werden. Vermutlich solle Sie dann wieder besser fressen. Ich war mir sicher es würde funktionieren!

Also gut, OP Termin für Mittwoch vereinbart – Katze nüchtern hingebracht, Katze später wieder abgeholt – Zahn war noch drin. Zahnstein wurde jedoch entfernt. Als er in Ruhe Zeit hatte sich das Maul einmal anzusehen, stellte er fest, dass das Problem aller Wahrscheinlichkeit nach nicht der Zahn ist. Als Sie wieder empfindlicher wurde, prüfte er auf Schmerzempfindlichkeit und Sie reagierte wohl überhaupt nicht. Hingegen war die Zunge rechts und links im hinteren Bereich (also direkt neben den Backenzähnen) etwas entzündet. Es wurde vermutet, dass eventuell hier ein Schmerzpunkt vorliegt. 

Um die Katze nicht umsonst narkotisiert zu haben, nahm er erneut Blut ab - gleiche Werteverteilung wie zuvor – außer, dass ein extrem erhöhter Entzündungswert hinzukam der nicht mit Zunge oder Zahnfleischentzündung zu erklären sind. Außerdem machte er einen Ultraschall. Er sah eine leichte Veränderung des Herzens (noch nicht bedenklich), einen komplett leeren Magen, einen kleinen nicht zuzuordnenden Schatten - wo genau weiß ich nichtmehr -  (er meinte hieraus KÖNNTE irgendwann ein Tumor wachsen – sei aber auch nicht das derzeitige Problem) und ansonsten nichts bedenkliches. Nieren, Leber, Darm, usw waren alle normal für eine Katze in dem Alter. Er wusste sich nun auch nichtmehr so Recht rat.


Wir nahmen die Katze und 6 Flaschen Flüssigergänzungsfuttermittel und einer 10 Tage Cortisongabe (Tabletten) mit heim. Der Tierarzt war nun 1,5 Wochen nicht im Hause – wir waren also ein wenig auf uns gestellt. 

Samstags nach der OP am Mittwoch hatte ich das Gefühl die Katze stirbt mir weg.. Sie war total apathisch, zurückgezogen – Futter war schon lange kein Thema mehr. Jedoch funktionierte das Flüssigfuttermittel gut. 

Ich habe also in der Katzenklinik Frankfurt angerufen und mir Rat geholt. Da die Klinik knapp 65km weg von Zuhause ist, haben wir uns mit der Notdienstleitung entschlossen bei Verschlimmerung sofort - und bei Besserung erst Montags hinzufahren. 

Sie schlief sich aus, es ging ihr wieder etwas besser. Wir sind also erst Montag hingefahren. Die Klinik wollte die Katze auch direkt da behalten. Bei der Zahnop wog Sie 3.05kg, Montags (nichtmal eine Woche später) waren es nur noch gut 2,8kg. Ihr Normalgewicht lag immer so um die 3,5 kg. Das fällt bei so einem kleinen Wesen natürlich direkt auf. 


Die Klinik röntgte Sie, machte Ultraschall, Blutabnahme, Urin wurde getestet – das Ergebnis „Diabetes“. Am Ende war Sie eine Woche dort für betreutes Fressen, Langzeitbluttest, für das Insulin einstellen usw. Langsam machten wir uns auch wirklich Gedanken um die Finanzen – das alles sprengt absolut den Rahmen. Die Versicherung die ich für die Katzen abschloss, kündigten quasi für beide Katzen pünktlich als Sie 10 Jahre alt wurden. Ich habe also jahrelang für nichts gezahlt und stehe nun da...

Wir haben Sie nach einer Woche wieder heim geholt. Die Katze sah total struppig, dürr und kahl aus. Das Fell glänzte nicht mehr. Angeblich hat Sie dort gefressen?! So sah sie für mich aber nicht aus.

Bei uns hat Sie ab dem Tag der Klinikheimkehr erneut immer weniger gefressen. Abend 1: ein Drittel Schälchen, der Morgen von Tag 2 lief wirklich gut – hier bekam Sie auch das erste mal Insulin – danach ging es nur noch bergab. Wir waren nach 3 Tagen komplett auf das Flüssigfuttermittel angewiesen. Der Zuckerwert schwankte extrem – zwischen „sehr sehr hoch“ und teilweise sogar unterzuckert. 

Ich hatte das Gefühl die Klinik hat uns überhaupt nicht weitergeholfen. Im Gegenteil. Das Bein an dem Sie die Infusionen bekommen hat war zusätzlich zu dem anderen Bein rasiert und das scheinbar mit einer stumpfen Klinge – denn das Bein ist an der Stelle komplett kahl und entzündet.. (bis heute)

Als am 13.09. unser Tierarzt also wieder da war, haben wir dort direkt einen Termin gemacht. Ich bin inzwischen einfach nur noch verzweifelt. Die Kosten fressen uns auf. Die Katze braucht teilweise eine Rundum-Betreuung damit Sie überhaupt etwas isst, schläft oder ihre Werte gemessen bekommt. Das neben meinem Vollzeitjob... Ich bin wirklich müde und k.O. 

Am schlimmsten ist aber tatsächlich die Ungewissheit, dass keiner so Recht weiß was ihr fehlt. 


Zurück zum Thema. Nach dem Insulin sollte sich eigentlich alles regeln. Eigentlich sollte sich nun alles normalisieren. Tat es aber nicht. Im Gegenteil. Die Werte sind inzwischen ohne Insulin im Normalbereich und oft grenzt sie eher an Unterzuckerung. (In der Klinik wurden Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse bei der eine Entzündung ausgeschlossen wurde usw ebenfalls getestet). Die hohen Zuckerwerte könnten durch das Cortison ausgelöst worden sein. Demnach wohl eher kein Diabetes. Wir stehen wieder wieder Anfang 

Was mir im Nachgang noch einfällt – Sie hat auch oft gebrochen. Meist klares Wasser vor Hunger (oder Übelkeit?). Ich hatte das Gefühl Sie kompensiert ihren Hunger mit trinken. 


Als wir also wieder beim Arzt waren, gab er ihr etwas gegen Übelkeit in der Hoffnung das es hilft. Auch das tat nicht sein übriges. Keine Veränderung. Schmerzmittel schlug auch in der Vergangenheit nicht an. Dann schmierten wir ihr eine Appetitanreger Salbe ins Ohr. Kurz habe ich mir eingebildet es wird besser – das schlug aber an Tag 2 auch schlagartig um in ein komplett abwesendes, apathisches Verhalten. Eine der Nebenwirkungen lt. Beipackzettel.

Egal was wir versuchten – irgendwie brachte es uns nicht weiter. 

Derzeit arbeiten wir mit Zylexis. Ein Mittel was ich ihr 7 Tage Spritze um das Immunsystem zu stärken. Sollten Viren oder Entzündungen im Körper sein die ihr zu schaffen machen, sollte es hiermit besser werden. Sie hat nach 4 Tagen Futterverweigerung jeglicher Art nun wieder eine Kleinigkeit gegessen. Wir sind vorsichtig optimistisch und kämpfen weiter für die beiden ! <3 .. Ich hatte endlich das Gefühl es tut sich etwas ! Dennoch sind wir nun an dem Punkt wo ich das Gefühl habe, ja .. irgendetwas hat sich gebessert aber wir sind lange nicht über den Berg. Die Katze hat NIE an Futter rumgemäkelt. Und heute nimmt sie nichtmal mehr nen Klecks Leberwurst um eine Tablette einzunehmen. Das ist untypisch. Vorallem weil es von heute auf Morgen geschah!

Sicherlich habe ich das ein oder andere Detail vergessen. Bitte entschuldigt ! Das ist aber sowieso schon mehr als genug Text. Mir war es nur wichtig euch zu erzählen WAS uns seit Monaten begleitet. WAS uns finanziell so ausnimmt. Ich bin kein Mensch der um Geld bettelt, aber eventuell findet sich hier der ein oder andere Tierliebhaber der uns etwas unterstützen möchte. Denn wir sind noch lange nicht am Ende unserer Suche, unserer Reise zur Gesundheit, angekommen. Aber wir geben nicht auf. Das bin ich den Vierbeinern schuldig. 

Danke, wenn ihr bis hierhin gelesen habt, und tausend Dank von Cleo und Sammy falls ihr euch dazu entscheidet uns zu unterstützen! Ich weiß das sehr zu schätzen! 


Die angesetzten Kosten betragen einen Teil der bisher angefallenen und zum Großteil noch ausstehenden Rechnungen von Tierarzt und Klinik, sowie Spezialfutter, OP Kosten, das Blutzuckermessgerät, Spritz-Zubehör und alles was sonst noch angefallen ist. Einen großen Teil haben wir bereits beglichen, aber die Ressourcen sind erschöpft. Außerdem ist ein Minimaler Puffer eingeplant, da wir Sammy mit aller Wahrscheinlichkeit zeitnah würdet operieren lassen müssen. Es wächst ein neuer Tumor. Die Suche nach Cleos Problem ist ebenfalls nicht abgeschlossen. 🥺❤🐱

Danke, dass ihr uns ermöglicht weiter zu kämpfen! 🐱❤️

Julia Michel
28-09-2021

Hi zusammen! Erstmal VIELEN DANK für die unfassbar großzügige Hilfe und die lieben Worte ❤

Ich habe Donnerstag mit beiden Katzen Termine ausgemacht. Sammy wird vermutlich einen OP Termin erhalten. Zumindest lässt die Größe des Tumors es vermuten.

 

Bei Cleo forschen wir weiter! Heute hat sie schon eine Schale Futter und 2 Bröckchen Trockenfutter (das erste mal seit Wochen) gefressen. Ich hoffe sehr, dass es jetzt bergauf geht! 

Ich halte euch auf dem laufenden. 🥰


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