Cinnamon Kaninchen OP

Cinnamon Kaninchen OP | Spenden sammeln
 
 

Cinnamon ist ein Zwergkaninchen, das eine gute Freundin gefunden hat und meine Freundin und ich aufgenommen haben.

Er war unterkühlt und unterernährt, hatte sich mit Myxomatose, einem meist tötlichen Virus, infiziert. Wir haben ihn aufgenommen und aufgepäppelt, sind mit ihm zum Tierarzt und haben Antibiotika gekauft.

Heute am 7.1. wurde ein Röntgenbild gemacht, weil seine Wange geschwollen war und er kaum gegessen hat. Im Vergleich zum ersten Tierarztbesuch hat er sogar 100g abgenommen! Dafür hat er die Krankheit überwunden.

Das Röntgenbild ergab, dass er einen komplizierten Kieferbruch hat. Um zu schauen, ob man das überhaupt operieren kann (Kaninchenknochen sind sehr spröde und sein Kiefer verschoben) muss ein CT gemacht werden.

Das kostet zwischen 600 und 1000€ und das ist für uns kaum möglich, wir wollen ihn aber nicht einschläfern lassen ohne ihm nicht zumindest die Chance gegeben zu haben es zu überleben. Danach käme noch eventuell die OP und weitere Medikamente, aber darum können wir uns erst kümmern, wenn wir wissen was Sache ist.

Vielen Dank allein fürs durchlesen. Sehr vielen lieben Dank für jede Spende.

 

 

Hendrik, Lea und Cinnamon

Hendrik Pohl
21-02-2022

Hoffnung

 

Die Zeit verging und wir verbrachten die Tage mit dem gewohnten Rhythmus ihm Karotte aus den Gläschen, gestampfte Banane und Päppelbrei alle zwei Stunden zu geben, dazu abends Schmerzmittel. Große Neuerungen außer minimale Gewichtsveränderungen gab es nicht.

Bis jetzt!

Bei einem erneuten Kontrolltermin in der Tierklinik konnte festgestellt werden, dass der Bruch super verheilt ist! Dass er zumindest keine großen Schmerzen mehr hat, war uns klar, nachdem er angefangen hat Leute zu beißen, die leere Schüsselchen aus seinem Stall nehmen wollen...

Doch ist jetzt schon Alles geschafft? Ist sein Kiefer einfach so natürlich wieder zusammengewachsen und (viel wichtiger) auch so nicht verschoben, dass er wieder normal fressen kann? Wir konnten dieses Glück kaum glauben!

Tatsächlich gibt es noch hier und da neue Herausforderungen:

Durch die fehlende Abnutzung der Zähne sind die auf der Seite, wo der Unterkiefer nicht auf den Oberkiefer trifft, natürlich gewachsen. Auch, weil durch die Flüssignahrung kein Reibemittel da war, was die Zähne hätte abnutzen können. Allerdings konnte der Chirurg uns ermutigen: Dadurch, dass der Kieferknochen verheilt ist, können wir auf Heu, Karotte etc. umstellen. Damit würden die Zähne in Zukunft genug abgenutzt werden. Trotzdem müssen wir die Zähne abschleifen lassen, schon zu viel sind sie bisher gewachsen.

Diese Operation wird unter Vollnarkose etc. durchgeführt und ist dementsprechend doch nochmal kostenintensiv. Da durch die bisherigen Arztbesuche, Kontrolltermine in der Tierklinik, Schmerzmittel und (überteuerter) Päppelbrei unser Kapital wieder ziemlich aufgebraucht ist, ist das der Grund, warum wir für diesen letzten Schritt (wir können es kaum glauben, dass so schreiben zu können) nochmal die nötigen 200€ sammeln wollen. Wir bedanken uns wirklich mit ganzem Herzen bei allen bisherigen und künftigen Unterstützern, was wir erreicht haben ist umwerfend!

Aber was sind die aktuellen Hürden, außer die potentiell riskante OP?

Die Nahrungsumstellung hat natürlich Auswirkungen auf sein ohnehin super niedriges Gewicht. Dazu der Stress mit den Nachbarskaninchen, wobei wir diese Woche mit der Vergesellschaftung der drei beginnen wollen. Das wird zwar kurz alles schlimmer machen, aber langfristig sollte es sich entspannen und wir müssen sein Gewicht vor der OP hochkriegen!

Mit Karotte und Päppelbrei nimmt er immer weiter ab, so aktiv ist er. Das nährhaftere Heu muss er noch verstehen und dafür dürfen wir ihm weniger Flüssignahrung geben, was ihm doppelt nicht gut tut und dazu die Vergesellschaftung.... Immerhin das Schmerzmittel konnten wir erfolgreich absetzen.

Ihr seht, es sind immer noch stressige Zeiten, aber unser kleiner Kämpfer macht sich super!

(er ist übrigens recht alt und taub, wie neuste Tierarztbesuche feststellen ließen)

 

Liebe Grüße von Lea, Hendrik, Bunny und Clyde und natürlich Cinnamon!


Hendrik Pohl
11-01-2022

Inoperabel

Wir hatten heute morgen um Acht den Termin für das CT in der Kleintierklinik in Kalbach. Das schnelle Diagnosetelefonat danach hat viele neue Informationen gebracht, die ganz Andere sind, als wir gedacht haben, aber wieder auch Grund zur Hoffnung geben:

1. Der Unterkiefer ist neben dem Ab-bruch am linken Gelenk auch noch in der rechten Hälfte des Unterkiefers gebrochen. Vielleicht durch einen Biss eines anderen Tieres. Allerdings ist der Bruch in keiner Dimension verschoben und wird daher gut wieder zusammenwachsen.

2. Das abgebrochene Stück kann nicht operiert werden. Eine Drehung und Fixierung ist wegen der Porösität von Kaninchenknochen nicht möglich. Den Knochensplitter zu entfernen nützt nichts, die Narkose und Nachwirkungen würden ein höheres Risiko bergen als dass es nutzt, außerdem hat der körpereigene Abheilungsprozess schon begonnen.

3. Dieser Abheilungsprozess dauert bei genetischen Pflanzenfressern wie Kaninchen lange: 8 - 12 Wochen und wir sind in Woche 2... Außerdem kommt es zu mehr Komplikationen bei der Wundabheilung d.h. Entzündungen etc. Während des Abheilungsprozesses braucht er Schmerzmittel und kann nur Flüssignahrung zu sich nehmen, dazu kommen kleinere Behandlungen durch die Komplikationen. 

4. Es ist nicht klar, ob der Unterkiefer sich je stabilisieren wird. Da er an nur noch einem Gelenk hängt und bereits verschoben ist, muss geschaut werden, ob der Kiefer überhaupt wieder stabil oder für immer verschoben sein wird. Sollte der Kiefer instabil bleiben, könnte er nie wieder natürliche Nahrung zu sich nehmen und bräuchte immer Schmerzmittel. Dazu würden immer wieder Komplikationen durch die Verschiebung auftreten, wie der Abszess von letzter Woche. 

5. Wie weit kann man die Entscheidung moralisch vertreten, dass das Kaninchen ein Leben führt basierend auf künstlicher Nahrung und Schmerzmittel mit unendlich langer Liste an neuen Leiden und deren Behandlung? Auch das Leben kann ein schönes Leben sein, aber ab wann ist die Entscheidung zur Euthanasie für ein unmündiges Tier gerechtfertigt? Wann können oder sollten wir seinen Kampf beenden? 

 

Was also tun?

Um nachzuschauen, ob der Unterkiefer stabil sein wird, muss noch eine Untersuchung unter Narkose und ggf noch ein CT durchgeführt werden. Davon hängt alles ab. Die Kosten für das CT heute waren bedeutend geringer als erwartet, die angegebene Preisspanne bezog sich auf Hunde. Dementsprechend haben wir noch genug Geld um den weiteren Weg, ganz egal wie der aussieht zu gehen. Dafür möchten wir euch allen ganz herzlich danken. Ganz besonders der anonymen Person für die 500€! Ihr alle habt es innerhalb von quasi einem Wochenende möglich gemacht, dass Cinnamon die Chance hat zu überleben. Dafür vielen Dank!

Wir halten euch auf dem Laufenden

 

 

Lea, Hendrik und Cinnamon <3


Hendrik Pohl
09-01-2022

Cinnamon ist umgezogen! In seinem neuen, größerem Zuhause fühlt er sich recht wohl, auch wenn die Nachbarn gerade total am Rad drehen und den ganzen Tag lärmen und toben.

Morgen ist der nächste Tierarztbesuch und wir werden in der nächsten Tierklinik anrufen, um nach dem genauen Preis von CT und OP zu fragen. Karotte aus dem Gläschen ist sein neues Lieblingsessen! 😋🥕


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