Guten Tag,
hier ist Marco (23), der Enkel von Magrid Theresa Behlau (74).
Es geht um meine liebe Omi.
Im Jahr 2024 zog sie aus einer Großstadt, in der sie fast 18 Jahre lebte, zu uns ins Dorf.
Sie wollte diesen Schritt schon immer machen, hatte sich aber nie getraut. Sie mochte keine Veränderungen. Doch schließlich konnten wir sie überzeugen, zu uns zu kommen – auch, weil sie nicht mehr die Jüngste war und wir immer mit dem Schlimmsten rechnen mussten.
Als es endlich soweit war, sah man ihr die Erleichterung an. Sie sagte selbst, dass sie froh sei, diesen Schritt gegangen zu sein.
Sie fühlte sich wohl bei uns, bei ihrer Familie. Es war alles so schön. Ich traf sie oft beim Spazierengehen im Dorf. Sie war angekommen und fühlte sich extrem wohl – bis das Böse im Leben eintrat, das keiner hatte kommen sehen.
Zuerst konnte sie nicht mehr richtig laufen. Sie wollte nicht zum Arzt, weil sie Angst vor der Diagnose hatte. Wir mussten sie zwingen, hinzugehen, weil es immer schlimmer wurde.
Ihr Zeh war mittlerweile schwarz – es wurde eine Durchblutungsstörung festgestellt.
Als sie endlich zum Arzt ging, wurde sie sofort ins Krankenhaus überwiesen. Ihr Blutdruck lag bei 190. Man sagte uns, dass sie womöglich nicht mehr lange zu leben habe, aber dass man alles tun würde, um ihr zu helfen.
Daraufhin wurde sie am linken Bein operiert, die Gefäße wurden freigemacht. Wir dachten, es würde besser werden – aber das Gegenteil war der Fall.
Die Medikamente, die sie nehmen musste, machten ihr zu schaffen. Man sah ihr an, dass es ihr nicht mehr gut ging – in den letzten zwei Monaten ganz besonders. Trotzdem kämpfte sie und ging mit zu allen Veranstaltungen: Kommunion, Geburtstage, Familienabende – es war alles so schön. Man wollte es nicht wahrhaben.
Meine Oma wollte es selbst nicht wahrhaben. In den letzten zwei Wochen sagte sie öfter zu mir: „Ich will das nicht mehr. Ich kann langsam nicht mehr.“ Ich ahnte das Schlimmste – denn so kannte ich sie nicht. Sie hatte immer gekämpft, war immer tapfer – selbst vor der Operation, vor der sie solche Angst hatte.
Der schlimmste Tag meines Lebens kam: der 14.05.2025.
Meine Eltern wollten sie zum Kaffeetrinken abholen. Sie wollte sich gerade die Schuhe anziehen ...
Als sie sich wieder aufrichtete, fing es an.
Ihr Mundwinkel hing herunter. Meine Mutter sagte: „Schau mal in den Spiegel, was ist los?“
Meine Oma konnte es nicht glauben und fragte: „Was ist das denn?“ Doch es wurde mit jeder Minute schlimmer. Sie verlor das Gleichgewicht, musste sich setzen. Sofort riefen meine Eltern den Rettungsdienst – und mich und meine Geschwister.
Als ich ankam, saß sie auf einem Stuhl. Ich nahm ihre Hand und sagte: „Omi, alles wird gut.“
Sie sah mich an, lächelte nur noch. Ich sah die Angst in ihren Augen.
Wenige Minuten später kam der Krankenwagen. Wir dachten alle, es sei ein Schlaganfall.
Sie wurde auf die Trage gelegt und in den Krankenwagen gebracht.
Ich sagte noch zu ihr: „Omi, keine Angst, alles wird gut. Wir sehen uns im Krankenhaus.“
Leider wurde nichts gut.
Weil sie so hohen Blutdruck hatte und beim Schuheanziehen so viel Blut in den Kopf schoss, platzte eine Ader am oberen Nackenwirbel. Es staute sich Blut, der Druck war so hoch, dass er die gesamten Nervenbahnen im hinteren Kopf traf. Danach konnte sie nicht mehr sprechen, stehen, laufen – nichts mehr.
Im Krankenhaus fiel sie selbst ins Koma. Wenige Minuten später, als wir ankamen, sagten die Ärzte: Sie ist bereits hirntot. Man kann nichts mehr machen. Eine Operation ist nicht möglich. Sie wird zu 100 % sterben.
Für mich und meine Familie brach eine Welt zusammen. Wir konnten es nicht fassen.
Gestern war noch alles gut – und heute ist alles kaputt.💔
Es war die Oma, die immer für uns da war. Sie hat alles für uns getan. Sie war ein unglaublich guter Mensch.
So gut, dass ihre Organe nun gespendet werden – an Menschen, die sie dringend brauchen. Sie hätte es genau so gewollt.
Warum ich diesen Spendenaufruf mache?
Ich habe meiner Oma versprochen, dass ich für sie ein Grab besorge, an dem wir sie besuchen können. Wir hatten öfter über dieses Thema gesprochen, und sie sagte immer: „Ich kann nicht glauben, dass ich einfach weggeworfen werde.“ Da wir finanziell nicht gut aufgestellt sind und sie leider noch Schulden hatte, brauchen wir Hilfe.
Deshalb dieser Spendenaufruf.
Wir würden uns über jede einzelne Spende sehr freuen. Sie würde uns als Familie extrem helfen, ihren letzten Wunsch zu erfüllen.
Wir wissen aktuell noch nicht, wie teuer alles wird. Sollte etwas übrig bleiben, wird es weiter gespendet.