Unser kleiner Erwin wurde im August 2019 auf einem Bauernhof von Bekannten geboren. Als sie uns gefragt haben, ob wir eines der Kätzchen aufnehmen würden, und der kleine graue Tiger bereits beim ersten Besuch um unsere Beine streifte, konnten wir gar nicht anders als ihm ein neues Zuhause zu geben. Sofort waren wir begeistert von seiner freundlichen Art, seinem sanftmütigen Wesen und einer tollpatschigen Ader, die immer wieder für Slapstickeinlagen sorgte. Nach einer Weile merkten wir jedoch, dass diese Einlagen nicht nur an der Tollpatschigkeit unseres felinen Freundes lagen. Anfang des Frühjahrs fing er an, vor allem wenn es hektisch wurde, immer öfter gegen Gegenstände zu rennen, sich den Kopf an Ecken anzustoßen, oder eine Treppenstufe zu übersehen. Eine zunehmende Trübung der Augen, brachte uns schließlich dazu, unseren Tierarzt aufzusuchen. Es wurde Grauer Star in fortgeschrittenem Zustand festgestellt. Da sie es sich bei einer so jungen Katze jedoch überhaupt nicht erklären könnte, schickte sie uns weiter zu einem Kollegen, der auf Augenheilkunde bei Tieren spezialisiert war. Die über einstündige Fahrt, die Erwin, trotz leichter Reisekrankheit, tapfer überstand, zeigte einen reversiblen Katarakt. Die guten Nachrichten (operabel, Netzhaut und Galskörper sind nicht betroffen) wurden etwas von dem Schock der hohen OP-Kosten, sowie der Feststellung, dass die Trübung der Linsen schon so weit fortgeschritten ist, dass Erwin nur noch Schatten sieht und auch eine Verkleinerung der Linse bereits eingesetzt hat, etwas getrübt. Für das rechte Auge bleiben noch etwa 2 Monate, in denen es operiert werden kann.
Da unser Erwin noch nicht mal ein Jahr alt ist, würden wir ihn nur allzu gerne dieses Riesen Stück Lebensqualität zurückgeben, damit er auch weiterhin in unserem Garten mit den Nachbarskatzen herumtollen kann und sich nicht jedes Mal erschrickt, wenn man eine Tür schließt oder vor ihm steht. Wir sind uns bewusst, dass es viel verlangt ist, dass sie uns helfen, aber es wäre super, wenn wir einen Teil der Kosten der OP über ihre Spenden erhalten könnten und so beide Augen richten könnten und nicht nur eines, was unsere finanziellen Möglichkeiten ausschöpfen würde.
Herzlichen Dank!
L. Wunderlich und S. Thoma