Mein Name ist Melanie, ich bin Anfang 40 und seit Beginn meiner Mamazeit alleinerziehend. Da sind Höhen und Tiefen in brisanten Wellenformen schon normal. Die Herausforderungen des letzten Jahres übertrafen dann aber einiges. Nachdem ich mich entschied meinen Beruf ruhend zu stellend (nach einem Burnout wurde es Zeit für eine Kur und neuer Wege) und doch noch endlich meinen Masterabschluss zu machen, ergab sich ein Jahr voller bürokratischer Hürden.
Als "zu alte" Studentin wurde ich nicht für die studentische (günstigere) Versicherung zugelassen und musste mich letzten Endes (nach gescheiterten Einsprüchen) freiwillig versichern lassen. Trotz meiner beiden Kindern zahlte ich somit monatlich soviel wie ein Alleinverdiener ohne Kinder. Aber ich habe mich letzten Endes für diesen Weg entschieden und zahle dies Summe, die sich anhäufte, nun in Raten zurück.
Dann kam die Kirsche auf der Sahnehaube. Erst einmal eine satte Mieterhöhung (trotz kaputter Heizung, defekter Fenster und vielen weiteren Mängeln), zwei Monate später aus dem Nichts die Eigenbedarfskündigung. Und von Seiten eines sehr stressigen Vermieters nur Unverständnis und ein direkter Antrag auf Räumungsklage. An eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern, die gerade ihre Masterarbeit schrieb. Nebenbei die Wohnungssuche und Termine beim Mieterschutzbund. Alles vergeblich. Der Kampf war für mich letzten Endes nebensächlich, denn dazu kamen nun noch zwei notwendige Operationen, ein negativer Befund und jede Menge Ängste und Sorgen.
Mittlerweile sind wir in unserer neuen Wohnung und so langsam sackt alles nach. Eine weitere OP steht an.
Problematisch ist der "Vergleich" den mein (nicht wirklich kompetenter) Anwalt herausschlug.
Es gab weder eine Entschädigung noch Verständnis. Die von uns durchgesetzte Mietminderung wurde nachgehend nicht berücksichtigt, die Mehrkosten für eine hohe Kaution der neuen Wohnung, die Umzugskosten usw. wurden nicht entschädigt, die falsche Nebenkostenabrechnung nicht geprüft und und und.
3800 Euro sollen wir (diejenigen, die sich in einem sehr angespannten Wohnungsmarkt unglaublich bemüht haben ein neues Zuhause in der kurzen Zeit zu suchen) nun nachgehend an den Vermieter zahlen. Hier mit inbegriffen sind zwei offene Mieten, die ich nicht zahlen konnte, da ich die Kaution für das neue Zuhause zusammen bekommen musste.
Nun wohnt der Sohn des Vermieters (ohne Anhang) in einem über 200qm großen Haus. Eine alleinerziehende Mutter, die mitten im Masterabschluss steckte und krank wurde, lebt nun woanders.
Ich möchte nun einfach mit dieser Geschichte abschließen und für meine Kinder gesund werden und bleiben.
Darum habe ich mich nun durchgerungen, diese Aktion hier zu starten und hoffe die Summe zu sammeln, die ich nun vollständig und in einer Summe zahlen soll, um endlich einen WIRKLICHEN Neustart genießen zu können.
Zur Erklärung: Ich arbeite schon immer und bin keine "Sozialschmarotzerin". Ganz im Gegenteil. Neben meiner Arbeit, gehe ich putzen, versuche alles finanziell zu stemmen. Denn auch die neue Miete ist unglaublich hoch.
Meine Ärztin empfiehlt mir nicht zu arbeiten. Stress zu vermeiden.
Ich denke jeder Mensch hier weiß, dass das fast unmöglich ist.
Danke für Eure Unterstützung!