Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir endlich unser Ziel. Am 16. Mai 2025 brachen mein Mann Heinz, meine Tochter und ihre Ehefrau sowie ich zu unserer neuen Heimat, Kroatien, auf, um dort ein neues Leben zu beginnen. Da wir nicht die ganze Strecke auf einmal fahren wollten, machten wir einen Zwischenstopp in Deggendorf (Bayern), wo wir für eine Übernachtung bleiben wollten. Wir waren gut gelaunt, machten Scherze und fassten den Entschluss, am Abend im Restaurant „Zur Knödelwerferin” einzukehren. Nach der Aussage folgte die Tat: In einer gemütlichen Runde fand die Feier unserer Auswanderung statt. Wir freuten uns auf ein neues Abenteuer und einen neuen Lebensabschnitt, der uns mit neuen Herausforderungen und Erlebnissen erwarten würde. Plötzlich sackte Heinz vorne über. Er hatte einen kompletten Herz- und Atemstillstand. Während des laufenden Betriebes wurde Heinz von meiner Tochter Rebecca und einem bis heute unbekannten Helfer zehn Minuten lang wiederbelebt, bis endlich der Notarzt eintraf. Mit absoluter Verzweiflung musste ich mit ansehen, wie meine Tochter ihrem Vater Mund-zu-Mund-Beatmung gab. Immer wieder sah ich ihre Verzweiflung und ihr Flehen, dass Heinz zurückkehrt. Insgesamt wurde Heinz 30 Minuten lang reanimiert. Er hatte einen Herzschlag, wurde ins künstliche Koma versetzt und wir bangten um ihn. Wir waren überwältigt von dem Trauma und hofften, dass er es schaffen würde. Jedoch wurde bald klar, dass dies nicht so ist, wie zunächst angenommen. Mit tiefem Bedauern mussten wir ihn schließlich am Freitag, dem 23. Mai 2025, in Würde und mit gebrochenen Herzen gehen lassen. Er ist gestorben, umgeben von all den Menschen, die ihn geliebt haben. Sein letzter Atemzug war für ihn die Erlösung, für uns jedoch ein unbegreiflicher und grauenvoller Moment.
Eigentlich sollten wir doch schon in unserem neuen Zuhause in Kroatien sein.
Nun befinde ich mich in einer finanziellen Notlage.
Die Witwenrente wurde vorerst abgelehnt. Heinz ist drei Wochen vor unserem ersten Hochzeitstag gestorben. Darum wird eine Versorgungsehe angenommen. Heinz' Einkommen war unser Haupteinkommen. Infolge meiner posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bin ich lediglich in der Lage, einer Teilzeittätigkeit nachzugehen. Dies führt dazu, dass mein gegenwärtiges Einkommen nicht ausreicht, um die kontinuierlich anfallenden Kosten zu decken. Ich hatte das große Glück, bei meiner Tochter unterkommen zu können. Denn in Deutschland hatten wir ja alles aufgelöst. Ich stand wirklich mit dem Verlust meines Mannes vor dem Nichts, denn ich hatte kein Zuhause mehr und keinen Partner, der mir emotional Halt gab, und sein Lächeln und sein Humor fehlen mir sehr. Er hätte sich beschwert, wie kleinlich und stur die Regeln und Gesetze der Banken und Versicherungen sind. Die mich nun hindern, seinen Nachlass zu regeln. Da Heinz kein Testament hinterließ, ist es unwahrscheinlich, dass er an sein eigenes Ableben dachte, solange er sich noch gesund fühlte. Die versäumte Versicherung eines großen Kredits hatte eine nachteilige Auswirkung auf mich. Ich stehe vor einem finanziellen Scherbenhaufen, den ich alleine nicht bewältigen kann. Das ist die Kurzfassung meiner Situation. Ich benötige nun Hilfe, um die ausstehenden Beerdigungskosten decken zu können.
Deshalb wende ich mich an euch und bitte um Hilfe und das fleissige teilen dieses Aufrufes.
Danke für die Anteilnahme und evt. Hilfe.
Gruß Tatjana
Ich trag dich weiter
Er fehlt uns so sehr