Mein Name ist Sabine Buschmeyer.
Ich bin seit fast 36 Jahren mit meinem Mann Thomas verheiratet und wir haben 2 Töchter Laura, 28 Jahre und Olivia, 31 Jahre alt.
Im Dezember 2011 wurde bei mir eine progrediente Form der Multiple Sklerose festgestellt.
Anders als bei der schubförmigen MS, ist diese Form nicht behandelbar. Ich habe über den ganzen Tag und in der Nacht immer wieder Spastiken in den Beinen, die für mich sehr schmerzhaft und kraftraubend sind.
Hinzu kommt, dass ich, sobald ich im Bett liege, Rückenschmerzen bekomme, mal mehr und mal weniger. Daher schlafe ich nicht sehr lange.
Ich bin gelernte Arzthelferin bzw. Praxisassistentin und habe bis zur Geburt meiner Töchter voll gearbeitet. Danach habe ich viele Jahre in einem Altenheim auf der Wachkomastation gearbeitet.
Im Laufe der Jahre konnte ich den Job nicht mehr ausführen, da die Beschwerden immer schlimmer wurden.
Aus diesem Grunde lebe ich von der Erwerbsminderungsrente.
Mein Mann ist berufstätig.
In den letzten 13 Jahren ließ meine Gehfähigkeit immer mehr nach und sitze nun seit fast 5 Jahren nur noch im Rollstuhl.
Diesen bekam ich 2014, um längere Wegstrecken, wie Spaziergänge etc. weiterhinunternehmen zu können. Seit 2017 habe ich eine Zugmaschine für den Rollstuhl, um wieder mehr Spaß und Freude mit meinem Mann und Hund für längere Spaziergänge oder Ausflüge zu haben. Das hat meine Lebensqualität enorm gesteigert.
Meine motorischen Fähigkeiten nahmen trotz regelmäßiger Physio- und Ergotherapie immer mehr ab. Dies hatte zur Folge, dass ich meine geliebten Hobbies,wie Gartenarbeit, Handarbeiten, Basteln, Lesen und Malen nicht mehr ausüben konnte.
Damit ich zu Hause wohnen bleiben konnte, mussten wir Im Jahr 2020 das Erdgeschoß unseres Hauses komplett behindertengerecht umbauen.
Dazu benötigten wir einen Kredit, der unser finanzielles Budget schmälert.
Wir haben eine Terrasse direkt an unserer Küche mit einem zusätzlichen Lift, der mich mit meinem Gefährt in den Garten bringt. Der Terrasseneingang ist mein neuer Eingangsbereich, da ich aufgrund der Erkrankung keine Treppen mehr nutzen kann.
Das Bad wurde ebenfalls rollstuhlgerecht umgebaut und mit mehreren Haltegriffen versehen, die mir das Umsetzen vom und in den Rolli möglich machen. Auch im Schlafzimmer habe ich einige Hilfsmittel um mich im Bett zu drehen oder überhaupt aus dem Bett zu kommen. Des Weiteren haben wir im Wohnzimmer einen Haltegriff auf dem Boden fest anbringen lassen, damit ich vom Rollstuhl in den Fernsehsessel wechseln kann.
Unsere allergrößte Leidenschaft war das Camping. Wir haben über 20 Jahre in unserem Wohnwagen Urlaub an der See gemacht.
Eine Nebenwirkung meiner Erkrankung ist das Gefühl, immer auf Toilette zu müssen. Daher waren sämtliche Freizeitaktivitäten nicht mehr möglich, da ich ohne eine Toilette in der Nähe mich nicht aus dem Haus traute. Aus diesem Grund haben wir schweren Herzens unseren geliebten Wohnwagen verkauft und ein gebrauchtes Wohnmobil angeschafft. Somit konnten wir wieder als Paar am Leben teilhaben und in den Urlaub fahren ohne die Angst, dass ich nicht rechtzeitig eine Toilette aufsuchen kann.
Leider trat dann das nächste Problem auf, dass ich nicht mehr ins Wohnmobil einsteigen konnte. Meine Beine und Füße wollen nicht mehr das umsetzen, was ich gerne möchte. Ich bin wieder an Haus und Garten gefesselt. Aus diesem Grunde haben wir uns im letzten Jahr Erkundigungen eingeholt, was es für Möglichkeiten gibt.
Die einfachste Lösung ist der Umbau des Beifahrersitzes mit einem Hubschwenksitz.Somit könnte ich vom Rollstuhl direkt in den Beifahrersitz einsteigen und per Lift in das Wohnmobil kommen. Im Wohnmobil könnte ich dann wieder meinen Rolli nutzen.
Leider hat sich mein Zustand verschlechtert, so dass diese Option jetzt nicht mehr umsetzbar ist.
Hinzu kam, dass mein Ehemann Thomas 2023 einen Bandscheibenvorfall in der HWS erlitt und operiert werden musste. Danach fiel er über ein halbes Jahr aus und musste sich mit Physio- und Ergotherapie zurückkämpfen. Seit der OP sind vermehrt sensitive Störungen in beiden Händen aufgetreten, die wohl auch bleiben werden. Des Weiteren leidet er unter chronische Rückenschmerzen, da auch der untere Rücken komplett geschädigt ist.
Seit vielen Jahrem unterstützt er mich in allen Lebenbereichen.
Jetzt gibt es die Möglichkeit, ein größeres Fahrzeug anzuschaffen, wo sowohl ein Lift für den Beifahrersitz eingebaut wird, als auch eine frei zugängliche Toilette mit Haltegriffen. Der Lift befördert den Beifahrersitz komplett durch das Fahrzeug, so dass man entweder als Beifahrer mitfahren kann oder im hinteren Bereich direkt zur Toilette kommen kann. Auch der Ein- und Ausstieg vom Rollstuhl in den Sitz oder umgekehrt , ist damit problemlos.
Dafür soll das Wohnmobil verkauft werden, um einen Teil der Kosten zu decken. Für uns wäre das die einzige Möglichkeit gemeinsam etwas zu unternehmen, Freunde und Bekannte zu besuchen oder in Urlaub zu fahren.
Bitte helfen Sie uns!!!
Da es bei dieser MS-Variante nur eine Richtung gibt und sich leider nicht behandeln lässt, wären wir so dankbar, wenn wir noch eine gewisse Zeit gemeinsam nutzen können.
So eine Neuanschaffung des Fahrzeugs inkl. Umbau kostet ca. 73.000 €.
Auf Grund der hohen Kreditbelastung für den behindertengerechten Umbau des Hauses können wir dieses nicht aus eigenen Mitteln finanzieren.
Mein Antrag beim Amt für Eingliederungshilfe wird zurzeit geprüft.
Des Weiteren haben wir bereits Spendenzusagen von diversen Stiftungen in Höhe von 14.000,00 € erhalten.
Wir sind Mitglied im Verein Mobil mit Behinderung e.V. und werden vom Verein unterstützt.
Der Verein hat uns ein kostenfreies Spendenkonto zur Verfügung gestellt und stellt ab einem Betrag von 300 € Spendenquittungen aus.
Kontoinhaber: Mobil mit Behinderung e.V.
Bankname: VR Bank Südpfalz eG
BIC: GENODE61SUW
IBAN: DE27 5486 2500 0207 1385 80
Verwendungszweck: SABINE
Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mein Schreiben zu lesen.
In der Hoffnung auf Ihre Hilfe verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
Sabine Buschmeyer