4. EDIT:
Am 20.09. habe ich das kleine Taubenküken aus der TiHo Hannover abgeholt, und seitdem kümmere ich mich liebevoll um sie. Sie bekommt viermal am Tag 10ml Brei mit ihren Medikamenten, und erstaunlicherweise macht sie das alles tapfer mit. Die meiste Zeit schläft sie – etwa 90% des Tages – aber zu den Mahlzeiten wird sie mittlerweile von selbst wach und beginnt sogar zu betteln. Es ist so schön zu sehen, wie sie ihren Lebenswillen wiedergefunden hat.
Die Genesung wird ihre Zeit brauchen, aber diese Zeit hat sie bei mir.
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3. EDIT:
Dem kleinen Taubenküken geht es jeden Tag ein kleines bisschen besser, auch wenn der Fortschritt langsam ist. Die Tierärztliche Hochschule Hannover hat mich angerufen und mir mitgeteilt, dass ich sie abholen kann, um sie bei mir zu Hause weiter aufzupäppeln. Die nötigen Utensilien habe ich schon besorgt – die ersten 200 €, die in die Pflege geflossen sind.
Ich werde das Küken voraussichtlich am Freitag abholen, da ich erst dann das Auto zur Verfügung habe. Mein Mann ist diese Woche viel auf Dienstreise. Aber das Küken ist in der TiHo gut versorgt, und ein Tag mehr oder weniger macht dort keinen großen Unterschied.
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2. EDIT:
Es gibt endlich gute Neuigkeiten: Am Freitag begann die Ärztin mit einer zweiten Antibiotikabehandlung, um das entzündete und eiternde Auge des Taubenkükens in den Griff zu bekommen. Nach dem Wochenende hat sich ihr Zustand spürbar verbessert – das Auge eitert nicht mehr, und damit schwindet langsam die größte Gefahr.
Im Laufe der Woche kann ich die Kleine abholen. Das Auge wird zwar später noch entfernt werden müssen, und sie bleibt mindestens drei Monate ein Intensivpatient. Aber es geht bergauf!
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1. EDIT:
Ein kleines Licht der Hoffnung: Der allgemeine Zustand des Taubenkükens hat sich gebessert. Die inneren Blutungen sind gestoppt, und der Kot ist für eine Taube in ihrem Zustand erstaunlich gut. Doch bei genauerer Untersuchung bemerkte die Ärztin, dass der Schnabel schief steht. Ein Röntgenbild bestätigte unsere Befürchtungen: Eine Schnabelfraktur und eine Jochbeinfraktur. Wir zählen nun 2 Frakturen am Kopf. 5 im Körper.
Letztere erklärt auch den schlimmen Zustand des Auges, denn der Knochen hat das Auge regelrecht aufgespießt. Eine Operation ist unausweichlich. Momentan kämpfen wir jedoch vor allem mit einer schweren Entzündung in der Augenhöhle, die auf die erste Antibiotikabehandlung nicht reagiert. Um herauszufinden, welche Bakterien oder Pilze die Entzündung verursachen, haben wir einen Resistenztest und eine mikrobiologische Untersuchung veranlasst. Nur so können wir gezielt gegen die Entzündung vorgehen.
Wegen der Schnabelfraktur muss das Küken nun sondiert werden, was ohnehin notwendig gewesen wäre, da es in seinem Alter noch von den Eltern gefüttert würde. Sobald wir die Ergebnisse der Tests haben, hoffen wir, das Auge zu retten.
Die Knochenbrüche sollten gut verheilen, aber das Auge bleibt unser größtes Problem. Sollten wir trotz aller Bemühungen keine Besserung erreichen, müssten wir sie schweren Herzens gehen lassen. Doch noch kämpfen wir für dieses kleine Leben – und hoffen auf ein kleines Wunder.
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Gestern wurde ich in die Innenstadt gerufen. Es war eine dieser Situationen, die das Herz sofort schwer werden lassen – ein Küken, kaum mehr am Leben, lag vor mir. Ihr kleiner Körper, blutig und zerschunden, und das Auge... Es sah aus, als würde es aus der Höhle hängen. Ohne zu zögern brachte ich sie zur Tiermedizinischen Hochschule Hannover. Die Ärzte nahmen sie sofort auf. Hoffnung und Angst mischten sich in mir.
Heute kam der Anruf. Die Stimme der Ärztin war ruhig, doch ihre Worte rissen einen tiefen Schmerz in mein Herz. Fünf Brüche, innere Blutungen. Das Auge war nicht herausgerissen, doch ein Blutfropfen hing heraus. Sie entfernten den Fropfen, nur um zu sehen, wie das Auge erneut zu bluten begann. Jetzt ist es geschwollen, und die Ärzte müssen prüfen, ob der Druck so hoch ist, dass sie es entfernen müssen. Sie versuchen es mit Augentropfen, in der stillen Hoffnung, dass es noch abschwellen könnte. Doch diese Hoffnung fühlt sich zerbrechlich an, wie die Knochen des kleinen Wesens, das da um sein Leben kämpft.
Der Rest ihres Körpers – verschattet. Das könnte Pilze bedeuten, oder das Ergebnis der inneren Blutungen. Doch das Schlimmste, das am meisten schmerzt, ist der Gedanke, wie sie so zugerichtet wurde. Ein kleines Küken, wahrscheinlich aus dem Nest gefallen, vom Menschen mutwillig getreten. Ein unschuldiges Leben, das inmitten von Gleichgültigkeit zerschlagen wurde.
Außerdem lag neben der Taube eine Klinge. Kann Zufall sein, kann aber auch gegen sie gerichtet worden sein.
Ich wünschte, ich könnte mehr tun, als nur warten. Mehr tun, als hoffen, dass dieses kleine, geschundene Wesen doch noch eine Chance bekommt. Die Ärzte tun jedenfalls alles in ihrer Macht stehende.
Die Tierarztkosten werden sich voraussichtlich zwischen 500€ - 1000€ belaufen.
Je nachdem wie das weitere vorgehen ist und eine OP nötig sein wird.
Alleine unstemmbar für eine kleine private Stelle wie mich.