Seit 10 Jahren bin ich selbständig als freiberufliche Kunsttherapeutin und Märchenerzählerin. Nun zeigt sich, dass etwas Neues hinzukommen möchte. Meine Kraft, meine Fähigkeiten und Gaben möchten nun mit 56 Jahren noch viel tiefer dorthin, wo wärmende, nährende und mütterliche Begleitung nottut: Die junge Familie!
Und das hat einen Grund: In meiner Arbeit als Märchenerzählerin, Kunsttherapeutin und freie Dozentin für Kunsttherapie sowie in meinem privaten Umfeld erlebe ich immer wieder die große emotionale Not vor allem junger Mütter. Sie werden mit den vollkommen neuen Aufgaben, aber ihren Ängsten, Sorgen und Unsicherheiten allein gelassen - und damit meine ich nicht Vorsorgeuntersuchungen und den Kuchen, den die Verwandten zum Besuch mitbringen. Es geht um ganz konkretes Bemuttern, um Fürsorglichkeit frei von jeglicher Verruteilung und Erwartung. Es geht um einen geschützten inneren und äußeren Raum für alles, was Mutter, Kind und letztlich die ganze junge Familie braucht: Ruhe, Geborgenheit, hilfreiche Tipps und ganz praktische Kniffe, aber auch die Wahrung des Heiligen und Besonderen, wenn ein Mensch in diese Welt eintritt.
Ich selbst bin Mutter von vier inzwischen erwachsenen Kindern und kenne die Nöte und Ängste von Familien sehr gut.
Eine ganz wunderbare Herzensfreundin und frischgebackene Mutter zeigte mir, dass es durchaus Wert hat, dass ich vierfache Mutter bin. So verfüge ich über die Erfahrung, vier Kinder ins Erwachsenenleben begleitet zu haben, eine geplante Krankenhaus-, zwei geplante Haus- und eine abgebrochene Hausgeburt, ein Sternenkind, insgesamt vier Jahre Stillzeit und die Erkenntnis, dass es die größte Herausforderung des Lebens ist, als junge Familie zu bestehen.
Die Freundin, nun in der nächsten Generation junge Mutter, schreibt dazu:
"Unsere Kultur ist eine kühle, mutterlose geworden, die, für mich als junge Mutter nun noch deutlicher als zuvor spürbar, nichts dringender braucht um zu heilen und zu genesen, als eben dies: Mütter für die Mütter. Wärme und Fürsorge in dieser verletzlichsten, mächtigen Wandelzeit im Leben einer Frau, die durch sich hindurch unser aller Zukunft gebiert. Sind die Mütter genährt, sind alle versorgt."
Daher möchte ich Doula werden. Eine Doula begleitet, betreut und bemuttert und hält den wärmenden, geborgene Raum um Mutter und Kind.
Definition: Eine Doula (griechisch für „Dienerin“) ist eine geburtserfahrene Frau, die einer werdenden Mutter während vor, während und nach der Geburt zur Seite steht. Sie kann sich ganz auf die Bedürfnisse der Frau konzentrieren, sie unterstützen und ihr Mut machen.
Die achtsame, aufmerksame Begleitung umfasst Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt, Stillzeit, Geschwister bis hin zu Abtreibungen. Die Doula steht in der uralten weiblichen Tradition der Frauen, die einander beistehen, und beinhaltet heute auch die Stärkung des Vaters und der Geschwisterkinder. Hier geht es um medizinisches Grundwissen, Techniken und Übungen von Achtsamkeit bis Yoga, Rituale und Gespräche, Hand halten und vielleicht auch mal eine entlastende Massage.
Um diese Arbeit tun zu dürfen, benötige ich nicht nur noch viel tiefgreifenderes Wissen, sondern auch einen Nachweis über meine Qualifikation. Dafür gibt es in Deutschland fundierte Ausbildungen, die mit einem international anerkannten Zertifikat bescheinigt werden. Zur Zeit haben eher junge Frauen Interesse am Doula-Sein. Meine Fülle für diesen Beruf, die ich mitbringe, ist Mütterlichkeit, Achtsamkeit, sehr gute Kommunikationsfähigkeit, eine großes Repertoire an kreativen Übungen und Ideen und viele wunderschöne Geschichten aus dem reichen Schatz der Märchen und Sagen. All das kann in der oft angespannten Situation in jungen Familien hochgradig entlastend sein. Ich bin überzeugt und spüre zutiefst, dass ich einen wirklichen Beitrag für die Gemeinschaft mit dieser Arbeit bringen kann, der gebraucht und erbeten ist.
Bitte unterstützt mich, diese Ausbildung machen zu können. Gern halte ich Kontakt mit euch und berichte über die Fortschritte und die Erlebnisse auf meinem Weg. Darüber hinaus lade ich euch herzlich zu einer meiner Märchenstunden ein. Ganz herzlichen Dank.