<p>Unsere kleine Melina hatte als Fruehchen schon einen schweren Start ins Leben. Gleich nach ihrer Geburt erhielten wir die Diagnose, dass der Balken zwischen den Hirnhaelften nicht angelegt ist, hierzu meinten die Aerzte, dass es eventuell keine Einschraenkungen fuehr ihr taegliches Leben bedeutet, bis hin zur Schwerbehinderung. Leider traf letzteres zu. In Melinas erstem Lebensmonat bekam sie bereits die naechsten Diagnosen, Mikrozephalie (Kleinwuchs des Kopfes) und infantile spastische Tetraparese, wodurch sie weder ihre Beine, noch ihre Arme kontrolliert bewegen konnte, sie war ihr gesamtes Leben auf Therapiestuehle und Rollstuhl angewiesen. In ihrem 4. Lebensjahr bemerkten wir, dass ihre Augen anfingen zu "flimmern", Diagnose Epilepsie. Nach vielen Krankenhausaufenthalten und Arztbesuchen wurde sie auf insgesamt 3 Medikamente nur gegen die Epilepsie eingestellt und blieb vorerst auch anfallsfrei. Trotz ihrer schweren Einschraenkungen war Melina ein froehliches und munteres Kind, sie ging gern spazieren, alberte mit uns und ihren Geschwistern, sah gern Kinderprogramm und ging auch gern in den speziell fuer Kinder mit Einschraenkungen angelegten Kindergarten.</p> <p>Es kam der Tag, an dem Melina eingeschult wurde, auch hier ging sie gern hin, wurde jedoch monatlich mit Atemwegserkrankungen krank. Im Januar diesen Jahres wurde unsere Melina schwer krank, steckte sich bei einem Mitschuehler mit Influenza A an, der Hausarzt diagnostizierte erst eine Bronchitis, diese verschlimmerte sich jedoch zusehends und wir sind am dritten Tag mit Melina in die Klinik gefahren, auch hier wurde erst eine Bronchitis diagnostiziert, wir blieben nur in der Klinik, da die Entzuendungswerte in ihrem Blut zu hoch waren, das war Freitag der 19.01.2024. Da sich Melinas Zustand rapide verschlechterte, wurde sie auf die Intensivstation verlegt, hier wurde sie auch geroentgt, mit der Diagnose schwere, fortgeschrittene Lungenentzuendung mit Influenza A. Unsere Tochter wurde sofort an ein High Flow Geraet angeschlossen, dieses Geraet pumpt mit Druck Sauerstoff in die Lunge, bis Freitag Abend stabilisierte Melina sich, wir und die Aerzte waren voller Zuversicht, dass Melina das Krankenhaus irgendwann gesund verlassen wird. Einen Tag spaeter, am Samstag, stieg ihr Fieber, sie benoetigte Plasma- und Bluttransfusionen, zusaetzlich wurde der Druck und der Sauerstoffanteil am Geraet immer hoeher gestellt, bis dies nicht mehr ausreichte. Melina wurde am Nachmittag an eine CPAP Maske angeschlossen, auch das brachte keine Besserung. Am Samstagabend beschlossen die Aerzte Melina zu intubieren und sie somit im kuenstlichen Koma kuenstlich zu beatmen. Nach einem etwa 4 Stunden dauernden Eingriff durften wir wieder zu unserer Tochter, mittlerweile war ser engste Kreis der Familie um Melina versammelt, die Sauerstoffsaettigung fiel jedoch zusehends und ihr Fieber stieg, saemtliche Massnahmen Melina zu retten schlugen fehl und so schloss unser Engel am Sonntag dem 21.01.2024 um 6:59 Uhr, im Alter von nur 7 Jahren, fuer immer ihre Augen und hinterlaesst eine Leere, die nichts und niemand jemals wieder schliessen kann. Melina wurde am 5.2.2024 beerdigt, dies war nur durch die finanzielle Hilfe vieler Menschen moeglich, dafuer danken wir allen von Herzen. Die Beerdigung hat jedoch mehr gekostet, als wir Spenden bekamen, so haben wir all unsere Erspanisse hierfuer aufgebraucht. Wir haben fuer Melina einen schoenen Gedenkstein ausgesucht, mit Einfassung uebersteigt dieser nun leider auch unsere finanziellen Mittel, wir bitten jeden, der diesen Aufruf liest um eine Spende, auch wenn sie noch so klein ist, danke.</p>