Liebe Freunde, Familie und Unterstützer,
es fällt uns nicht leicht, uns an euch zu wenden, aber die Herausforderungen, die unsere Familie seit fast 10 Jahren durchlebt, erfordern jede mögliche Hilfe und Solidarität.
Ein Freund von mir hat mir vor langer Zeit bereits geraten einen solchen Aufruf zu starten, jedoch war ich zu stolz, denn ich muss als Familienvater schon dafür sorgen...
Die Erkenntnis, nein, ich schaffe es nicht, ist schmerzlich genug um das dann auch noch nach aussen zu tragen. Nun ist die Situation dermaßen angespannt, dass ich mich dazu entschlossen habe doch einen solchen Aufruf zu starten.
Nun zu uns:
Wir, bestehen aus Vater (45), Mutter (42), einem autistischen Sohn (10) und einer jüngeren Schwester (8). Unser Zuhause ist eine 68 Quadratmeter große Wohnung, in der die Kinder sich ein Zimmer teilen. Doch diese räumliche Enge ist nur ein Teil unserer Geschichte.
In früher Kindheit unseres Sohnes wurde deutlich, dass etwas nicht stimmt – Zwangsstörungen, übermäßige Wutausbrüche und Schlafprobleme wurden zur täglichen Realität. Mit 4 Jahren wurde schließlich die Diagnose Autismus gestellt. Zu dieser Zeit war die kleine Schwester gerade einmal ein Jahr alt.
Seither haben wir unzählige Therapien durchlaufen und unseren Arbeitsalltag anpassen müssen, um unserer Situation mit dem autistischen Sohn und seiner gesunden Schwester gerecht zu werden. Ursprünglich planten wir den Umzug in größere Räume, in eine geräumige Wohnung oder sogar in ein Haus. Leider stellte sich schnell heraus, dass es schwierig werden würde, eine passende Wohnung zu finden – insbesondere mit einem auffälligen Kind. Unser autistisches Kind ist nicht introvertiert, ganz im Gegenteil. Solch eine Familie möchten viele Vermieter nicht haben. Daher wurde uns klar, dass ein ruhiges Haus in einer abgeschiedenen, ruhigen Gegend die beste Lösung für uns ist. Dies ist nicht nur für unseren autistischen Sohn wichtig, der Ruhe braucht, sondern auch für die gesamte Familie, insbesondere seiner Schwester – sie leidet am meisten unter dieser Situation.
Wer sich unter Autismus nichts vorstellen kann, stelle sich vor, ihr geht auf die Kirmes, so erlebt unser Sohn die Reize in der Stadt, da er nicht selektieren kann, bekommt er ALLES mit was um ihn herum passiert. Diese Reize führen natürlich zu massiver Unruhe die sich auf alle Menschen in seiner Umgebung übertragen.
„Die Liebe wird niemals enden“ So steht es in den Taufbüchern unserer Kinder. Wir kämpfen, weil wir lieben und stark sein wollen. Doch als Eltern sind wir erschöpft. Seit der Geburt unseres autistischen Kindes haben wir nicht einmal fünf Tage gehabt, an denen wir etwas ohne Kinder unternommen haben 24/7 Betreuung ist notwendig. Selbst Urlaube gestalten sich schwierig, da Veränderungen für unseren Sohn schwerwiegend sind, und es eine Woche braucht, bis er sich an die neue Umgebung gewöhnt hat.
Durch diesen Aufruf erwarten wir keine Geschenke, sondern erhoffen uns etwas Unterstützung für die Verwirklichung eines Eigenheims. Ich bin voll berufstätig und kann zum Glück dank meines Arbeitgebers flexibel arbeiten, jedoch reicht mein Einkommen für die heutigen Bankanforderungen nicht mehr aus.
Damit wir uns unseren Wunsch nach einem Eigenheim erfüllen können benötigen wir neben unserem Ersparten zusätzliche 125.000€ um von der Bank den benötigten Kredit zu bekommen, den wir uns dann auch leisten können.
Wir bieten den Spendern an die gespendete Summe zurück zu erstatten und sind auch bereit dies angemessen zu verzinsen. Vielleicht gibt es ja sogar jemandem für den es ein Leichtes ist uns ein privates Darlehen zu geben, als Sicherheit dient dann natürlich auch das Haus.
Wir möchten nichts geschenkt, nur eine Chance, eine Möglichkeit unsere Situation irgendwie zu verbessern.
Jeder Beitrag, sei er noch so klein, bedeutet uns viel und bringt uns einen Schritt näher zu einem Zuhause, in dem unsere Kinder die Unterstützung und den Raum bekommen, den sie so dringend brauchen.
Danke für eure Solidarität und Unterstützung.
Mit herzlichen Grüßen,
Frank