Dies ist die Geschichte des Kindergartens von Dhogbhat, einem kleinen, unbedeutenden Dorf in „Hinterindien“, genauer: im indischen Bundesstaat Bihar, (ab)gelegen im äußersten Nordosten des Subkontinents. Bihar ist einer der bevölkerungsreichsten aber auch ärmsten Bundesstaaten und gilt als rückständig. Touristen kennt man hier meist nur als Durchreisende - auf dem Weg nach Nepal. Dabei gibt es in Bihar durchaus Sehenswürdigkeiten, doch die sind leider außerhalb Indiens wenig bekannt.
Seit der Ausrufung er indischen Verfassung gilt das allgemeine Recht auf Bildung, sind Mann und Frau gleichgestellt, Kinderarbeit verboten genauso wie Witwenverbrennung oder überhaupt, das berüchtigte Kastensystem. In Bihar ist von dieser 1949 proklamierten und seit 1950 geltenden Verfassung wenig zu spüren.
Aber es soll hier nicht um indische Innenpolitik gehen, es geht um - Kinder.
Die der Ärmsten nämlich, die Kinder derer, die man früher ganz offiziell die Dalits, die „Unberührbaren“ nannte - und genauso auch behandelte - und leider auch oft immer noch behandelt. Buchstäblich am Rande der Gesellschaft lebend, nur „niedrige und unreine“ Arbeit läßt man sie machen, Bildung ist ihnen meist versagt.
Einer von ihnen war vor vielen Jahren ein Mann, der, von wohlmeinender Hand gefördert und für seine höhere Bildung gesponsert, zu einem überaus erfolgreichen Ingenieur und Tüftler wurde. Er konnte in Indien studieren, wurde zu einem genialen Ingenieur. Er war ein Findelkind, der später Jahrzehnte lang bei Europas größtem Flugzeugbauer in Hamburg arbeitete, und dort eine wirklich unglaubliche Karriere hinlegte.
Er lernte eine deutsche Pädagogin und Sozialaktivistin kennen - sie sind auch heute noch ein Paar und die Initiatoren des Wertvolle Töchter Hamburg e. V. - Homepage, der sich um diese benachteiligten Kinder, zumeist Mädchen einsetzt, denn Jungs bekommen durchaus manchmal eine unverhoffte Chance, lernen zu dürfen. Siehe Gründer Sato.
...Oder auch nur eine Kind gerechte Umgebung...
Aus eigenen Mitteln, mit viel Enthusiasmus und treuen Unterstützern und Paten gelang den beiden Hamburgern und ihren Freunden und Unterstützern das Unglaubliche. Es gibt nun einen Kindergarten in Dhogbhat für diese Kinder.
Soweit, so gut. Doch nun lassen die Kräfte nach bei den Gründern Edeltrud Habib und ihrem Mann Sato Singh. Und die Mitgliederzahl der Förderer ist einfach (noch?) zu gering, um den Verein auch weiterhin Gutes tun zu lassen.
Und damit kommen wir zu unserem Anliegen: Wir wollten noch einmal nachlegen! Mit eurer Hilfe…
Der Kindergarten steht zwar, und selbst für den Unterhalt der qualifizierten Kindergärtnerinnen ist langfristig gesorgt. Aber…
Es fehlt an Spielsachen für draußen! Der Platz ist öde und leer und bietet keinerlei Inspiration. Rutschen, Schaukeln, Wippen, ein kleines Arboretum vielleicht, um das Leben von Pflanzen zu verstehen zu lernen, Sonnensegel…
Der Verein hat vertrauenswürdig Kontaktleute vor Ort. Es würde also nichts verschickt werden müssen, was auch sehr kostspielig ist. Mit dem gesammelten Geld würde vor Ort, in der nahen Hauptstadt der Provinz, alle nötige eingekauft und zum Anomal Betiyaan Kindergarden in Dhobghat gebracht werden.
Geben Sie sich einen Schubs - ermöglichen Sie den Kindern von Dhogbhat, spielend in ein besseres Leben zu gelangen! Auch kleine Spenden helfen! Vielen Dank schon mal!