Es fällt mir sehr schwer überhaupt um Hilfe zu bitten, doch hier geht es um meine Katzen und nicht um mich.
Bis 2020 hatte ich eine fünfköpfige Familie von Fellmonstern und habe diese nach bestem Wissen und Gewissen versorgt und medizinisch versorgen lassen.
Dann kam der ganze Coronazirkus, die Kurzarbeit, Verlust der Arbeitsstelle, Depressionen und meine Katzen wurden alle krank. Meine Lucrezia ist mir zuhause urplötzlich direkt vor der Nase weggestorben, ihre Mutter Mona ein Jahr darauf, nachdem sie vier Tage zuvor noch in einer teuren OP ein Auge verloren hatte. Hier musste ich schon um fremde Hilfe bitten, doch danach habe ich wieder Geld zurück gelegt für die Überlebenden. Isabella leidet unter Mammakarzinomen, diese sind bösartige Tumore, die sich immer wieder neu bilden und operativ entfernt werden müssen. Solange die Abstände groß sind bis sich ein neuer Tumor gebildet hat, kann man dem Tier sehr viel Lebensqualität bieten.
Ihre Schwester Salai wird eines Tages auch eines ihrer Augen verlieren, da sie dasselbe Leiden hat, das ihre Mama hatte (ein Tumor im Auge, der die Optik verändert und irgendwann den Druck ansteigen lässt - das bedeutet Schmerzen für sie). Auch hier muss regelmäßig der Druck im Auge kontrolliert werden.
Und zuguterletzt ist da mein Liebling, mein Ein und Alles: Leo.
Während schon vor ein paar Jahren seine Nierenwerte sich erhöht hatten, ließ sich das bisher über Spezial-Nierendiätfutter regulieren. Sein SDMA Wert lag letztes Jahr leicht über der Norm nachdem er eine Zeit lang das Spezialfutter verweigert hatte und normales bekam.
Nun kam dieses Jahr eine Schilddrüsenüberfunktion dazu, der Kater magerte auf drei Kilo ab, obwohl er fleißig fraß und hat getrunken wie ein Wahnsinniger. Das Blutbild zeigte normale Werte der Niere, was jedoch durch die Schilddrüse verfälscht wurde.
Seit er das Schilddrüsenmedikament bekommt, hat er schon über 10% seines eigenen Körpergewichts wieder zugenommen. Doch dafür fiel beim Tierarzt auf, dass seine Atmung seltsam ist und schließlich ist nun ein Bluthochdruck festgestellt worden, durch den er jetzt sein Augenlicht verloren hat. Es kommen weitere Untersuchungen auf uns zu, Kontrollen der Nierenwerte und des Blutdrucks und die dementsprechenden Medikamente.
Leo begleitet mich bereits mehr als mein halbes Leben. Ich würde alles für diesen Kater tun, um ihm das restliche Leben auf seiner Uhr so angenehm wie möglich zu gestalten. Er ist am dritten Mai stolze 19 Jahre alt geworden und hat bis vor einer Woche noch ganz munter gespielt. Natürlich nicht mehr so ausgiebig wie vor fünf oder vor zehn Jahren, aber er ist ja auch sehr alt.
Mir ist bewusst, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist bis ich ihn das letzte Mal zum Tierarzt bringe. Aber solange es ihm gut geht und solange er sich sich blind zurecht findet (was er bisher super hinbekommt), gibt es keinen Grund ihn gehen zu lassen.
Ich weiss, dass ich hier nach einer großen Summe frage, doch die Preise bei den Tierärzten wurden auch vor kurzem erst erhöht und ich habe all meine Rücklagen innerhalb von zwei Monaten vollständig aufgebraucht (Isabellas letzte OP war sehr teuer, da man neben dem Tumor auch noch einen Nabelbruch fand und operieren musste).
Ich weiss auch, dass es vernünftiger wäre die Tiere nicht länger zu halten, weil ich ihnen keine finanzielle Sicherheit bieten kann - ich habe mehr als nur eine Nacht wach gelegen, weil mir das bewusst ist. Doch die emotionale Bindung ist einfach zu groß, es wäre für mich als würde man mir die Luft zum Atmen wegnehmen. Das was für andere Menschen "nur Haustiere" sind, ist für mich meine Familie, das sind meine Kinder. Leo bekam ich als er wenige Monate alt war, Mona kam aus einer aufgegebenen Zucht zu mir, als sie ein Jahr alt war und weil ich damals noch naiv war, wollte ich gerne einen Nachfahren von meinem Leo haben, d.h. die verbliebenen Töchter habe ich seit ihrer Geburt.
Ich schaffe es kaum noch selbst aus meinem Bett, weil mich das alles fertig macht. Jedesmal wenn ich das Haus verlasse, habe ich Angst davor, dass Zuhause die nächste tote Katze liegt und mit dieser Angst lebe ich jetzt seit drei Jahren. Seit derselben Zeit stelle ich meine eigene Gesundheit hinten an.
Es ist für mich alles sehr traumatisch, da meiner Familie damals auch das Geld gefehlt hatte, um mit unserem Jerry rechtzeitig zum Tierarzt zu gehen (dieser hatte Wasser in der Lunge und musste am 25.08.2003 eingeschläfert werden, weil man ihm nicht mehr helfen konnte).
Ich weiss, die Summe ist sehr viel verlangt. Sie soll als Puffer dienen und ggf. zur Kremierung, wenn sich Leos Zustand stark verschlechtert.