Bodenbrütende Vogelarten, wie zB der Große Brachvogel, Kiebitze, Rebhühner, Bekassine, Rotschenkel und Uferschnepfe sind durch verschiedenste Ursachen in ihrem Bestand vom Aussterben bedroht und mancherorts schon nicht mehr ansässig.
Es gibt viele Projekte den Bodenbrütern zu helfen, doch Flächengestaltung ist nur eine davon. Forschungsprojekte haben gezeigt, dass ein effektiver Schutz zum Erhalt dieser Arten darin besteht, das eine Reduzierung, der auf diese Bodenbrüter dezimierend einwirkenden Predatoren, (Waschbären, Fuchs, Marderhund usw) unabdingbar ist. Zumal Arten wie Marderhund und Waschbär hier gar nicht in Deutschland heimisch sind und die Natur dagegen keine Abwehrmöglichkeiten hat. Sie sind so genannte Neozone.
Wir betreuen als Jagdpächter nun ein knapp 500ha großes Revier, wo einige dieser Arten in schwacher Reproduktionsstärke in den feuchten Moorwiesen noch vorhanden sind. Leider sind auch Waschbär, Marderhund, Fuchs, Marder, Iltis usw vorhanden. Wir wollen nun alle Hebel in Bewegung setzen um diesen Teil der Tierwelt zu schützen. Es ist 5 vor 12! Um eine effektive Bejagung der Predatoren zu gewährleisten, bedarf es der Anschaffung von Lebendfallen, welche das Raubwild Tierschutzkonform fangen. Da eine Betonwipprohrfalle ca. 1000€ kostet +200€ für den Fallenmelder und man als Richtwert 7 Fallen pro 100ha benötigt, brauchen wir dringend Unterstützung um hier einen Tierbestand in freier Wildbahn rechtzeitig schützen zu können. Zumal andere Faktoren, wie zB die Tollwut als natürliche Form der Dezimierung, durch Impfungen nicht mehr vorhanden sind. (Schätzungen gehen allein beim Fuchs davon aus, dass der Bestand 10x höher ist, seit dem gegen die Tollwut bei Wildtieren geimpft wurde). Da das Raubwild überwiegend Nachtaktiv ist, ist keine andere Art der Bejagung effektiver.
Helft uns, damit wir helfen können!
Erst kommt überleben (Predatorendruck mindern), dann kommt schöner wohnen (Landschaftsgestaltung)
Vielen vielen Dank und beste Grüße