Anfang Dezember 22. Mitten in der Nacht der Anruf meiner lieben Stiefmama. Am Telefon war ihre Freundin. Auch wenn ich total schlaftrunken einfach nicht richtig verstand, wusste ich es doch schon in den ersten Sekunden.
Bitte komm her. Bring deinen Partner mit !
ich komme. Aber den lass ich zu Hause, der muss morgen früh raus.
doch bitte! Ist besser so.
wie in Trance machten wir uns fertig. Ich sagte noch zu unserem Mitbewohner zu dieser Zeit: bitte pass auf den Hund auf, ich glaube es wird eine lange Nacht.
wir waren ganz ruhig. Fuhren vorsichtig und ganz entspannt. Als würden wir jemanden besuchen.
Ich wusste was passiert war. Aber ich hatte das Gefühl es wäre ein Traum. Haltet mich für verrückt. Es gab keine wirklichen Anzeichen. Keiner hätte es ahnen können. Doch habe ich in dieser Nacht bis 00:30 nicht schlafen können und ich kann immer schlafen. Ich habe es gespürt. Auch wenn ich an solche Dinge nicht glaube. Aber mein Unterbewusstsein wusste es.
01:01 kam der Anruf.
wir bogen in die letzte Straße ein. Mein Parnter sagte noch halb scherzhaft halb besorgt und sprach somit meine Gedanken aus :
bitte kein Krankenwagen.
wie in einem Film. In der Straße vor uns fuhr ein Krankenwagen in Richtung Haus meiner Stiefmama.
Ab dem Moment stand ich neben mir. Ich raste um die Kurve, sprang aus dem auto. Scheiße scheiße scheiße, schrieh ich. Noch jetzt bekomme ich Gänsehaut, weil ich alles genau vor Augen habe.
meine Stiefmama kam auf mich zu. Flüsterte : dein Papa hat... mehr verstand ich nicht, sie weinte.
aber ich wusste es. Warum auch immer.
die Minuten danach stand ich unter Schock, brach zusammen, habe die Polizei angeschriehen. Stand neben mir.
was danach kam, die Nacht, die Tage. So furchtbar das ich es nicht beschreiben kann. Nicht nur für mich. Für die ganze Familie.
Ein großer Mann hat in dieser Nacht entschieden sein Leben zu beenden. Ein Sohn, ein Bruder, ein Ehemann und vorallem der beste Papa der Welt.
der Grund ist bis heute unklar. Kein Brief, keine Erklärung.
zur Beerdigung kamen viele Menschen. So viele, das der Bestatter und co. Mühe hatten. Damit hatten sie nicht gerechnet. Ja, mein Papa war ein großer Mann.
Meine Familie leidet. Mein Papa war Anlaufstelle für alle. Hatte immer eine Lösung, für jedes Problem, war für alle da. Jeder kam zu ihm.
ich möchte meiner Familie gerne was gutes tun. Ich habe lange überlegt. Ich habe an ein Wohnzimmerkonzert gedacht. Mit einem Künstler der alle Generationen anspricht. Musik ist Balsam für die Seele. Sie kann Schmerz mildern und Lächeln schenken.