Hallo,
mein Name ist Tina.
Nach langem Zögern und Grübeln, entscheide ich mich durch meine Tochter nun doch dafür diesen Schritt zu gehen und spenden zu sammeln.
Ihr fragt euch sicherlich wofür, das möchte ich euch nachfolgend gerne etwas erläutern.
Um meine Geschichte etwas besser verstehen zu können muss ich zurück in das Jahr 2018 und euch von meinem persönlichen Schicksalsschlag erzählen.
Ich bekam die Diagnose „Hirntumor“, dieser saß direkt am Sehnerv.
Vergangenheitsform, denn dieser Tumor konnte zwar entfernt werden, zurück bleibt aber nun seither eine Sehbehinderung.
Ich war von jetzt auf gleich auf die Hilfe anderer angewiesen, darf kein Auto mehr fahren und was das schlimmste ist, ich kann meiner Leidenschaft und Berufung als Friseurin nicht mehr nachgehen.
Es führte also kein Weg an einer Erwerbsminderungsrente vorbei.
Da war ich also, 50 Jahre alt, unselbstständig und finanziell abhängig vom Staat.
Nun komme ich zu meinem treuen Freund und Seelenhund Chico. Er hat mir die Kraft und den Mut gegeben jeden Tag zu kämpfen und mich bestärkt nicht aufzugeben. Mit seiner Ruhe und viel Geduld führte er mich durch die neuen Hürden des Alltags und wir wuchsen immer mehr zusammen.
Er hat das mit Bravour gemeistert, war mein Halt und Mutmacher an schweren Tagen.
Dann ereilte und am Samstag den 13. Januar diesen Jahres der nächste Schicksalsschlag.
Chico hatte plötzlich starke Bauchschmerzen und Erbrechen und musste sofort als Notfall in die 50km entfernte Tierklinik nach Betzdorf.
Glücklicherweise erklärte sich binnen Sekunden eine liebe Freundin dazu bereit uns sofort dort hin zu fahren, da ich es ja selbst nicht mehr kann.
Wir wurden bereits erwartet und liebevoll empfangen.
Als erstes wurden Chicos schmerzen mit starken Opiaten gestillt um dann überhaupt erst untersuchen zu können.
Es wurde ein Ultraschall gemacht und geröntgt, das Gesicht der Ärztin zeigte Besorgnis. Denn es waren bei beiden Untersuchungen unklare Auffälligkeiten zu erkennen. Nach kurzer Beratschlagung unter den Ärtzen wurde entschieden dass Chico dort bleiben sollte um ihn zu beobachten und ggf. auch in den nächsten 24std zu operieren.
Was soll ich sagen? Es war nicht abzusehen, dass ich meinen Seelenhund beim verlassen der Klinik das letzte mal lebend sehen werde.
Voller Hoffnung und Sorge zu Hause angekommen bekamen wir den Anruf, dass Chico stabil ist und sie bis morgen mit der OP warten möchten.
Am nächsten Vormittag um 11 Uhr der alarmierende Anruf der Ärztin, Chico geht es schlechter und sie müssen ihn sofort operieren, da er nicht mehr lange stabil genug für eine OP sein wird.
Nach ca 3 ewig andauernden Stunden rief die Ärztin wieder an.
Mit ihrer unglaublich ruhigen, herzlichen und Emphatischen Art teilte sie mir die schreckliche Nachricht mit.
„Chico hatte während der OP bereits einen Herzstillstand, wir konnten ihn zurück holen, jedoch ist seine Bauchspeicheldrüse so stark entzündet und teilweise nekrotisch, dass sie mit Teilen von Magen und Darm verklebt sind. Es wäre falsch ihn nochmal aus der Narkose wach werden zu lassen.“
Jeder Mensch der ein Haustier hat, kann sich vorstellen wie dieser Satz sich in mein Herz gebohrt hat.
Ich habe schweren Herzens „vernünftig“ im Sinne von Chico entschieden und eingewilligt ihn gehen zu lassen.
Die Ärztin sagte mir, dass es inoperabel war und sie sich lange mit mehreren Ärzten beratschlagt haben. Sie konnten nichts mehr für ihn tun.
Meine Tochter musste das Telefonat weiter führen, ich war nicht mehr dazu in der Lage. Sie entschied dann auch Chico dort abzuholen und ihn zu einer Tierbestatterin im Nachbarort zu bringen. Dort konnte ich mich nochmal intensiv von meinem geliebten Chico verabschieden.
Inzwischen ist Chico wieder bei mir und hat einen besonderen Platz.
Meine Tochter und ganz liebevolle Freunde unterstützen mich dabei die Kosten bei der Tierbestatterin zu bezahlen.
Jetzt komme ich zu dem Grund für den Spendenaufruf.
Vor 4 Wochen kam die Rechnung der Tierklinik. 4000€ kommen für die wirklich tolle Arbeit der Mitarbeiter der Tierklinik in Betzdorf zusammen.
Ihr könnt euch sicher vorstellen dass ich das nicht alleine stemmen kann.
Die Tierklinik kennt meine Situation und war so kulant mir Zeit einzuräumen und keine Mahnkosten aufkommen zu lassen.
Es fällt mir schwer den Mut für diesen Schritt aufzubringen, den Mut um vermeintlich Fremde Menschen um Geld zu bitten.
Wenn ihr mich dennoch unterstützen könnt und möchtet, bin ich für jede Spende mehr als dankbar. Ich selbst weiß, dass das nicht selbstverständlich ist!
Meine Tochter Eileen unterstützt mich tatkräftig die Kampagne aktuell zu halten, daher ist sie der Profilinhaber.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und eure Unterstützung!
Liebe Grüße
Tina und Chico