Dies geht an all die guten Seelen:
Wir sind eine kleine Patchwork-Familie: Papa Sascha, die große Ava (8 Jahre), Mama Marie und die jüngste nun Ella (10 Monate). Zusammen sind wir "AMSEl". :)
Zu unserer Geschichte: Wir haben uns 2020 kennen und lieben gelernt. Beide aus langen Beziehungen kommend und jeweils mit nichts bzw. weniger als nichts. Sascha hat viele Tausend Euro Schulden mit in die Beziehung gebracht und ich, Marie, war gerade wieder so auf 0 gelandet, nachdem ich die Jahre zuvor immer im Minus war. Nachdem wir erfahren haben, dass ein wundervolles kleines Wesen unterwegs ist, obwohl ich lange dachte, ich könne keine Kinder bekommen, benötigten wir einiges neu. Größere Wohnung, Kinderzimmer ect. Vieles haben wir gebraucht geholt und wir haben es uns wirklich hübsch machen können mit den "verfügbaren" Mitteln und Euros. Weil bei Sascha nichts war, da er aufgrund von corona seinen Job verloren hatte (Koch), habe ich meinen Dispo wieder ausgereizt. Auch ich bin in der Gastro, hatte jedoch lediglich finanzielle Einbußen durch die lockdowns, nicht jedoch meinen Job verloren. Jedenfalls geistern wir seither unterirdisch am Dispolimit bei mir rum und seine Schulden laufen nebenbei bzw. zahlt er fleißig die Schulden aus der alten Beziehung ab. Hier möchte er auch nicht in Kommunikation mit der Kindesmutter gehen, da er dadurch nur seiner Ältesten schaden würde, da es am Ende ja wieder auf sie zurückfällt. Mit dem Einkommen von Sascha und meinem Elterngeld, das jetzt ab Januar dann ausfällt, bleibt am Monatsende jedoch kaum etwas übrig, um die vielen Schulden auszugleichen. Seit Monaten mache ich mir Gedanken, was wir tun können.
Hilfe von unseren Eltern zu erhalten, ist nicht möglich. Meine Mama ist seit vielen Jahren Alleinverdienerin und mit meinem Vater gab es, aufgrund seines Verhaltens, im Kindesalter bereits einen Bruch. Auch Sascha hat zu seinen Eltern keinen Kontakt.
Heute Morgen hatte ich eine Idee: Warum nicht die vielen freundlichen Seelen dort draußen um Hilfe bitten und so aus dieser ungünstigen Situation rauskommen, um den Kids das ein oder andere ermöglichen und auch mal regelmäßig Ausflüge machen zu können, ohne sich gleich Gedanken darüber machen zu müssen, was dann den Rest des Monats übrig bleibt.
Ich weiß, corona war für viele schwer und viele, die Kinder haben, haben Schulden und natürlich wünscht sich das keiner für sich oder die Kids. Wir sind also gewiss kein Einzelfall, aber vllt gibt es doch die ein oder andere liebe Person dort draußen, die sich angesprochen fühlt und eventuell mal in einer ähnlichen Situation war und sich auch über Hilfe gefreut hätte.
Ich bin für jeden Cent dankbar. Es muss also absolut nicht viel sein. Jeder so, wie er geben möchte/kann und was ihm intuitiv in den Kopf kommt und nur, wenn es im Einklang mit dem Bauchgefühl ist. Ich danke jedem Menschen, der uns unterstützt und in dieser misslichen Lage hilft!
Hoffnungsvoll und dankbar,
Marie und Familie