Wir sind eine 3-köpfige WG mit großer Liebe zu Tieren. 😊 Als wir zusammen gezogen sind stand für uns auf jeden Fall fest, dass wir Katzen in unserem Leben haben wollen und ein wenig Leben in unsere Wohnung holen möchten. Im April haben wir uns dann 3 Katzen geholt. Carlos war der erste im Bunde und ist 2 Jahre alt. Anfangs war er sehr ängstlich und zurückhaltend. Klar.. neue Umgebung und neue Leute. Das ist erst mal eine Umstellung für einen Kater. In den ersten Wochen war alles in Ordnung und Carlos zeigte keine Symptome. Nach wenigen Wochen jedoch konnten wir beoabchten, dass Carlos manchmal am hinteren Rücken zuckt und dabei wie von der Tarantel gestochen durch die Wohnung rennt. Er fing während dem Zucken immer an sich panisch am Rücken und Schwanz zu putzen.
Zunächst beobachteten wir das Verhalten, doch als es häufiger wurde sind wir zum Tierarzt mit ihm gegangen. Dort wurde sein Rücken abgetastet und es wurde festgestellt, dass er am hinteren Ende der Rückens sehr empfindlich auf die Berührung reagiert. Es wurden Schmerzmittel verschrieben, welche wir ihm auch gegeben hatten. Die Schmerzmittel-Behandlung zeigte nur vorübergehend Erfolg, denn die Anfälle kamen zurück.
Also suchten wir erneut den Tierarzt auf und bekamen dieses Mal ein entzündunghemmendes Mittel und eine Wurmkur. Doch leider war auch diese Behandlung nicht lange von Erfolg. 😕
Die Anfälle erfolgten nun fast täglich und strecken sich meist bis zu 3 Minuten. Es kamen auch neue Symptome wie Halluzinationen und Apathie dazu. Die Halluzinationen äußern sich immer so, dass er auf den Boden beißt, meist wenn dort sich zum Beispiel ein Krümmel befindet. Während des hektischen Putzens schaut er immer wieder apathisch umher und wirkt regelrecht verwirrt. Er ist während einem Anfall kaum ansprechbar geschweige denn ablenkbar. Die Anfälle beeinträchtigen ihn ziemlich in seinem täglichen Leben, da er zum Beispiel auch des öfteren, durch einen Anfall, mitten aus seinem Schlaf gerissen wird. Er wirkt immer sehr gestresst und panisch währenddessen.
(Der beigefügte Youtube-Link zeigt einige Zusammenschnitte aus verschiedenem Videomaterial über Carlos Verhalten.)
Unser vorletzter Besuch bei der Tierärztin war wie ein Schlag für uns.. Verdachtsdiagnose: "Felines Hyperästhesie-Syndrom" oder auch bekannt unter dem "Rolling-Skin-Syndrom" eine seltene Erkrankung unbekannter Ursache. Außerdem äußerte die Tierärztin ihren Verdacht auf Epilepsie und erklärte uns, dass in diesem Fall die nächste Instanz die Tierklinik wäre. Dort würde Carols ein MRT von seinem Kopf benötigen, welches uns vermutlich über 1500€ kosten würde. Ein harter Schlag für uns, da wir uns Behandlungen im Bereich solcher Summen nicht leisten können..
Doch die Tierärztin hatte zunächst noch einen anderen Versuch. Sie verschrieb uns CBD-Tropfen für die nächsten 4 Wochen. Wir bestellten die Tropfen und gaben Carlos 4 Wochen lang, jeden Tag 2 Tropfen am Morgen und 2 Tropfen am Abend, was eine ziemliche Tortur für ihn war..
Anfänglich dachten wir, dass die Tropfen ihm ein wenig helfen würden, da die Anfälle deutlich abgeschwächt waren. Doch am Ende der 4 Woche waren Carlos seine Anfälle wieder so stark wie zuvor und es kam ein weiteres Symptom dazu. Er fing jetzt auch an bei einem Anfall mit seinem Hinterbein zu zucken. Er hat mittlerweile tägliche diese Anfälle und manchmal sogar bis zu 3 Mal am Tag, wobei die Anfälle mal schwächer und auch stärker sein können..
Beim letzten Besuch der Tierarztin besprachen wir, dass die Tropfen nicht geholfen haben und sie röntgte Carlos seinen Rücken. Doch auch hier konnte Nichts gefunden werden. Die Tierärztin klärte uns darüber auf, dass der nächste Weg die Tierklink ist.
Carlos braucht dieses MRT um festzustellen zu können, was diese Anfälle bei ihm auslöst.
Nun stehen wir hier, mit unserer kleinen Fellnase und wissen immer noch nicht, was er hat und wollen es über diesen Weg probieren. Wir sind um jede kleine Hilfe dankbar, um endlich herauszufinden was Carlos hat und ihm die Behandlung zu geben, die er braucht! ❤️