Seitdem ich denken kann, ist es mein größter Wunsch zu reisen und die Welt zu entdecken. Seit nun mehr als 4 Jahren manifestierte sich dieser Wunsch in Form eines Auslandsjahres.
Ich heiße Tara und wurde im Juni dieses Jahres 16 Jahre alt. Mich zog es schon immer die Welt hinaus und ein Auslandsjahr ist einer meiner größten Träume. Deutschland schien für mich nie eine langfristige Option zu sein, ein Auslandsjahr ist also nun mein erster Schritt in Richtung Freiheit. Ich möchte nicht nur hinaus in die Welt, ich möchte mich auch persönlich weiterentwickeln, weiterlernen und über mich hinauswachsen. Ich beherrsche die englische Sprache beinahe fließend und hatte im Allgemeinen schon immer eine große Begeisterung für fremde Kulturen, Menschen, Orte und Sprachen. Ich sehe mich selbst als sehr weltoffen und wissbegierig und versuche dies stets beweisen und auch weitergeben zu können.
Tatsächlich entwickelte sich der Wunsch eines Auslandsaufenthaltes auch auf Empfehlungen meiner Lehrer*innen. Ich bin schon immer eine sehr gute und engagierte Schülerin gewesen und zeichne mich vor allem durch Kreativität und sowohl sprachliches als auch künstlerisches Talent aus. Das neuseeländische Schulsystem ist nicht nur eines der besten der Welt, sondern verkörpert auch alles, was ich mir von der Schule wünsche – Kreativität, Freiraum und Individualität sowie Förderung eigener Interessen.
Ich setze mich außerdem aktiv für soziale Gleichberechtigung und Gerechtigkeit ein, weshalb meine Wahl letztendlich auch auf Neuseeland fiel. Politik und Kultur spielen für mich ebenso eine wahnsinnig wichtige Rolle. Derzeit verfolge ich den Berufswunsch, als freie Journalistin weltweit Aufmerksamkeit für eben diese Themen zu gewinnen und über diese aufzuklären.
Das Auslandsjahr ist bereist organisiert und auch finanziert, wenn auch mit Schwierigkeiten von Seiten meiner Eltern. Auch wenn diese mich von Anfang an stets unterstützten, sind die mehr als 35 000 Euro, die uns das Jahr in Neuseeland kostet, eine große finanzielle Belastung für sie. Sie haben zwar beide einen Vollzeitjob. Da jedoch sowohl mein kleiner Bruder als auch meine Mutter an Diabetes Typ 1 erkrankt sind, haben sie damit verbunden dauerhaft erhöhte Kosten für die Behandlung, die am Ende das Einkommen wesentlich schmälern. So zum Beispiel haben wir auch eine Labradorhündin namens Luna, welche sie beide als Diabeteswarnhund unterstützt. Allein deren Anschaffung und Ausbildung war mit einem fünfstelligen zu bezahlenden Betrag verbunden.
Hinzu kommt, dass mein Auslandsaufenthalt bereits vor der Pandemie organisiert wurde und dabei geplant war, diesen hauptsächlich durch Stipendien zu finanzieren. Tatsächlich wurden mir zwischenzeitlich bereits Stipendien avisiert, die Programme wurden dann jedoch aufgrund von Corona ausgesetzt oder gecancelt. Meine Eltern wollten mir jedoch das geplante Auslandsjahr nicht versagen und mussten anderweitige Finanzierungsmöglichkeiten finden. Auch sind noch längst nicht alle zukünftig anfallenden Kosten gedeckt und es häufen sich stets mehr zu zahlende Beträge an.
Und hier kommen Sie ins Spiel. Mit letztem Zusammenkratzen meiner eigenen Ersparnisse, dem Verkauf von Münzen, die ich zu meiner Jugendweihe erhalten habe und guten Freund*innen elternseits konnten wir das Auslandsjahr letztendlich zwar finanzieren, doch war und ist es nach wie vor eine immense finanzielle Belastung für meine Eltern. Ich bin ihnen unendlich dankbar, dass sie mir meinen Wunsch trotz allem ermöglichen und möchte ihnen auf diesem Wege versuchen, so viel wie möglich zurückzuzahlen. Immerhin wollen meine Eltern auch meinem Bruder ein mehr oder weniger unverändertes Leben während meiner Abwesenheit ermöglichen.
Natürlich wäre es ein Traum, könnten wir den Betrag wieder aufholen, dennoch hilft auch jede noch so kleine Spende auf dem Weg. Auch im Namen meiner Familie wäre ich mehr als dankbar für eine finanzielle Unterstützung sowohl für mich, als auch für sie.