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Ich heiße Manuela, bin 51 Jahre alt und verheiratet. Wir haben eine Tochter Magdalena 11 Jahre alt, einen Hund und zwei Katzen.

Alles begann vor ein paar Jahren!

Mein Mann Thomas arbeitete in einer Landschftsgätnerei wo auch ein Hausmeisterservice und eine Fischerei dabei war. An einem Tag im Herbst sollte er sich um die Fischzucht kümmern. Es war ein sonniger aber kalter Tag, der Boden war etwas aufgetaut und auf Eisflächen hat sich Wasser gebildet.

Thomas ging seiner Arbeit nach als er mit dem rechten Fuß in einen Erdhaufen eingesunken war wollte er ihn wieder heraus ziehen, dabei stieg er mit dem linken Fuß auf eine vereiste Fläche und rutschte weg.

Dabei hat er sich das rechte Knie komplett verdreht so dass der Fuß nach hinten zeigte. Alle Bänder und der Meniskus waren gerissen, der Knorpel im Kniegelenk war auch beschädigt. Thomas wurde darauf am Knie operiert und nach zwei Wochen Krankenhaus auf Reha in die Unfallklinik Murnau geschickt. In Murnau wurde er nach zwei Wochen Reha wegen Blockaden im Knie noch einmal operiert. Die Reha dauerte dann 6 Wochen.

Als mein Mann wieder nach Hause kam konnte er kaum richtig gehen. Thomas wurde noch 4 mal operiert und bekam 160 Termine zur Krankengymnastik von der AOK verschrieben. Nach 5 Jahren konnte er wieder einigermaßen normal gehen.

Thomas wollte endlich wieder Arbeiten aber niemand wollte ihn so einstellen. Also hat er überlegt sich selbstständig zu machen. Nach langem Grübeln hat er sich als Spachtler für Trockenbau entschieden.

Die Arbeit lief ganz gut bis das Schicksal es wiederum nicht gut mit ihm gemeint hat. Thomas ist von der Leiter gestürzt und mit dem Genick auf einen Stapel Bretter gefallen, dabei hat er sich einen Halswirbel gebrochen. Weil er viel über Kopf gearbeitet hat hatte er sehr starke Nackenmuskeln was den Halswirbel gut gestürzt hatte. Deshalb hat er von dieser Verletzung erstmal garnicht's gemerkt, Thomas hatte keine Schmerzen und hat deswegen weiter gearbeitet. Nach ca. 6 - 8 Wochen saßen wir zusammen im Wohnzimmer als Thomas plötzlich zu zittern und stark zu schwitzen anfing. Ich habe natürlich sofort den Notarzt angerufen. Thomas dachte es sei was mit dem Herzen.

Als der Notarzt kam war alles wieder normal. Der Arzt hat ihn dann untersucht und sogar ein mobiles EKG dabei gehabt. Nach der Untersuchung sagte der Arzt dass mit dem Herzen alles in Ordnung ist. Er meinte mein Mann soll mal seine Halswirbel untersuchen lassen.

Beim MRT sagte Prof. Dr. Sommer ganz entsetzt oh mein Gott, das sie heute hier stehen war pures Glück.

Der Halswirbel war zwar wieder verheilt aber es haben sich zwei Knochenauswüchse gebildet die dass Rückenmark immer wieder reizen und diese Anfälle auslösen können. Dann kamen noch ständige Schmerzen dazu.

Ich werde mich jetzt etwas kürzer fassen.

Dann wieder ein Arbeitsunfall, Brustwirbel kaputt. Immer wieder starke Schmerzen.

Eines morgens ist Thomas aufgestanden und hat gesagt dass er Schmerzen in beiden Beinen und Schultern hat. Daraufhin war er 14 Tage in einer Klinik wo er auf den Kopf gestellt wurde. Blutuntersuchungen ergaben nichts, kein Reuma oder Muskelkrankheit. Es war körperlich nichts zu finden was die Schmerzen erklären konnte. Dann machte eine Neurologin ein paar Untersuchungen, der Befund lautete Fibromyalgie und Depressionen. Dass kam durch die Ständigen Schmerzen die er hatte, Leben ohne starke Schmerzmittel war seit ca. 5 Jahren nicht mehr möglich. Und trotzdem hat Thomas gearbeitet und einfach immer mehr Schmerzmittel genommen.

Es war aber noch nicht dass Ende. Zwei Wochen nach dem Klinik Aufenthalt bekam er Schmerzen in der Brust und starke Schweißausbrüche, er hatte an diesem Abend zwei Herzinfarkte.

Wieder Krankenhaus und OP, dann 6 Wochen Reha. Als dass überstanden war hat Thomas sich wieder neue Arbeit gesucht, er hat dann Halbtags als Bauleiter gearbeitet. Mehr konnte er nicht mehr leisten und das ist ihm schon schwer gefallen.

Nach über einem Jahr fing es dann an ihm immer schlechter zu gehen. Thomas hatte ständig Kopfschmerzen, taube Finger und Gleichgewichtsstörungen. Einmal als er im Garten stand und nach unserem Pfirsichbaum sah, sackte er auf einmal zusammen. Als Thomas wieder aufstehen wollte ging es nicht gleich, erst nach 1 - 2 Minuten konnte er wieder aufstehen. Er sagte dass er seine Beine plötzlich nicht mehr gespürt hat. Wir dachten beide dass es wohl von diesem Halswirbel kommen wird.

Termin zu MRT ausgemacht um das kontrollieren zu lassen.

Es war etwas an der HWS aber nicht dieser Halswirbel. Es ist eine genetische Veränderung an der Halswirbelsäule die damals noch nicht zu erkennen war. Diese Krankheit verursacht ein zuwachsen des Rückenmarkkanals, bei Thomas waren die Wirbel 4,5,6 und 7 betroffen. Bei den Wirbeln 4 und 7 war es noch nicht so schlimm aber 5 und 6 waren sehr schlimm, es war keine Nervenflüssikeit mehr vorhanden und das Rückenmark wurde schon gequetscht und geschädigt. Die Diagnose war eine Hochgradige Spinalkanalstenose.

Die OP war am 09.12.2019, es wurden die Wirbelkörper 5 und 6 komplett ersetzt und versteift. Bei 4 und 7 hofft man dass es nicht mehr schlimmer wird.

Dieses Jahr steht wieder eine OP an wegen PPP, darauf möchte ich aber nicht näher eingehen.

Mein Mann Thomas hat sich seit dieser OP 2019 ganz aus dem Öffentlichen Leben zurückgezogen. Jeden Tag Schmerzen und die Depression sind ein ewiges auf und ab.

Als unser SUV 2020 dann auch noch kaputt gegangen ist und nicht mehr Repariert werden kann weil es keine Ersatzteile mehr gibt kann mein Mann nicht einmal mehr mit Magdalena und mir etwas unternehmen.

Wir haben jetzt nur noch unseren alten Seat Arosa Bj. 2001 in den Thomas wegen seiner Schmerzen nicht richtig ein und aussteigen kann, auch dass Sitzen ist im Seat Schmerzhaft da dieser sehr harte und unbequeme Sitze hat.

Wir können uns auch kein anderes Auto Kaufen da wir für den SUV immer noch das Darlehen abbezahlen müssen, das Auto ist auch nichts mehr Wert mit kaputten Getriebe.

Unsere letzten Ersparnisse haben wir in den Behindertgerechten Umbau des Bades gesteckt was mir erst einmal wichtiger war. 
Zur Zeit bin ich Alleinverdiener und kommen gerade so über die Runden, Thomas hat 2020 Rente beantragt und bis heute noch keine Rente bekommen. Der Rentenantrag wurde zweimal ohne Begründung abgelehnt und liegt jetzt bei Gericht.

Ich wünschte wir könnten uns ein angepasstes Behindertengerechtes Fahrzeug kaufen, aber leider ist das nicht möglich.

Wir, meine Tochter Magdalena und ich möchten dass der Papa wieder am Familienleben teilnehmen kann und sich nicht noch weiter in sich zurück zieht. Wir haben Angst dass wir ihn sonst ganz verlieren.

Wenn Sie uns Helfen könnten und würden könnten wir auch wieder positiv über dass Leben denken.

Danke herzlichst Magdalena und Manuela 

 



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