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Wir haben fast aufgegeben Umzug als Flucht


Hallo zusammen,

oder passend zur Kampagne Moin,

ich möchte nicht mit ich habe lange gezögert anfangen, aber es fällt mir nicht leicht um Hilfe zu bitten. Wir sind ein Drei-Generationen-Haushalt(Oma/Mutter, Mutter/Tochter und Enkel/Sohn) und wissen nicht mehr weiter, deshalb starte ich, Michaela diese Kampagne für meine Mutter Ingrid und meinen Sohn Jonas um ihnen einen Umzug in die Stadt Norden zu ermöglichen.

Ich möchte kurz unsere Geschichte erzählen:

Seit 2011 ist unser Leben nach und nach immer mehr aus dem Ruder gelaufen. Immer wenn wir glaubten, es geht nicht schlimmer kam die nächste Katastrophe. Wir sind alle am Ende unserer Kräfte.

Im November 2011 kam mein Stiefvater mit einer Thrombose ins Krankenhaus. Dort stellten die Ärzte Lungenkrebs im Endstadium fest. Er starb nach schwerer Krankheit im Juni 2012. Mein Sohn und ich zogen zu meiner Mutter. Mein Stiefvater war 15 Jahre jünger als meine Mutter, hatte sich 2008 als Elektriker selbstständig gemacht und hinterließ meiner Mutter 50000€ Schulden, da sie für diesen Kredit gebürgt hatte. Zu der Trauer kamen finanzielle Nöte. Meine Mutter verfiel in eine schwere Depression, die sie nur durch eine stationäre Behandlung überwinden konnte. Diese Depression kehrte immer wieder, so dass meine Mutter jetzt schon drei Klinikaufenthalte hinter sich hat. Durch eine Rentenpfändung lebt meine Mutter heute am Existenzminimum.

Wir haben unser Leben wieder in den Griff bekommen.

2014 wurde bei meinem Sohn Asperger Autismus diagnostiziert. Da Jonas hochbegabt ist, wurde diese Testung erst spät durchgeführt, da alle seine Schwierigkeiten auf die Hochbegabung geschoben wurden, und er verschwand in der Schublade des ``Underachievers``, was ihm eine sehr schwere Schulzeit einbrachte. Mit dem richtigen Therapeuten ging es Jonas langsam besser.

Wieder dachten wir, dass es jetzt nur besser werden kann.

2015 verstarb meine Tante, 2016 mein Onkel auch wenn die beiden in Berlin lebten, hat ein enger Kontakt bestanden, meine Mutter hat dieser Verlust hart getroffen, wir haben jetzt keine weiteren Familienangehörigen mehr.

Wir sind wieder auf die Beine gekommen.

2017 wurde bei meiner Mutter COPD festgestellt. Ihr Lungenvolumen lag damals bei 83% und ist mittlerweile auf 37% gesunken. Die Krankheit ist nicht heilbar aber durch entsprechende Therapien gut einstellbar. Diese werden hier leider nicht angeboten.

Meine Mutter lernte mit der Krankheit zu leben. Es ging wieder aufwärts.

2018 kam unsere Vermieterin auf Drängen ihrer Kinder ins Altenheim und wir wurden 2019 samt Mietshaus verkauft. Meine Mutter hatte zu unserer Vermieterin ein freundschaftliches Verhältnis, doch sie wird im Altenheim von allen, außer den eigenen Kindern abgeschirmt. Meine Mutter hat eine gute Freundin verloren.

Auch mit dieser neuen Situation haben wir umzugehen gelernt.

Mitte 2019 wurde dann die Erdgeschoßwohnung saniert, da wir im ersten Obergeschoß wohnen, konnte die Wohnung im zweiten Obergeschoß aus statischen Gründen nicht saniert werden.

Im Februar 2020 zog ein junges Paar mit Kind ins Erdgeschoß, seitdem durchleben wir die Hölle. Wir werden von den neuen Mietern beleidigt, bedroht und beschimpft. Das Treppenhaus vor unserer Tür wird mit Fäkalien und Öl verunreinigt, vor unserer Wohnungstür wird randaliert (gegen die Tür treten, Dauerklingeln und Herumbrüllen), bei Nachbarn wird schlecht über uns geredet, wir werden im Treppenhaus abgefangen und daran gehindert, dass Haus zu verlassen oder zurück in die Wohnung zugehen, jeder Besucher wird im Treppenhaus ``kontrolliert``,  die Kellertür wird zugehalten, uns wird mit Gewalt und Einbruch gedroht, den ganzen Tag läuft ohrenbetäubende Musik, alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Mein Sohn und meine Mutter verlassen aus Angst seit einem Jahr das Haus nicht mehr. Ich selbst leide an Angstzuständen und Herzrhythmusstörungen.

Hausverwaltung und Vermieter bleiben regungslos, Briefe des Mietervereins werden ignoriert, Strafanzeigen werden aufgrund mangelden öffentlichen Interesses eingestellt, ein Schiedsverfahren und damit der private Klageweg sind nicht möglich. Uns bleibt nur die Flucht. Da uns hier nichts mehr hält, wäre meine Mutter jetzt auch für den großen Schritt, einen Neuanfang in Norden bereit, den wir alleine nicht schaffen können. Es sind die finanziellen Mittel die fehlen.

Ich bitte daher um Hilfe, wir können uns nicht allein aus dieser Situation befreien. Für meinen Sohn bietet die Stadt Norden bessere Ausbildungs- und Therapiechancen. Er könnte ein ganz normales Leben führen. Für meine Mutter bieten sich andere Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten und ihr Lungenfacharzt empfiehlt einen Wechsel ins Seeklima.

Wir sind für jede Hilfe dankbar, für Tipps, für Hilfe bei der Wohnungssuche…. Jede kleine Unterstützung hilft uns weiter.

Ich bedanke mich schon jetzt für euer Interesse, eure Zeit und jede Unterstützung

 

Michaela

 



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