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Schulabschluss für mein autistisches Kind


Unsere Geschichte ist sehr lang und es gibt viele wie uns. Das konnten wir im Laufe der Jahre, die wir nach einem Schulplatz suchten, an dem mein Kind SEIN und lernen kann, feststellen. 

Ich bin eine alleinerziehende Mutter, und meine Tochter zeigte ab Klasse 5, auf der weiterführenden Schule, große Schwierigkeiten. Oft sagte sie, dass es zu leicht sei, sie empfand das Verhalten anderer als sehr schwierig, weil es laut war, unruhig, Mitschüler machten unfaire Dinge, Lehrer verhielten sich nicht zu jedem objektiv aufgeschlossen. Sie nimmt alles sehr wörtlich, Redensarten und Satire, Ironie kann sie häufig nicht verstehen. Zumeist verstand sie einfach nicht, warum eine Schule kein Ort sein kann, an dem man wirklich lernen kann, warum sie nicht einfach auch ihr Abitur machen kann, was ihr unbedingtes Ziel ist und immer war.

Sie übersprang die Klasse 7 und zeigte wenigstens kurzzeitig Erfolge, jedoch holte sie das Problem, in dem Umfeld sein zu können schnell wieder ein. Im Laufe der Zeit gab es einige Untersuchungen, u. a. auf Sculfähigkeit. Das Gesundheitsamt erhob den Verdacht auf Störungen im Autismusspektrum, was sich schlussendlich nach einer ausgiebigen Diagnostik bestätigte. Zudem ist sie hochsensibel und auch körperlich hochsensitiv. 

Bis dahin hörten wir immer wieder nur " Das Kind muss sich auch anstrengen", "das Kind muss beweisen, dass es an seinem schulischen Fortkommen interessiert ist", man stellte das Empfinden meines Kindes lange Zeit in Frage, selbst nach der Diagnose noch. Meine Tochter wollte dabei nur Eines: In die Schule gehen und lernen. Und sie fragte sich immer wieder, warum sie nicht lernen kann wie die anderen Kinder, warum sie nicht einfach in die Schule gehen kann, warum es keine Schule gibt, wo sie sein kann und ihr Abitur machen kann. Das war und ist ihr größter Wunsch.

Über den Kontakt mit Autismusvereinen erfuhren wir, dass es die Schulen, die Autisten wie meine Tochter benötigen würden, gar nicht gib, dass es den meisten Autisten, die sind wie meine Tochter, eben genauso ergeht, dass die Eltern genauso vor Mauern laufen für einen Schulplatz. Mein Kind hat in der Folge viele Schulen ausprobiert, sie ist immer wieder gestartet und musste immer wieder scheitern. Wir haben Anträge auf Privatschulen mit engmaschiger Betreuung und kleinen Klassen gestellt, Sondergenehmigungen erwirkt in die Erwachsenenbildung gehen zu dürfen, in der Annahme, dass es dort mäßiger zugeht. was leider nicht der Fall war usw. Die Sondergenehmigungen haben wir erhalten, die Anträge wurden immer wieder abgelehnt. Zuletzt, weil eine Direktorin aus der Erwachsenenbildung benannte, sie könne meine Tochter beschulen, wenngleich das Gesundheitsamt bestätigt hat, dass sie an der Schule nicht beschult werden kann. 

Zu einem weiteren Antrag auf Hausbeschulung erhielten wir nie wieder eine Rückmeldung, auch nicht auf Nachfragen.

Nun ist mein Kind volljährig und konnte die vergangenen drei Jahre keinen weiteren Abschluss erzielen. Schlicht und ergreifend mangels Schule und mangelnder Unterstützung der Behörden sowie nicht vorhandener Möglichkeiten. 

Inzwischen haben wir eine private Onlineschule gefunden, auf der meine Tochter ihr Abitur machen kann. Dort ist sie nun angemeldet und hat endlich einen Rahmen, in dem sie sich konzentrieren kann. Dazu hat sie endlich endlich neuen Mut geschöpft, ihre Ziele zu erreichen.

Meine Tochter ist ein sehr großartiges Kind, die enorm viel Potential in sich trägt. Ihr Ziel ist es in Richtung Tiermedidizin, Pferdewirtschaft etc. zu studieren und in der Zukunft einen eigenen Pferdehof mit ganz besonderem Konzept zu betreiben. 

Leider kann sie dafür kein BaföG beantragen, und auch wird es ihr nicht gefördert. Für mich ist es finanziell nicht mehr möglich, diese Kosten aufzubringen, da auch die Therapieform, die meinem Kind am Besten hilft, privat von mir getragen wird. 

Die Schulkosten betragen 249,- € monatlich für 24 Monaten

Bitte unterstützt meine Tochter, Ihr Ziel zu erreichen indem sie die Schulkosten gestemmt bekommt. Sie kann nur wenig selbst hinzuverdienen, da sie die Zeit zum Lernen benötigt und investieren möchte. Auch ist es ihr aufgrund ihrer Hochsensibilität nicht möglich einfach irgendwo zu arbeiten. 

Sobald wir Beträge selbst zahlen können, werden wir das Ziel der Crowdfundingaktion immer wieder herabsetzen. Gerne senden wir auf Anfrage Kopien von den Abbuchungen der Schulkosten und oder die Rechnungen per Mail. 

Alles alles Gute und herzliche Grüße, Heidi

 

 



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