PTBS Assistenzhund für Kindesmisshandlungsopfer

PTBS Assistenzhund für Kindesmisshandlungsopfer | Spenden sammeln
 
 

Hallo,
ich bin Tyler, 21 Jahre alt und komme aus Braunschweig.
In meiner Kindheit wurde ich von meinem Vater mehrfach stark misshandelt und vernachlässigt. Bis heute bin ich davon stark traumatisiert und leide zunehmend an Symptomen. Dieses Jahr musste ich wegen fast täglicher Panikattacken und starker Depressionen mit Suizidgedanken (durch den Leidensdruck) meine Ausbildung abbrechen und war drei Monate krankgeschrieben und in stationärer Behandlung. Diese hat mir ein wenig geholfen, allerdings ist einiges gleich schlimm geblieben und ist laut Psychologin chronisch. Mir wurde geraten, den Alltag in Begleitung von jemandem der aufpasst, zu bewältigen. Diese Rolle kann der Assistenzhund übernehmen und ließe mir dabei am meisten Eigenständigkeit, da er immer für mich da wäre. Es wurden eine (komplexe) Posttraumatische Belastungsstörung (zu der auch die Panikstörung gezählt wird) und rezividierende (jährlich wiederholende) Depression festgestellt. Durch die Traumatisierung in der frühen Kindheit gibt es bei mir eine Genveränderung des Stress-Steuer-Gens. Mein Körper kann den Stress nicht so abbauen, wie es bei einem gesunden Menschen der Fall ist.
 
So habe ich immer noch mehrmals wöchentlich Panikattacken, Dissoziationen (Flashback-Tagträume) und starke Verwirrung bei zu hohem Stress, die im Straßenverkehr sehr gefährlich sind. Deswegen muss ich oft eine Begleitung beim Einkaufen oder Spazieren gehen dabei haben, die mich vor Autos und Straßenbahnen warnt, wenn ich wieder in einer Dissoziation bin. Meine Psychotherapeutin konnte mir bei den Dissoziationen auch nicht helfen, da ich es nicht mitbekomme, wenn ich sie habe. Ich bin dann darin gefangen und muss sozusagen geweckt werden. Ein Assistenzhund merkt, wenn ich dissoziiere und kann mich durchs Anstupsen oder Hochspringen wecken. An Straßen achtet er für mich auf den Verkehr und ist darin geschult stehenzubleiben, wenn ich mich in einer Dissoziation befinde. Die Verwirrungen treten oft im Supermarkt auf, wenn zu viele Menschen da sind. Ich weiß dann auf einmal nicht mehr wo ich bin und was ich eben gemacht habe. Der Hund kann mich dann an einen sicheren Ort bringen, um mich zu beruhigen und wieder klare Gedanken zu fassen. Meine Panikattacken treten mal mild aber auch mal sehr heftig auf und sind für mich nicht vorhersehbar. Manchmal werden sie durch Trigger ausgelöst, die mich an mein Trauma erinnern, mal gibt es keinen erkennbaren Auslöser. Gerade bei den starken Attacken werde ich schnell überrascht und kann mir kaum noch selbst helfen. Ich fange an zu zittern, mein Herzschlag schnellt in die Höhe und ich bekomme Atemnot. Ich spüre dann eine enorme Anspannung und bin klitschnass geschwitzt. Manchmal werden meine Beine weich und mir versagt die Stimme. Dann muss ich mich hinlegen, damit ich nicht hinfalle oder ohnmächtig werde. Solche Panikattacken können bei mir bis zu 1,5 Stunden anhalten und sind sehr anstrengend, da das Herz durchgehend am Rasen ist. Dadurch habe ich mittlerweile eine stressbedingte Herzrythmusstörung, die Tags und Nachts auftreten kann. (Wurde durch ein Langzeit-EKG festgestellt.) Zuhause kann ich mich dabei noch aufs Bett legen und warten. Aber wenn ich unterwegs bin, ist es wesentlich schwieriger zu bewältigen. Ein Notfallmedikament habe ich immer dabei, aber bei den schweren Panikattacken kann es passieren, dass ich es nicht schnell genug griffbereit habe und durch das Zittern die Flasche nicht aufbekomme. Ein Assistenzhund erkennt diese Panikattacken viel früher und kann mich rechtzeitig an einen ruhigen Ort oder zu einer Sitzgelegenheit führen. Dadurch kann ich die Panikattacken vielleicht noch durch Atemübungen abschwächen, was bei überraschend schweren Panikattacken nicht mehr möglich ist. Er kann mir auch anzeigen, wann ich mein Medikament nehmen sollte.
 
Auch bei Schreckhaftigkeit kann mir ein Assistenzhund helfen. Er geht an Straßenecken vor - so werde ich nicht von Personen dahinter überrascht. Er zeigt an, wenn sich jemand hinter mir befindet und kann eine Barriere zwischen mir und anderen Menschen aufbauen, damit ich mich sicher fühle. Bei nächtlichen Albträumen, die ich fast täglich habe, kann mich der Hund wecken. Auch das kann Panikattacken während der Nacht vorbeugen und dadurch mein Herz weniger belasten.
Das alles würde meinen Heilungsprozess enorm unterstützen und ist in der Psychotherapie auch als Unterstützung bekannt. Durch einen Assistenzhund würde ich wieder selbstständiger werden und ohne Angst vor Dissoziationen wieder am normalen Leben teilnehmen können.

Zu den Aufgaben des Assistenzhundes zählen auch Leichtdruck- und Starkdrucktherapie bei Panik. Dabei legt sich der Hund auf meinen Oberkörper. Durch den Druck wird mein Atem ruhiger und die Panik wird abgeschwächt. Wenn ich zu früh wieder aufstehen möchte, zeigt mir der Hund an, dass ich warten soll.

Leider ist die Ausbildung sehr teuer und da ich in die Schule gehe, kann ich keinen Welpen in Selbstausbildung haben. Deswegen möchte ich einen Hund in Teilausbildung. Er bleibt ein Jahr bei einem speziellen Trainer und kommt dann halbausgebildet zu mir. Die Schule erlaubt einen Hund, der zwar nicht vollständig ausgebildet ist, sich aber benimmt. Das erste Jahr beim Trainer kostet 13000€. Der Hund und diverse medizinische Untersuchungen sind inklusive. Ich spare alles, was ich kann, doch so viel Geld habe ich nicht. Den Rest der Ausbildung kann ich aber durchaus finanzieren.
 
Vielen vielen Dank an alle, die mir bei der Finanzierung helfen ❤️



Es wurden noch keine Aktualisierungen für diese Aktion eingestellt.








0 Spenden
€ 0,00
Ziel: € 13.000,00
0%

Sie können jetzt der Erste sein, der diese Aktion unterstützt! Spenden Sie und fügen Sie (optional) eine persönliche Nachricht hinzu.